Selbstregulierung: US-Verband ADAM erstellt Verhaltenskodex für Krypto-Unternehmen

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Namhafte Unternehmen aus dem US-amerikanischen Krypto-Ökosystem schließen sich zur Association for Digital Asset Markets (ADAM) zusammen. Ziel des Verbands ist die Etablierung von Verhaltensregeln für Unternehmen, die am Krypto-Markt agieren. Als eine der ersten Amtshandlungen kündigt die ADAM daher die Publikation eines Verhaltenskodex an.

Die Sache mit der Regulierung gestaltet sich kompliziert. Denn unklare regulatorische Richtlinien und die Ermittlungsverfahren gegen eine ganze Reihe von ICOs in den USA zeigen eines ganz deutlich: Der Krypto-Markt verharrt im Wilden Westen.


Aktuelles Beispiel dafür ist der Fall Envion. Nach krummen Geschäften und einer heimlichen Kapitalerhöhung ist der schweizerische ICO insolvent und hinterlässt eine Vielzahl geschädigter Investoren, wie BTC-ECHO berichtete.

Derlei Meldungen schaden indes der gesamten Krypto-Landschaft. Denn seit sich die Nachrichten über gescheiterte ICOs überschlagen, haftet der Szene ein immer unseriöseres Image an. Dies möchte ADAM ändern.

Wie die Vereinigung am 27. November mitteilte, will sie dieser toxischen Entwicklung etwas entgegensetzen. Schließlich sieht der Verband  hinsichtlich der Krypto-Regulierung dringenden Handlungsbedarf:

„Die regulatorischen Lücken kreieren bestenfalls Zweifel und Unklarheit für die Marktteilnehmer. Im schlechtesten Fall fördern sie Betrug.”

Verhaltenskodex geplant

Eines der ersten Projekte der Association ist daher die Publikation eines sogenannten „Code of Conduct“, also einer Art Verhaltenskodex für Firmen, die am Krypto-Markt agieren. Dabei möchte die ADAM allen voran die Themen verantwortliches Trading von digitalen Wertanlagen sowie ethisches Verhalten und Transparenz der Geschäftspraktiken adressieren.

Ferner will die ADAM Krypto-Lobbyarbeit betreiben. In der Pressemitteilung heißt es,

„die ADAM beabsichtigt, sich das langfristige Vertrauen der politischen Entscheidungsträger zu verdienen. Durch solche Bemühungen wird die ADAM die Bildung von fairen und geordneten Märkten beschleunigen, damit Kapitalanleger am Markt tätig werden können.”

Galaxy Digital unter den Gründungsmitgliedern

Gründungsmitglieder der ADAM sind zehn namhafte Unternehmen aus dem US-amerikanischen Krypto-Umfeld. Darunter Cumberland, Galaxy Digital und der Stable Coin Paxos.

Prominentester Teil des Vorstandsgremiums des Zusammenschlusses ist allerdings Duncan Niederauer, ehemals CEO der New York Stock Exchange. In der Pressemitteilung betont Niederauer die Bedeutung von Konglomeraten wie der ADAM:

„Regeln sind für die Entwicklung eines jeden Marktes von grundlegender Bedeutung. Vor über 200 Jahren kamen Marktführer zusammen, um Regeln zu entwerfen, die zur Gründung der New York Stock Exchange führten. Das Aufkommen digitaler Vermögenswerte erfordert ähnliche Anstrengungen, die zu einer Klärung der bestehenden Regeln führen und sowohl Anlegern als auch Regulierungsbehörden das notwendige Vertrauen geben, um diesen Markt zu erhalten.”

Wie der Zusammenschluss mitteilt, soll die Zahl der Mitglieder noch wachsen. Für Unternehmen aus dem Krypto-Ökosystem sei die Mitgliedschaft offen.

BTC-ECHO

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