Mining-Profiteur Northern Data AG profitiert vom Bitcoin-Boom

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Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

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Daniel befindet sich im Endspurt seines Journalismus-Studiums. Er ist der Überzeugung, dass Kryptowährungen in Zukunft das traditionelle Geldgeschäft ablösen werden.

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Gang in einem Hochleistungsrechner

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Das High-Performance-Computing-Unternehmen Northern Data AG gab in einer Pressemitteilung bekannt, bestehende Rechenstandorte weiterentwickeln und neue Niederlassungen gründen zu wollen.

Wie aus einer Pressemitteilung vom 18. Dezember hervorgeht, will die deutsche HPC-Gesellschaft in neue Rechenleistungszentren investieren und bestehende weiter ausbauen. Aktuell baut das Unternehmen in Texas ein riesiges Rechenzentrum auf und will darüber hinaus in seinen seit 2018 bestehenden Standort in Norwegen investieren. Der Frankfurter Rechendienstleister bietet seinen Kunden infrastrukturelle Lösungen für diverse HPC-Anwendungen, unter anderem Bitcoin-Mining, Blockchain und Künstliche Intelligenz. Mit dem Anstieg des Bitcoin profitiert Northern Data in Form von Basisvergütung und in einigen Fällen mit „erfolgsabhängigen Vergütungskomponenten“ sogar doppelt. Im Juli musste das Unternehmen einen Einbruch seines Aktienkurses hinnehmen, nachdem eine mutmaßliche Schmierenkampagne harsche Kritik am Geschäftsmodell der Gesellschaft übte.

Northern Data plant neuen Supercomputer

Neben dem Ausbau und der Erschließung neuer Niederlassungen arbeitet Northern Data auch an einem neuen Supercomputer, der zum Ende des ersten Quartals in Betrieb genommen werden soll. Dabei soll die Rechenleistung des geplanten Hochleistungsrechners nach Unternehmensangaben bis zu 404 Petaflops betragen. Damit wäre der Computer der zweitschnellste der Welt. Nur dem japanischen Platzhirsch Fugaku (537 Petaflops) muss sich das Exemplar von Northern Data geschlagen geben.

Erfahrung im Bereich Bitcoin Mining als Basis des Erfolgs

CEO Aroosh Thillainathan kommentiert die aktuelle Lage seines Unternehmens wie folgt:

Mit mehr als sieben Jahren Erfahrung im Bereich Bitcoin Mining und innovativen Lösungen […] verfügt Northern Data über einen Technologievorsprung gegenüber dem Wettbewerb wie kein zweites Unternehmen am Markt. Dies ist die Basis unseres Erfolges.

Mit den aktuellen Entwicklungen und Planungen erwartet Northern Data für 2021 Umsatzerlöse zwischen 350 bis 400 Millionen Euro. Dabei rechnet das Unternehmen mit einem EBITA zwischen 100 bis 125 Millionen Euro.



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Krypto-AdaptionNach Bitcoin: Pornhub akzeptiert jetzt auch XRP, BNB, USDC und DOGE

2 Stunden

Seitdem sich PayPal, Visa und Mastercard aus dem anrüchigen Geschäft zurückgezogen haben, setzt Pornhub auf Kryptowährungen bei den Bezahlmodalitäten und erweiterte nun das Portfolio um einige prominente Coins.

Da der Erotikseite Pornhub immer mehr Zahlungsanbieter abspringen, scheint die Krypto-Integration nur eine logische Konsequenz. Mit der jüngsten Aufnahme von XRP, BNB, USDC und DOGE steigt die Auswahl auf aktuell 16 Coins an, darunter Bitcoin, Ethereum und Litecoin und der geradezu prädestinierte Privacy Coin Monero sowie der Stablecoin Tether.

Mit PayPal, Visa und Mastercard haben sich gleich drei Zahlungsgiganten im letzten Jahr von Pornhub distanziert. Dabei feierten gerade Erotikseiten im Krisenjahr Hochkonjunktur. Durch den Wegfall der Zahlungsdienstleister ist so eine Lücke entstanden, die die Kryptowährungen nun füllen.


