Neue SEC Regulierung revolutioniert Bitcoin-Crowdfunding

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © Nomad_Soul, Fotolia

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Jared Marx ist ein Anwalt in der in Washington ansässigen Kanzlei Harris, Wiltshire & Grannis. Im Laufe seiner Karriere konnte er sich auf die Beratung von Unternehmen in Bitcoin bezogene Rechtsthemen spezialisieren und vertritt Unternehmen sowie Privatpersonen in Zivil- und Strafangelegenheiten.

In einem Artikel auf CoinDesk erklärt er, warum eine neue Regulierung ein potentieller Segen für Kryptowährungen und Unternehmen in den USA sein kann.


Am Mittwoch hat die US Securities and Exchange Comission (SEC) das Crowdfunding (Massenfinanzierung) für Startups offiziell genehmigt.

Mit der neuen Regelung haben beispielsweise Bitcoin-Startups ab sofort die Möglichkeit finanzielle Unterstützung von sehr gut ausgebildeten Investoren zu erhalten: Den Nutzern.

Erst letzte Woche habe ich über die Herausforderungen für”Bitcoin 2.0″, ausgehend von einer schwammigen Definition für Bitcoin als “Wertpapier”, geschrieben. Die neue Regelung löst zwar nicht diese Zweideutigkeit, aber sie schafft einen sicheren und günstigen Hafen für  Unternehmen, die Ungewissheit und eine mögliche kriminelle Darstellung vermeiden wollen indem sie den Verkauf von Anteilen einfach als Wertpapierverkauf deklarieren können.

So funktioniert`s: Vor der Regelung konnten Unternehmen ihre Anteile nur an sehr wohlhabende Investoren verkaufen oder sie mussten eine sehr teure SEC Registrierung durchlaufen.

Jetzt aber können Unternehmen eine Mini-Registrierung bei der SEC einreichen und ihre Anteile an normale Privatleute verkaufen, sogar über das Internet.

Natürlich sollte man aber auch das Kleingedruckte beachten, denn Unternehmen die diesen Weg wählen müssen einen geprüften Jahresabschluss erstellen und an die SEC berichten. Es gibt außerdem Grenzen, wie viel Kapital auf diesem Weg generiert werden darf. Es gibt ein Limit von 20 bzw. 50 Millionen US-Dollar, abhängig von dem Level des gewählten Rulings. Für die meisten Unternehmen in der Bitcoin-Branche werden diese Grenzwerte jedoch kein Problem darstellen.

Zudem dürfen Unternehmen nur eine gewisse Menge an Geld von einem einzelnen Investor akzeptieren. Aber auch diese Grenze ist recht hoch –  10% des privaten Vermögens bzw. 10% des Jahreseinkommens des Investors.

Die neue Regelung ist unterm Strich gut und “potentiell revolutionär” für Bitcoin 2.0 Unternehmen, denn ab sofort können sie Kapital aus ihrem technisch versierten Nutzerpool generieren. Es sollte jedoch auch berücksichtigt werden, dass eine solche Umsetzung kein Spaziergang ist und mit einigen Hürden verbunden sein kann. Unternehmen sollten deshalb bei einer Umsetzung auch für einen guten rechtlichen Beistand sorgen.

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BTC-Echo

Englische Originalfassung von Jared Paul Marx via CoinDesk
Image Source: Fotolia

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