Schneller, sicherer und privater: TokenSoft und das Liquid Network im Bitcoin-Ökosystem

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Schneller, sicherer und privater: TokenSoft und das Liquid Network im Bitcoin-Ökosystem

Das auf internationales Recht spezialisierte Unternehmen TokenSoft kündigte an, das Liquid Network von Blockstream zu nutzen, um Unternehmen und Institutionen bei der Ausgabe von eigenen Token zu unterstützen. Eine Antwort auf das chaotische Jahr der ICOs.

Gegenwärtig scheint man sich als Fürsprecher von Bitcoin & Co. immer weniger den Mund fusselig reden zu müssen. Die Erzählung, dass Institutionen nicht nur Investitionen in Milliardenhöhe, sondern auch Vertrauen in den Markt bringen, scheint akzeptiert zu sein. Die Einlagensicherung sorgte indes auf Seiten von Institutionen und Organisationen immer wieder für Verunsicherung. Doch erst kürzlich meldete das Unternehmen Curv eine Kooperation mit der Münchener Rück, um Einlagen von jenen institutionellen Heilsbringern zu sichern. Auch TokenSoft ist auf diesem Gleis der Verwahrung, Verwaltung und Sicherung von Großinvestitionen im Bitcoin-Ökosystem unterwegs. Nun haben sie angekündigt, dass sie das Ausgeben von digitalen Wertpapieren im Liquid Network der Ideenschmiede Blockstream unterstützen wollen.

Blockstream und das Liquid Network

Blockstream beschäftigt etliche Entwickler von Bitcoin Core, die geläufigste Software im Bitcoin-Netzwerk, und zählt damit zu den wichtigsten Spielern im Krypto-Space. Ende September 2018 lancierte das kanadische Unternehmen das sogenannte Liquid Network. Dabei handelt es sich um eine private Sidechain von Bitcoin, die „schnelle und private Transaktionen zwischen seinen Mitgliedern sowie die Emission von digitalen Vermögenstiteln wie beispielsweise tokenisiertes Fiatgeld und Wertpapiere“ ermöglicht, heißt es auf deren Homepage. Ähnlich wie beim Lightning Network werden dafür Bitcoin ins separate Liquid Network eingespeist. In diesem Fall jedoch werden die BTC auch als Gegenwert zu den dort ausgegebenen digitalen Wertpapieren verwendet. Im Gegensatz zu Lightning gibt es bei Liquid keine Probleme mit großen Transaktionen. Ein weiterer Vorteil ist der privatere Charakter einer Liquid-Transaktion.

TokenSoft

TokenSoft rühmt sich mit seiner Erfahrung im vertraulichen und ordnungsgemäßen Umgang mit Banken, Wertanlagen und Steuerfragen in 56 Ländern. Außerdem verfolge das Unternehmen den Ansatz Security First. Zusammen mit über 20 Jahren Erfahrung mit der Blockchain-Technologie eigne sich das Team hinter TokenSoft als idealer Partner in der Entwicklung einer Strategie für digitale Wertgegenstände. Dazu der CEO von TokenSoft, Mason Borda:

Wir freuen uns, dass Liquid eine dringend nötige, robuste und skalierbare Blockchain-Lösung für digitale Wertpapiere auf den Weg bringt […]. TokenSoft und die Liquid-Securities-Plattform können zusammen eine stabile Grundlage für einen wachsenden Markt bilden. Wir werden die APIs von Liquid Securities unterstützen.

Borda sieht sein Unternehmen an der Schnittstelle zwischen dem Wunsch von Unternehmen, ihren eigenen Token auszugeben, und dem rechtlich einzuhaltenden Rahmen auf nationaler und internationaler Ebene. In einem Interview bezog Borda dazu Stellung:

Was wir 2017 gesehen haben, ist, dass viele Unternehmen ihre eigenen digitalen Wertanlagen ausgegeben haben. Sie wurden als Wertpapiere ausgegeben, aber die Unternehmen haben sich nicht an das ordnungsgemäße Prozedere gehalten […]. Wir haben [unser] Unternehmen dementsprechend darauf ausgerichtet, die Regularien der Ausgabe von Wertpapieren einzuhalten […]. Wir bauten unsere Firma auf, um Unternehmen bei der Ausgabe von digitalen Wertpapieren zu unterstützen, egal ob das innerhalb des eigenen Landes oder international geschehen soll.

Fazit

Die Partnerschaft dürfte also für zusätzlichen Wind in den Segeln der Regulierung von Kryptowährungen und Token sorgen. Dass damit das Vertrauen im Wirkungskreis von BTC & Co. zusätzlich wachsen wird, dürfte einleuchten.

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