Aufgrund der hohen Nutzerzahlen ist die Integration von Kryptowährungen dabei nicht nur als amüsante Randnotiz abzutun. Obwohl wenige statistische Erfassungen vorliegen, ist die Porno-Branche in den letzten Jahren zu einer globalen, milliardenschweren Industrie herangewachsen. Pornhub ist mit über einhundert Millionen Besuchern am Tag die wohl größte Seite.

Die Integration von Kryptowährungen hilft zum einen privaten Filmemachern, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Darüber hinaus dürfte Pornhub aber auch keinen unwesentlichen Beitrag zur Krypto-Adaption liefern. Auch wenn der Blick gerne verstohlen daran vorbeiwandert.

TerrorismusfinanzierungDesignierte US-Finanzministerin Yellen nimmt Kryptowährungen ins Visier

3 Stunden

Die designierte US-Finanzministerin Janet Yellen hat sich während einer Befragung vor dem Senat kritisch gegenüber Kryptowährungen geäußert. Kryptowährungen seien ein gefährliches Vehikel zur Terrorismusfinanzierung.

In einer Videokonferenz stand die künftige US-Finanzministerin Janet Yellen dem Finanzausschuss des Senats am 19. Januar Rede und Antwort. Vorrangig ging es während der Anhörung um Pläne, die helfen sollen, die US-Wirtschaft aus ihrer Corona-Wirtschafts-Krise zu befreien. Doch auch Kryptowährungen fanden ihre Erwähnung.

Auf die Frage von Senatorin Maggie Hassan, welche Bedeutung die ehemalige Präsidentin der Federal Reserve Kryptowährungen im Kampf gegen Terrorismusfinanzierung beimesse, antwortete Yellen:

Ich denke, dass viele Kryptowährungen, zumindest im Sinne von Transaktionen, hauptsächlich zur illegalen Finanzierung verwendet werden und ich denke, dass wir wirklich Wege untersuchen müssen, wie wir ihre Verwendung einschränken und sicherstellen können, dass die Geldwäsche nicht über diese Kanäle erfolgt.

Besonderes Gewicht erhalten die Aussagen vor dem Hintergrund des Angriffs auf das Kapitol. Wie das Blockchain-Unternehmen Chainalysis nachgewiesen hat, flossen im Vorfeld erhebliche Bitcoin-Spenden von Frankreich aus an diverse rechtsextreme Organisationen, die an der Erstürmung des Parlamentsgebäudes beteiligt gewesen sein sollen.

Doch auch ohne diesen Vorfall ist die von Yellen vertretene Haltung gegenüber Kryptowährungen keineswegs neu. Immer wieder werden Bitcoin und Co. als beliebte Vehikel zur Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung abgeschrieben. Ob Yellen während ihrer Amtszeit der Regulierung von Kryptowährungen besondere Aufmerksamkeit schenkt, ist noch offen. Die Wirtschaftswissenschaftlerin muss noch formell vom Senat als Finanzministerin bestätigt werden und würde als erste Frau überhaupt das Amt bekleiden.

Zensurfreies InternetBrave integriert IFPS

18 Stunden

Der Krypto-Browser Brave unterstützt künftig das Interplanetary File System (IFPS). Damit können Brave-Nutzer fortan IFPS-Adressen direkt aufrufen – oder mit einem Klick zur IFPS Node werden.

Die Desktop-Version des Brave Browsers unterstützt fortan das IPFS. Das hat Brave Software, das Unternehmen hinter dem auf Datenschutz fokussierten Browser, am 19. Januar in einer Pressmitteilung verkündet. Das IFPS ist ein Peer-to-Peer-Netzwerk, das ein Zensur-freies Internet ermöglicht. Einen bekannteren Einsatz fand das IFPS beispielsweise, als der türkische Präsident Erdogan Ende 2017 für seine Landsmänner und -Frauen den Zugriff auf Wikipedia sperrte. Die Sperre sollte bis zum 15. Januar 2020 anhalten. Aktivisten hatten seinerzeit eine Kopie der Wikipedia auf dem IFPS angefertigt – und dem Autokraten damit ein Schnippchen geschlagen.

