Forschungsprojekt Siemens lanciert neue Blockchain-Initiative für lokalen Energiehandel

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Jacob Gleiss

von Jacob Gleiss

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Jacob Gleiß studiert seit 2018 Journalismus und Unternehmenskommunikation an der HMKW in Berlin. Er interessiert sich besonders für die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Siemens testet ein neues Blockchain-Projekt in der bayrischen Gemeinde Wildpoldsried. Dieses soll den Stromhandel zwischen Privatpersonen ermöglichen. Unterstützt wird das Projekt durch die Fachhochschule Kempten.

Am 22. Oktober 2020 kündigte Siemens an, eine Blockchain-basierte Handelsplattform namens „Pebbles“ zu testen. In der bayrischen Gemeinde Wildpoldsried soll die Technologie erstmals zum Einsatz kommen. Die Gemeinde produziert siebenmal soviel erneuerbare Energie als sie verbraucht. Die Blockchain soll nun dafür sorgen, dass die Gemeinde ihren Strom eigenständig und direkt vor Ort vermarkten kann.

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Siemens arbeitet bereits seit 2018 an dem Peer-to-Peer-Projekt. Die Initiative des Regionalversorgers Allgäuer Überlandwerk (AÜW), Netzbetreiber AllgäuNetz und Siemens läuft unter dem Namen Kiesel. Stefan Jessenberger, Kieselprojektinitiator bei Siemens beschreibt das Projekt wie folgt:

Bei Pebbles geht es um die Schaffung einer lokalen Energiehandelsplattform, die in der Lage ist, die Netznutzung und -stabilität zu optimieren, indem sie die verfügbare Flexibilität bei Angebot, Speicherung und Nachfrage nutzt. Das vielleicht wertvollste Kapital in dieser Gleichung ist die angebotene Flexibilität.

Privater Stromverkauf via App

Die Initiative beschäftigt sich mit einer App, mit deren Hilfe private Stromproduzenten ihren Strom an lokale Verbraucher verkaufen können. Direktvermarkter oder klassische Stromversorger müssten nicht mehr einbezogen werden. Außerdem hätten Nutzer die Möglichkeit, den entsprechenden Anteil und Preis für Strom aus lokalen Photovoltaik- und Windkraftanlagen selber festzulegen. Eine Blockchain soll dafür sorgen, dass alle Angaben transparent sind.

Indes erkläre Siemens, dass auf der Plattform außerdem steuerbare Lasten wie Wärmepumpen oder Ladestationen für Elektrofahrzeuge handelbar seien. Das Projekt soll verdeutlichen, dass die Kosten für die Energiewende gesenkt werden können.

Wenn ich eine Bitte an die verantwortlichen Politiker richten könnte, dann wäre es diese: Schauen Sie sich die regionalen Energiesysteme an – jetzt!

appeliert der Geschäftsführer von AÜW Michael Lucke an die Politik. Ihn reizt an dem Projekt vor allem, Dienstleistungen zu untersuchen, die einen Platz in einer vollständig dezentralen Energielandschaft haben. Er sei davon überzeugt, dass ein regionaler Energiemarkt einen Mehrwert für den Verbraucher schafft. Die bayrische Gemeinde Wildpoldsried freue sich indes darauf, schon bald eine Gemeinschaft von Energiehändlern zu werden.

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StablecoinsEuropäische Zentralbank fordert das letzte Wort

1 Stunde

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat der EU-Kommission ihre offizielle Einschätzung zur Krypto-Regulation mitgeteilt. Im Vordergrund steht die Entscheidungsmacht über Facebooks Diem und vergleichbare Stablecoins.

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Bereits im vergangenen September legte die EU ein eigenes Regelwerk für den Umgang mit Kryptowährungen vor. Für die Herausgeber von Stalbecoins waren darin strenge Kapital- und Liquiditätsanforderungen vorgesehen. In einer amtlichen Rechtsmeinung vom 19. Februar bezog die Europäische Zentralbank (EZB) dazu nun Stellung. Laut Reuters fordert die Finanzinstitution ein Vetorecht auf die Zulassung von Stablecoins. Demnach sollte:

die Beurteilung einer potenziellen Bedrohung für die Durchführung der Geldpolitk und des reibungslosen Funktionierens der Zahlungssysteme in die ausschließliche Zuständigkeit der EZB fallen.

Nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank stellen Stablecoins ein potenzielles Risiko für die Zahlungssicherheit in der Eurozone dar. Neben strikten Kontrollen fordert die Zentralbank deshalb, dass die Herausgeber ausreichend gegen einen möglichen Bank Run abgesichert sind. Sie müssen dafür über signifikante Bargeldreserven verfügen.

Am Krypto-Regelwerk der EU möchte die Zentralbank ebenfalls etwas ändern. Das Gesetz soll nach ihrem Willen festhalten, dass die Meinung der europäischen Behörden in Stablecoin-Fragen für nationale Entscheidungsträger bindend ist.

Europäische Zentralbank entwickelt eigene digital Währung

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, zählt in puncto Kryptowährungen eher zu den mahnenden Stimmen. Kryptowährungen attestierte sie zwar ein grundsätzliches Innovationspotenzial, Stablecoins benannte sie im vergangenen November aber als mögliche Gefahr für die staatliche Währungssouveränität. Jüngst erteilte Lagarde der Nutzung von Bitcoin als Reservewährung eine Absage.

Trotzdem arbeitet die Europäische Zentralbank an einer eigenen digitalen Zentralbankwährung. Der digitale Euro geht in den nächsten vier Jahren an die Startlinie. Von den Krypto-Regelungen der EU ist das geplante CBDC selbstverständlich ausgenommen.

#LaserRayUntil100KLaseraugen auf Twitter: Was bedeutet der Bitcoin-Trend?

17 Stunden

Michael Saylor hat es getan, Justin Sun hat es getan und auch Tyler Winklevoss konnte es nicht lassen: Auf sämtlichen Twitter-Kanälen zieren Laseraugen die Konterfeie prominenter Krypto-Persönlichkeiten. Was hat es mit dem Trend auf sich?

Seit einigen Tagen nun sind die Laseraugen immer häufiger auf den Twitter-Profilen bekannter Bitcoin-Persönlichkeiten zu finden. Neben Justin Sun, Nic Carter, Anthony Scaramucci, den Zwillingen Tyler und Cameron Winklevoss und Michael Saylor war auch Elon Musk zwischenzeitlich mit von der Partie. Der Tesla-Chef hat sein Profilbild zwar wieder gewechselt, der Laseraugen-Trend ist dennoch omnipräsent.

Kollektive Bitcoin-Werbeaktion

Losgetreten wurde der Trend vermutlich von der US-Senatorin Cynthia Lummis. Die bekennende Bitcoin-Hodlerin hatte einen im November einen Tweet aufgesetzt, der wahrscheinlich als Vorlage für den Trend gilt. Zu sehen ist Lummis, aus deren Augen Laserstrahlen in Richtung des Senatshaus-Emblems scheinen, über dem das Bitcoin-Symbol erstrahlt.

Seitdem der BTC-Kurs die 50.000er Marke durchbrochen hat, verbreiten sich die Laser-Augen unter dem Hashtag #LaserRayUntil100K wie ein Lauffeuer auf Twitter. Durch die Aktion soll sich Bitcoin seinen Weg in den Mainstream bahnen. Wie dem Hashtag bereits zu entnehmen ist, soll die Aktion erst bei einem Bitcoin-Wechselkurs von 100.000 US-Dollar enden.

Einzig der Binance-Chef hat sich die Augen noch nicht verpassen lassen. Auf Twitter lieferte Changpeng Zhao (CZ) jedoch die Entschuldigung:

Das Laser-Augen-Ding hat nicht funktioniert, zumindest nicht bei mir. Wir haben Daten, um es zu beweisen.

Nachschlag, bitte!90.000 BTC: MicroStrategy kauft Bitcoin für eine Milliarde US-Dollar

18 Stunden

Kaum ein Tag, an dem MicroStrategy kein Bitcoin Investment in die Welt posaunt. Das Softwareunternehmen nutzte den schwachen BTC-Moment für erneute Nachkäufe.

MicroStrategy wird nicht satt. Kaum dreht der BTC-Kurs nach Süden, da verkündet das börsennotierte Unternehmen einen Nachschlag. Laut einer Pressemeldung hat das Unternehmen weitere 19.452 Bitcoin erworben.

