“Segwit2x” in der Blocksize-Debatte: Kritische Stimmen werden größer

Max Kops

von Max Kops

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Binärer Code

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Einige Tage, nachdem der Vorschlag zur Erhöhung der Blocksize umherging, folgen nun technische Details über die Umsetzung. Darunter befinden sich auch kritische Stimmen zur Technik.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Sven Wagenknecht

Die Lösungen scheinen beim Core-Team nicht auf Begeisterung zu treffen: Der neu vorgeschlagene Code unter dem Namen “Segwitx2” wird von der Open-Source Community der Entwickler kritisch gesehen. Erst kürzlich war die Hoffnung groß, dass im September eine finale Entscheidung über Segwit fallen könnte, da sich zu diesem Zeitpunkt bereits einige Entwickler positiv geäußert hatten.

Ein sogenannter Pull Request, den der Bloq Mitgründer Jeff Garzik auf GitHub veröffentlicht hatte, erhielt zahlreiche kritische Kommentare, die von durchaus renommierten Personen stammen: Überwiegend äußerten seit vielen Jahren beteiligte Entwickler Bedenken am Plan. Vor allem fragten die Entwickler, warum man nicht eine sicherere Methode nutze, wie sie in der Vergangenheit vorgeschlagen wurden.

“Dieser Pull-Request ist ziemlich merkwürdig”,

entgegnet der Colu Blockchain-Forschungsleiter Udi Wertheimer kalt.


Weiterhin kritisiert ein Entwickler, dass es nach wie vor keine Tests gäbe. Garzik, ehemaliger Core-Entwickler und nun Bitpay-Mitarbeiter, sieht die Entwicklungen zwar als einen guten Anfang, stimmt der geäußerten Kritik aber dennoch zu.

Angst vor einer Fork

Interessant zu sehen ist, wie die Open-Source Community mit derart schwierigen Diskussionen umgeht und der Bitcoin ein interessantes Beispiel für das Peer-Review-Prinzip ist.

Entscheidend ist jedoch, dass die Vereinbarung bisher von keinem der ehrenamtlichen Entwickler hinter Bitcoin-Core unterschrieben wurde. Der Vorschlag stammte bekanntlich von der Investmentfirma DCG, die Entwickler zögern aber, wie bereits untersucht, zum einen aus technischen Gründen, zum anderen aufgrund der Nicht-Notwendigkeit einer Hardfork aus ihrer Sicht, an der finalen Zustimmung. Kurz nach Veröffentlichung des “Proposals” (Vorschlag zur Änderung der Software) hatten einige Personen bereits Pläne zur Durchführung einer Hardfork aufgestellt.

Insgesamt gehen die Meinungen zwischen Industrie und Entwicklern weit auseinander – eine finale Einigung bis September wäre also nach wie vor wünschenswert, aber optimistisch.

Andere Wege zur Lösung der Blocksize-Probleme

Viele Entwickler argumentieren mittlerweile, dass es auch andere Wege zur Lösung der Blocksize-Debatte gäbe, die sicherer durchzuführen seien. Andere Nutzer hingegen sehen in Segwit eine sinnvolle Antwort auf die Frage, würden eine Hardfork jedoch ablehnen. Das würde zu einem Split des Netzwerks führen, sodass sich jeder selbst entscheiden müsste, welcher Seite er sich anschließt.

Bitcoin-Core Entwickler Luke Dashjr sieht auch einen jüngeren Vorschlag namens “COOP” als sinnvolle Alternative. Dennoch ist er prinzipiell kritisch gegenüber einer schnellen Blocksize-Erhöhung eingestellt.

Dashjr hat außerdem den Proposal BIP148 vorangetrieben – ein weiterer Vorschlag, der zuletzt große Aufmerksamkeit erregte.

BTC-ECHO


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