Brave und IFPS gegen die Zensurwut

Mit dem jüngsten Update des Krypto-Browsers Brave sollen die Nutzer fortan nicht nur die Möglichkeit haben, Ipfs://-URLs aufzurufen, sondern auch selbst einen IFPS Node zu betreiben und Daten ins IFPS auszulagern. Molly Mackinlay, Projektmanagerin bei IPFS, sieht in der Kooperation einen Gewinn für das dezentralisierte Web (dWeb). Und lässt dabei durchscheinen, dass das türkische Staatsoberhaupt nach wie vor unfreiwillig Werbung für ein Zensur-resistentes Web macht:

Indem die Vorteile des dWeb zu Brave-Nutzern gebracht werden, werden die Bemühungen von IPFS, die systemische Datenzensur durch Unternehmen und Nationalstaaten zu beseitigen, nun durch die Integration mit Brave verstärkt. Heute können Webnutzer auf der ganzen Welt nicht auf eingeschränkte Inhalte zugreifen, darunter zum Beispiel Teile von Wikipedia in Thailand, über 100.000 gesperrte Websites in der Türkei und kritischer Zugang zu COVID-19-Informationen in China. Jetzt kann jeder mit einer Internetverbindung auf diese kritischen Informationen über IPFS im Brave-Browser zugreifen,

lässt sich Mackinlay in der Pressemitteilung zitieren.

Der Merchandise-Shop von Brave setzt bereits seit April 2020 auf das IFPS, das aus dem gleichen Hause stammt – Protocol Labs – wie der im Spätjahr 2020 lancierte Filecoin. Letzterer soll das IFPS um ein dezentrales Speichernetzwerk ergänzen.

Deutsche-Bank-UmfrageBitcoin und Tech-Aktien haben Blasenpotential

20 Stunden

Wie der US-amerikanische Fernsehsender CNBC berichtet, halten Befragte der Deutschen Bank Bitcoin und Tech-Aktien aktuell für die größten Marktblasen.

Laut des US-Senders CNBC befragte die Deutsche Bank 627 Marktexperten, wovon ein Großteil (89 Prozent) einigen Finanzmärkten attestierten, sich auf den Bereich einer Blase zuzubewegen. Dabei stünden vor allem Bitcoin und Aktien von Technologieunternehmen aus den USA im Fokus. Demnach gaben die Hälfte der Befragten, basierend auf einer Finanzblasen-Skala von 1 bis 10, Bitcoin die Höchstwertung. US-Tech-Aktien belegten den zweiten Platz mit einer durchschnittlichen Wertung von 7,9 von 10, wobei 83 Prozent eine Beurteilung von mindestens 7 verteilten.

Laut der Umfrage glauben einige Investoren, dass neben dem Bitcoin auch der Aktienkurs des Elektroautoherstellers Tesla fallen werde. Dazu sagte die Deutsche Bank:

Auf die Frage nach dem 12-Monats-Schicksal von Bitcoin und Tesla – einer Aktie, die für eine potenzielle Tech-Blase steht – glaubt eine Mehrheit der Befragten, dass sie sich von diesem Niveau aus eher halbieren als verdoppeln werden, wobei Tesla nach Meinung der Rezipienten anfälliger ist.

Skepsis gegenüber Bitcoin auch in Deutschland hoch

Auch in Deutschland ist die Skepsis gegenüber Bitcoin hoch. Das ermittelte im Dezember letzten Jahres der Digitalverband Bitkom in einer repräsentativen Umfrage. Demnach gaben lediglich zwei Prozent der über 16-Jährigen an, in Kryptowährungen investiert zu haben. Rund ein Fünftel (18 Prozent) konnte sich ein Investment vorstellen. Der Rest der Befragten äußerte Skepsis gegenüber Bitcoin und Co. Und das, obwohl der Anteil derer, die angaben, etwas von Kryptowährungen gehört oder gelesen zu haben, deutlich gestiegen ist (76 Prozent).

Konkret hielten 66 Prozent der Befragten digitale Zahlungsmittel für zu kompliziert. 55 Prozent gaben an, dass sich Kryptowährungen eher für Spekulanten eigneten. Indes attestierten aber auch drei von zehn Teilnehmern, dass Bitcoin und Co. eine sichere Alternative zum etablierten Geldsystem seien. Unter den 16 bis 29-Jährigen waren es sogar 43 Prozent. Zudem beurteilt jeder Vierte langfristige Investments in digitale Wertanlagen als sinnvoll. Befragt wurden landesweit 1.004 Personen.