Singapur nutzt Blockchain-Technologie für Handel mit erneuerbaren Energien

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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In Singapur ansässige Unternehmen, die ihre nicht umweltfreundliche Energieproduktion ausgleichen wollen, können Zertifikate für erneuerbare Energien kaufen. Um diesen Prozess transparent und kostengünstiger zu gestalten, setzt Singapur nun auf die Blockchain-Technologie.

Mit sogenannten RECs (Renewable Energy Certificates, Zertifikate für erneuerbare Energien) können Unternehmen in Singapur ihre nicht umweltfreundliche Energieproduktion ausgleichen. Dabei stellt ein Zertifikat eine Einheit der grünen Energieproduktion dar, die aus Wind- oder Solarenergie stammt. Wie CNBC berichtete, hat der Versorger SP Group eine Blockchain-Plattform für diesen Prozess eingerichtet.

Energiehandel ohne Grenzen


Unternehmen, die RECs erwerben wollen, können dies nun mithilfe der Blockchain-Technologie tun. Laut SP Group führt dieses neue Verfahren nicht nur zu einer besseren Transparenz. Da es nun keiner zentralisierten Einheit zur Überprüfung der Transaktionen mehr bedarf, wird der Prozess zudem kostengünstiger vonstatten gehen können. Damit wird es auch kleineren Energieverbrauchern und -erzeugern möglich, an dem Handel mit der grünen Energie teilzunehmen. Auch ein grenzüberschreitender Handel ist nun möglich. Wong Kim Yin, CEO der SP-Gruppe, erklärte dazu auf der Konferenz Singapore International Energy Week:

„Ein Verbraucher in Singapur, der grüne Energie kaufen möchte, kann durch den REC-Handel über die Blockchain jetzt einen REC von einem in Laos ansässigen Wasserkraftwerk erwerben.“

Hoher Bedarf, wenig Raum

Besonders interessant wird diese Form des Energieimports durch die Schwierigkeit, grüne Energie in Singapur zu produzieren. Aufgrund der wenigen freien Flächen im Stadtstaat ist beispielsweise der Bau eines Windparks nicht möglich. Derzeit werden Innovationen wie schwimmende Solaranlagen auf Stauseen in Singapur getestet, um den Mangel an freien Landflächen zu kompensieren. Ob solche Projekte ausreichend grüne Energie hervorbringen können, ist jedoch fraglich.

Lars Kvale, Managing Director von APX, einem Emittenten von RECs weltweit, ist der Meinung, dass „in Singapur eine beträchtliche Nachfrage nach erneuerbaren Energien vorhanden ist, dass aber nur eine begrenzte Menge an erneuerbaren Energien vorhanden ist, um die gesamte Nachfrage zu befriedigen.“

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Entsprechend groß ist die Hoffnung, dass mithilfe des neuen blockchainbasierten Systems, das den grenzüberschreitenden Energiehandel vereinfacht, diese Lücke zwischen Angebot und Nachfrage geschlossen werden kann.

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