Schneller, besser, effizient: Blockchain für die Deutsche Börse

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Die Deutsche Börse AG plant, künftig mit einer Blockchain-Lösung zu arbeiten. Dazu will das Unternehmen ein System entwickeln, mit dem man die Wertpapierabwicklung effizienter durchführen kann. Mit dem neuen System sollen die Prozesse insgesamt schneller, transparenter und damit auch effizienter werden.

Zusammen mit dem Finanzunternehmen HQLAX und der Corda-Plattform von R3 will die Deutsche Börse AG an einem System arbeiten, mit dem die Verwaltung von Wertpapieren effektiver wird.

Wie das Frankfurter Unternehmen in ihrer Pressemitteilung betont, ist das Vorhaben eine Reaktion darauf, dass das globale Wertpapier-System momentan zu uneinheitlich sei. Mit der Blockchain-Technologie wolle man die momentan zu hohen Kosten senken. Gleichzeitig wolle man die nötige Geschwindigkeit erhalten, die im Wertpapierhandel nötig ist.

Wie es aussieht, wird die Entwicklung nicht lange dauern. Schließlich gibt es bereits eine entsprechende Plattform, die HQLAX entwickelte. Damit tauschten die beiden Großbanken Credit Suisse bereits zu Beginn des Monats Wertpapiere in Echtzeit. Die Plattform sorgt beim Wertpapiertausch unter anderem dafür, die Eigentumsrechte an den jeweiligen Wertpapieren auszutauschen.

Mit der Verwendung der Blockchain-Lösung lässt sich die Notwendigkeit von Drittparteien bzw. Mittelsmännern umgehen. Beim Wertpapierhandel sind das die Clearinghäuser, die gewöhnlich für den Ablauf der Transaktionen zuständig sind. Fallen diese weg, sparen sich die Banken erhebliche Zeit und Kosten ein. Durch die Automatisierung gewisser Prozesse kann man zudem die Fehlerquote und den Missbrauch verringern.

Blockchain & die Börse

Mit der Plattform breitet sich die Blockchain-Technologie nun also nicht nur auf der Börse, sondern auch unter der Börse aus. Am 17. Januar öffnete die NASDAQ den Handel für und mit den Blockchain-ETF BLOK und BLCN. Blockchain-ETFs sind Finanzprodukte, mit denen man auf den Erfolg von Blockchcain-Unternehmen spekulieren kann. Weitere Finanzprodukte, die die Blockchhain-Technologie und die Börse miteinander verbinden, sind die Bitcoin-Futures, über die wir mehrfach berichteten.

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Über Phillip Horch

Phillip HorchPhillip Horch hat im Oktober 2017 sein Masterstudium in Literatur-Kunst-Medien an der Uni Konstanz abgeschlossen und arbeitet seitdem als freier Journalist. Bereits während seinem Studium hat er für verschiedene Magazine geschrieben und fasst nun in Berlin Fuß. Im Fokus seines journalistischen Schaffens stehen vor allem die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung, sodass er sich seit einiger Zeit auch mit dem Themenkomplex Blockchain und Kryptowährungen befasst.

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