MicroStrategy und der Heißhunger nach Bitcoin

Das Investment hat sich das Unternehmen einiges kosten lassen. Insgesamt legte MicroStrategy rund 1,026 Milliarden US-Dollar in bar auf den Tisch. Der durchschnittliche Einkaufspreis lag demnach bei 52.765 US-Dollar pro Bitcoin, einschließlich Gebühren.

Somit belaufen sich die Bestände auf nunmehr 90.531 BTC, für die MicroStrategy insgesamt knapp 2,171 Milliarden US-Dollar aufgebracht hat. Ein lohnendes Geschäft: Im Schnitt hat das Unternehmen 23.985 US-Dollar pro Coin gezahlt. Das Unternehmen hat sein Investment also bereits mehr als verdoppelt.

MicroStrategy CEO Michael Saylor zeigt sich entsprechend euphorisch und erklärte die BTC-Einkaufspolitik sogleich als wesentliche Unternehmensstrategie.

Das Unternehmen hält nun über 90.000 Bitcoins, was unsere Überzeugung bekräftigt, dass Bitcoin als die am weitesten verbreitete Kryptowährung der Welt als zuverlässiges Wertaufbewahrungsmittel dienen kann. Wir werden weiterhin unsere Strategie verfolgen, Bitcoin mit überschüssigem Bargeld zu erwerben, und wir können von Zeit zu Zeit, abhängig von den Marktbedingungen, Schuldverschreibungen oder Aktien im Rahmen von Kapitalbeschaffungstransaktionen ausgeben, mit dem Ziel, den Erlös für den Erwerb weiterer Bitcoin zu verwenden.

Nicht nur MicroStrategy nutzte indes den kurzen BTC-Rücksetzer. Auch Zahlungsdienstleister Square hat die günstige Gelegenheit für Nachkäufe genutzt, wie BTC-ECHO berichtete. Den BTC-Großeinkauf kündigte MicroStrategy bereits am 16. Februar mittels einer Pressemitteilung an.

AktienkorrekturElon Musk ist nicht mehr der reichste Mensch der Welt

22 Stunden

Die Tesla-Aktie befindet sich seit Ende Januar in einem Abwärtstrend und nachdem Elon Musks Unternehmen kürzlich auch in Bitcoin eingestiegen ist, fiel der Kurs sogar noch stärker.

Bitcoin (BTC) und die Tesla-Aktie sind in den letzten Tagen stark gefallen. Die Aktie des Automobilherstellers ist seit ihrem Allzeithoch bei 890 US-Dollar sogar um mehr als 25 Prozent eingeknickt.

Allein am vergangenen Dienstag fiel der Kurs von Tesla innerhalb eines einzelnen Handelstages um 13 Prozent. Seit Anfang September war das der schlechteste Handelstag von Tesla.

Anleger strafen Elon Musk ab

Obwohl sich der Bitcoin-Kurs seit dem Einstieg von Elon Musk Anfang Februar sehr positiv entwickelt hat, scheinen viele Anleger das Investment kritisch zu sehen. Dennoch glaubt Dan Ives, ein Analyst der in Los Angeles ansässigen Investmentfirma Wedbush, dass sich Tesla mit seinem Bitcoin Investment langfristig positionieren will.

Bereits jetzt habe das Unternehmen von Elon Musk auf dem Papier enorme Gewinne mit Bitcoin erzielt, so Ives. Es sei daher noch zu früh, um zu beurteilen, ob die Entscheidung von Tesla schlecht gewesen ist. Tesla besitzt schätzungsweise 48.000 BTC. Während des BTC-Allzeithochs vom 21. Februar hatte das Unternehmen so umgerechnet knapp eine Milliarde US-Dollar theoretischen Gewinn verzeichnet.

Dennoch ist Fakt, dass der Kursrückgang von Bitcoin und der Tesla-Aktie dazu geführt hat, dass Elon Musk nicht mehr an der Spitze des Bloomberg Billionaires Index steht.

Jeff Bezos ist nun wieder mit einem Gesamtnettovermögen von 187 Milliarden US-Dollar der reichste Mensch der Welt. Ob das jedoch so bleibt, ist fraglich. Denn schon erholen sich sowohl die Kryptowährungen, als auch der Tesla-Kurs von ihren kurzfristigen Korrekturen.

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