Schweden könnte bald ein Blockchain Katasteramt einführen

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Flagge Schweden

Quelle: The Flag of Sweden von Per Bjarne via flickr (CC)

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Die Verwendung der Blockchain in schwedischen Registern nimmt zu. Das skandinavische Land könnte bald schon ein neues Grundbuchamt mithilfe eines dezentralen Ledgers, einer Blockchain, einführen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Mit der steigenden Anzahl von Einwohnern ist es schwer zu überprüfen wem etwas mal gehört hat. Beim Landbesitz sieht es allerdings anders aus. Es ist nicht leicht ein Stück Land zu verstecken, unter der Sonne kann es jeder finden. Jedoch ist es nach einiger Zeit schwierig zu erkennen wem das Land mal gehörte oder wem es nun gehört, da sich die Eigentümer ändern. Hier ist eine Form der Aufzeichnung wichtig.

Die dezentrale Ledger Technologie, das Rückgrat des Bitcoin, ist eine passende Möglichkeit um Eigentumsverhältnisse für andflächen zu verwalten. Einige Länder untersuchen die Technologie zurzeit und prüfen ob es sich lohnen könnte, dass Grundbuchamt damit auszustatten. Schweden ist nun das aktuellste Land, dass sich dieser Nachforschung gewidmet hat. Laut den letzten Neuigkeiten haben sich die schwedischen Behörden mit ChromaWay, Kairos Future und Telia zusammengetan, um ein Blockchain-gestütztes Katasteramt für Schweden zu entwickeln. ChromaWay ist eine schwedische Firma die Blockchain Lösungen entwickelt. Kairos Future ist eine Consulting-Firma und eine Telekommunikations-Firma.

Das Katastersystem befindet sich noch in der Entwicklung. Das Ergebnis soll ein Proof-of-Concept Produkt mit einem Framework sein. Die Behörden nutzen das Prood-of-Concept Model Framework mit dem White Paper um zu demonstrieren wie das Katastersystem funktioniert. Die Blockchain-gestützte Kataster-Datenbank macht sich das Blockchain-Konzept des unveränderlichen Besitzes zu Nutze. Dadurch wird gewährleistet, dass die Inhalte die in die Datenbank gespeichert werden, dort auch ewig bleiben. Landflächen verschwinden für gewöhnlich nicht einfach, und das sollen sie auch nicht aus der Datenbank. Updates zu den Details der Landfläche werden als seperate Einträge in die Datenbank eingefügt, somit bleibt die ganze Kette aller bisherigen Eigentümer erhalten.


Mit dem Ersetzen konventioneller Aufzeichnungssoftware durch Blockchain Technologie wird die Regierung Immobilienbetrügereien und illegalen Landraub unmöglich machen. Zusätzlich können Echtzeit-Updates zu der Beschaffenheit des Landes gemacht werden und es kann direkt abgefragt werden wer der Eigentümer ist. Darüber hinaus könnte ein begrenzter Zugang für Banken beim Katasteramt nützlich sein. Hier könnten Hypotheken, Kreditbewilligungen und die Erfassung automatisiert werden.

Rein praktisch könnte das Blockchain-gestützte Katasteramt die Dauer eines Immobilien bzw. Bauland-Deals auf einen Tag reduzieren. Mit den derzeitigen konventionellen Methoden in Schweden dauert so etwas bis zu einem Monat oder länger. Unglücklicherweise ist das neue Grundbuchsystem noch in der Konzeptionsphase. Die Schweden müssen sich also noch etwas gedulden bis sie von diesem effizienten System profitieren können.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Gautham via newsbtc.com


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