SEC-Chef Jay Clayton: „Ich erwarte, dass die Leute unseren Regeln folgen.“

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Quelle: shutterstock.com-Department of Homeland Security

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Jay Clayton, der Chairman der amerikanischen Regulierungsbehörde SEC, hat sich zum wiederholten Mal zum Thema Kryptowährungen geäußert. Bei dem Event „Investing In America“, das von der SEC veranstaltet wurde, bekräftigte Clayton, dass man an der bewährten Regulierung von Token und ICOs festhalten möchte.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Am Mittwoch, dem 13. Juni, lud die Securities and Exchanges Commission (SEC) in das Standort-Büro in Atlanta zu einem Townhall-Meeting ein. Dieses Format ist in den USA vor allem im politischen Alltagsbetrieb sowie in Wahlkämpfen nicht unüblich. Dabei stellen sich ein oder mehrere Vertreter einer Partei oder einer Institution in einer offenen Runde den Fragen der interessierten Besucher. In dem am Mittwoch anberaumten Treffen waren neben Chairman Jay Clayton außerdem die Commissioner Kara Stein, Michael Piwowar, Robert Jackson und Hester Peirce anwesend.

Neben Fragen zum Schutz von Anlegern, etwa durch klare Regeln gegen betrügerische Investment-Praktiken, stellten Interessierte natürlich mal wieder auch Fragen zu Kryptowährungen. Dabei ging es nicht nur um die Regulierung von Kryptowährungen und ICOs, sondern auch um das Potential, das die Blockchain-Technologie mit sich bringt.

Zieht es innovative Technologien aus den USA heraus?

Ein Fragensteller sorgt sich beispielsweise um die Vorreiterrolle der USA in Sachen Innovation. So stellt er die Frage, wie die SEC gedenkt, Blockchain-Unternehmen, die nach Übersee ziehen, im Land zu behalten. Dazu seien klare Richtlinien vonnöten, die beschreiben, was man sich von der Technologie verspreche. Clayton betont das „unglaubliche Versprechen“ der Blockchain für die Zukunft des Wertpapierhandels und der Industrie. Besonders hebt er die Reduktion der Kosten durch die Blockchain hervor, inklusive der Kosten zur Verifizierung.


Dann wiederholt Clayton noch einmal die Haltung der SEC zu Initial Coin Offerings. Die Blockchain werde vermehrt zu Fundraising-Zwecken eingesetzt, weshalb hier ein Fokus der Behörde liege. Man werde die Token, die aus ICOs hervorgehen, weiterhin als Wertpapiere ansehen, weil sie in ihrem Zweck der traditionellen Kapitaleinnahme entsprechen.

Keine Ausnahmen bei der Regulierung von ICOs

„Viel von dem, was ich im ICO-Bereich gesehen habe, ist ein Wertpapierangebot. Es sammelt Geld für ein Projekt, in dem man sein Geld gegen eine Art von Recht tauscht, das eine Rendite auf ein Projekt widerspiegelt. Das ist ein Wertpapierangebot, ich weiß nicht, wie viel klarer ich es ausdrücken kann.“

Die Art und Weise, wie man Wertpapiere in den USA reguliert, habe sich bewährt und die Grundlage für ein erfolgreiches 19-Billionen-US-Dollar-Ökosystem geschaffen. Er erwarte, dass sich alle Teilnehmer der Volkswirtschaft an die aufgestellten Regeln halten. Ausnahmen für Krypto-Assets, die man als Wertpapiere einstuft, werde es nicht geben.

In der letzten Woche hatte sich der SEC-Chef bereits zum Bitcoin und zu ICOs zu Wort gemeldet. Den Bitcoin stufte er dabei nicht als Wertpapier, sondern als alternatives Zahlungsmittel ein. Anders sei die Lage bei ICOs, die man wie Wertpapiere regulieren möchte.

BTC-ECHO


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