Silvergate-IPO: Kalifornische Bank will Geschäft mit Kunden aus dem Krypto-Space ausbauen

David Scheider

von David Scheider

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David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Banken müssen nicht zwangsläufig krypto-feindlich sein. Im Gegenteil: Immer mehr Kreditinstitute sehen die positiven Implikationen der Blockchain-Technologie, unter anderem für die Tokenisierung von Assets. So auch die kalifornische Silvergate Bank. Wie aus einem Bericht der Nachrichtenseite Xconomy hervorgeht, plant die Bank einen 50-Millionen-US-Dollar-Börsengang. Aus Mitteln der Kapitalerhöhung will Silvergate allen voran seine Service-Leistungen für Kunden aus dem Krypto-Ökosystem ausbauen.

Die Transformation von einem traditionellen Kreditinstitut zum weltweiten Vorreiter in Sachen institutionelle Verwaltung von Assets aus der Krypto-Branche vollzieht die kalifornische Bank Silvergate rasant. Zwar gehen aus dem offiziellen SEC-Antrag über den Börsengang keine Details über die genaue Verwendung der neuen Kapitalmittel hervor; Silvergate spricht lediglich von Investitionen in das „organische Wachstum und grundsätzliche Unternehmenszwecke“. In Anbetracht der expliziten Krypto-Affinität der Bank ist ein Ausbau der Krypto-Services allerdings mehr als wahrscheinlich.


Denn Silvergate befindet sich bereits seit 2013 mittendrin im Krypto-Sektor. Wie Xconomy berichtet, hat sich damals CEO Alan Lane mit dem Krypto-Virus angesteckt und hält die Bank seither auf Kurs. 2014 konnte Silvergate mit der Digital Currency Group (DCG) eine bedeutende Holding aus dem Krypto-Ökosystem gewinnen. DCG investiert in Krypto-Start-ups und hält unter anderem Anteile an der Newsseite CoinDesk. Der Umstand, dass die Bank schon so lange einen Fokus auf Kunden aus dem Krypto-Ökosystem legt, beschert ihr einen enormen Wettbewerbsvorteil:

„Unsere Fähigkeit, diese Märkte über die letzten fünf Jahre als Zielgruppe zu definieren, stattet uns mit einem enormen First-Mover-Vorteil im Bereich der digitalen Währungen aus. Kryptowährungen sind daher mittlerweile der Eckpfeiler unseres Geschäfts.“

Finanzinfrastruktur für Unternehmen aus dem Krypto-Bereich immer wichtiger

Offensichtlich hat die Bank mit dem Fokus auf Unternehmen aus dem Krypto-Sektor einen Nerv getroffen, denn trotz Bärenmarkt steigt die Zahl ihrer Kunden rapide an. Insgesamt kommt Silvergate auf beachtliche 483 Kunden (Stand 30. September) ihrer Krypto-Sparte. Verglichen zum Vorjahr verzeichnet das Kreditinstitut einen Anstieg von 323 Prozent in diesem Bereich. Dies geht aus dem IPO-Dokument hervor. Alle Krypto-Kunden zusammengenommen hinterlegten demnach rund 1,7 Milliarden US-Dollar bei Silvergate.

Das Kerngeschäft von Silvergate unterscheidet sich insofern von traditionell orientierten Finanzdienstleistern, als dass es nicht auf die klassische Kreditvergabe fokussiert ist. Stattdessen konzentriert sich die Bank auf die Einlage unverzinslicher Anlagen, die sie dann bei anderen Finanzhäusern anlegt oder investiert.

Ein Großteil der traditionellen Kreditinstitute verhält sich gegenüber dem Krypto-Space, gelinde gesagt, passiv bis ablehnend. Unterdessen finden sich aber immer mehr Institute, die die Flucht nach vorne suchen.

Wichtigstes Beispiel hierzulande ist wohl Bitwala. Wie BTC-ECHO berichtet will Bitwala wohl noch im November Deutschlands erstes BaFin-konformes Blockchain-Konto eröffnen.

BTC-ECHO

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