SEC: Kryptowährungen keine Wertpapiere, Token von ICOs aber sehr wohl

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SEC: Kryptowährungen keine Wertpapiere, Token von ICOs aber sehr wohl

Vergangenen Mittwoch wurde der neue Chef der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC befragt. Jay Clayton sagte dem TV-Sender CNBC, Kryptowährungen sehe man weiterhin nicht als Wertpapiere an. Token von Initial Coin Offerings (ICOs) aber sehr wohl, weswegen seine Behörde sie wie bisher regulieren wird.

Im Interview des US-amerikanischen Fernsehsenders CNBC brachte Clayton, der Vorsitzender der amerikanischen Securities and Exchanges Commission, seine Ansicht zum Ausdruck, man werde zum Wohl der Kryptowährungen nicht die Definition von Wertpapieren verbiegen. Die traditionelle Definition von Wertpapieren funktioniere seit langer Zeit sehr gut, daran werde man nicht rütteln, so der SEC-Chef. Clayton bekleidet sein Amt seit Mai 2017. Seine Vorgängerin, die ehemalige Staatsanwältin Mary Jo White, legte demonstrativ ihr Amt nieder als bekannt wurde, dass Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde.

Die Bundesbehörde beaufsichtigt einen Markt im Gesamtwert von 19 Billionen US-Dollar. Viele Nationen würden diese Größenordnung neidisch beäugen, so Clayton. Kryptowährungen seien Ersatzmittel, um herkömmliche Währungen wie den Euro, US-Dollar oder Yen durch den Bitcoin zu ersetzen. Diese Art von Währung sei aber kein Wertpapier und falle somit auch nicht unter die Gesetze zur Regulierung von Wertpapieren. Über die Aussagen Claytons bezüglich des Bitcoins hatten wir auch bereits in unserer regulatorischen Wochenrückschau berichtet.

SEC: Token sind Wertpapiere, Kryptowährungen nicht

Anders sehe es beim Thema Initial Coin Offerings (ICO) aus. Die Gesellschaftsanteile in Form von Token reguliert und überwacht man, weil es sich laut Clayton um Wertpapiere handelt. Wer einen Börsengang oder eine Geldsammlung mittels eines ICOs durchführen wolle, müsse sich an das SEC wenden. Alleine im Jahr 2018 wurden laut einer Statistik der Firma Autonomous Next Gelder im Wert von 9,1 Milliarden US-Dollar mittels ICOs eingesammelt. Solange die Geldsammlung mit legalen Mitteln vonstatten gehe, helfe man den Unternehmen gerne bei ihrem Vorhaben, so der Leiter der SEC. Bei einem Token investiere man sein Geld in ein Unternehmen, welches versucht, mithilfe des spekulativen Kapitals gewinnbringend zu agieren. Deswegen kontrolliert die Behörde den Handel mit den Token und die Durchführung der Geldsammlung.

Lies auch:  Bitcoin ETF: Jay Clayton äußert Sicherheitsbedenken

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