Single Point of Failure: Tether druckt versehentlich 5 Milliarden USDT
Tether, Single Point of Failure: Tether druckt versehentlich 5 Milliarden USDT

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Single Point of Failure: Tether druckt versehentlich 5 Milliarden USDT

Was passieren kann, wenn Krypto-Unternehmen Token drucken, zeigt ein aktueller Vorfall bei Tether. Das häufig kritisierte FinTech hat am Samstag, den 13. Juli, versehentlich fünf Milliarden USDT gedruckt – und gleich wieder verbrannt. Über das Krypto-Motto No single Point of Failure und wahre Dezentralität.

Gut, dass es Wal-Alarme gibt. Die automatisierten Bots scannen verschiedenste Blockchains nach besonders voluminösen Transaktionen und publizieren ihre Funde reichweitenstark auf Twitter.

Am vergangenen Samstag, dem 13. Juli, erregte eine USDT-Transaktion die Aufmerksamkeit der Krypto-Szene, die es in sich hat: Tether, das Unternehmen, das für die Wertparität von USDT und US-Dollar Verantwortung trägt, hatte versehentlich fünf Milliarden Einheiten des Stable Coins in Umlauf gebracht.

Und hier die dazugehörige Transaktion auf Whale Alert.

Single Point of Failure: Tether druckt versehentlich 5 Milliarden USDT


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Der plötzliche Geldregen sollte allerdings nicht von Dauer sein. Denn wie Tether-CEO Paolo Ardoino via Twitter bekannt gab, handelte es sich bei dem Vorgang um ein Versehen. Demnach hatte das Unternehmen geplant, einen Protokoll-Swap von Omni zu Tron in Höhe von 50 Millionen USDT durchzuführen. Dabei hatte man sich wohl um ein paar Nullen vertan.

Tether rückt Fehler gerade

Zum Glück fiel der Fehler auch Tether frühzeitig auf. So konnte das Unternehmen die fälschlich gedruckten Token in mehreren Zügen ins Krypto-Jenseits befördern und den Kurs des Stable Coins stabilisieren.

Whale Alert berichtete von einem dieser Burning Events, das zweite findet sich abermals auf der Website:

Single Point of Failure: Tether druckt versehentlich 5 Milliarden USDT

Der Vorgang zeigt lehrbuchmäßig, was passieren kann, wenn einzelne Unternehmen Herr über eine „Kryptowährung“sind. So sieht man am aktuellen Vorgehen, dass Tether alles andere als dezentral ist. Das Unternehmen selbst hält die Hand über der Tether Treasury und muss so für die Wertparität mit dem US-Dollar garantieren.

Zwar ist dem Unternehmen dies bisher überwiegend gelungen. Anleger müssen dem Unternehmen Tether und der übergeordneten iFinex Inc. dennoch Vertrauen schenken. Anders als bei wirklich dezentralen Kryptowährungen wie Bitcoin haben die einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer keine Möglichkeit, den Supply von Tether zu kontrollieren oder anderweitig Einfluss auf das angestrebte Ziel der Eins-zu-Eins-Deckung mit dem US-Dollar zu nehmen.

In kurz: Tether ist der Single Point of Failure für USDT. Was schiefgehen kann, wenn Unternehmen Zentralbank spielen, hat der Vorfall demonstriert.

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