Snapchat verbietet nun Werbung für ICOs

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Snapchat verbietet nun Werbung für ICOs

Die Snap Inc. bestätigte vergangenen Montag, dass nun auch innerhalb ihres Netzwerks Snapchat jegliche Anzeigen für Initial Coin Offerings (ICOs) verboten sind. Damit folgt man dem Beispiel von Facebook, Google und Twitter. Investoren waren zur Unterbindung unseriöser Werbung auf die Geschäftsleitung zugegangen.

Snapchat ist nun der nächste Social-Media-Gigant, der Werbung für Initial Coin Offerings (ICOs) verbietet. Die Strategieänderung wurde am Montag ohne öffentliche Ankündigung vorgenommen. Werbung für Kryptowährungen ist hingegen noch erlaubt. Auf Anfrage von CoinDesk wurde die Werbe-Sperre für ICOs bestätigt. Dem hingegen wollte man sich nicht öffentlich dazu äußern, ob, wann oder in welchem Umfang die Anzeigen für Kryptowährungen verboten sein werden. Da ist der Wettbewerb schon sehr viel weiter. Facebook entfernte einen Großteil aller krypto-bezogener Banner. Google will seine Sperre im Juni ebenfalls auf alle Krypto-Bereiche ausweiten.

Warum entschied sich Snapchat gerade jetzt zum Strategiewechsel?

Der Betreiber von Snapchat stets seine eigenen Strategie-Entscheidungen. Doch es gab mehrere Faktoren, die diesmal zum Einlenken beigetragen haben. In Anbetracht der Einflussnahme einiger Investoren und des Rihanna-Zwischenfalls soll nun offenbar nichts mehr schief gehen. Bei Snapchat waren bis vor einigen Tagen Werbeclips zu sehen, die darauf anspielten, dass die Sängerin im Jahr 2009 von ihrem damaligen Lebensgefährten Chris Brown geschlagen wurde. Als Rihanna ihre Fans öffentlich dazu aufrief, die Snapchat-App zu löschen, löste dies ein großes Medienecho aus. In der Folge verloren die Aktien der Betreibergesellschaft gehörig an Wert, in den US-Medien ist von Verlusten bis zu 800 Millionen US-Dollar die Rede.

Außerdem teilte die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC kürzlich mit, dass sie zahlreiche ICOs als eine Ausgabe komplett unregulierter Wertpapiere ansieht, die mit erheblichen Risiken verbunden seien. Die US-Bundesbehörde hat aufgrund der Gefahrenlage vor derartigen Investments ausdrücklich gewarnt. Insider interpretieren das Statement der SEC als Aufforderung zur gesetzlichen Regulierung aller Krypto-Produkte innerhalb der USA. Diese Einschätzung dürfte bei der Snap Inc. ebenfalls zu einem Umdenken geführt haben.


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