CBDC Estland: Forschung zu digitaler Zentralbankwährung hat begonnen

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Alexander Leyde

von Alexander Leyde

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Estland forscht zu digitaler Zentralbankwährung: Die Notenbank Eesti Pank hat bekannt gegeben, dass sie mit zwei privaten Unternehmen die Blockchain-Adaption für eine national ausgegebene Kryptowährung erörtert.

Wie die Zentralbank von Estland in einer Pressemitteilung am 2. Oktober bekannt gegeben hat, hat sie mit der Forschung zu einer digitalen Zentralbankwährung begonnen. Es geht um die Frage, wie die Infrastruktur einer solchen „Central Bank Digital Currency“ (CBDC) aussehen kann. Die Erklärung ist am gleichen Tag wie der Bericht zum E-Euro der Europäischen Zentralbank (EZB) erschienen.

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Dabei kooperiert die Notenbank zusammen mit den internationalen Unternehmen Guardtime und der Sw7 Group. Das 2007 gegründete Guardtime konzipiert und implementiert Krypto-Lösungen, während das auf den B2B-Bereich spezialisierte Sw7 ein Netzwerk und Ressourcen bereitstellt. Estland nutzt die Keyless Signature Infrastructure von Guardtime bereits für Regierungsanwendungen wie im Gesundheitswesen, in der Schifffahrt und beim Militär. Nun möchte es die Brauchbarkeit der Lösung für CBDC abwägen.

Europäische CBDC: Estland als Vorreiter?

Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Die estnische Zentralbank möchte das Problem einer skalierbaren, praktischen und sicheren CBDC auf Blockchain-Basis angehen. Während das Land seit den massiven Hacker-Angriffen des Jahres 2007 auf die Technologie setzt und dessen Sicherheit und Praxistauglichkeit schätzt, sieht es bei der Skalierbarkeit anders aus: Diese stellt noch immer die größte Hürde bei der Implementierung von Blockchain-Lösungen dar.

Auch die Europäische Zentralbank forscht mittlerweile zu einem digitalen Euro. Christine Lagarde als Präsidentin hat verkündet, dass sie Mitte 2021 eine Entscheidung zur Einführung einer CBDC im Euroraum treffen wird. In keinem Fall würde Bargeld jedoch abgeschafft werden – ein E-Euro würde nur komplementär existieren, um etwa in Krisensituation als Zahlungsmittel dienen zu können.


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74 ProzentChinesischer NEO-Coin schüttelt Krypto-Crash ab

1 Stunde

Der Coin der dezentralen chinesischen Plattform NEO hat den Krypto-Crash abgeschüttelt. Zwischenzeitlich stieg die Kryptowährung um 74 Prozent.

Nachdem der gesamte Kryptomarkt im Durchschnitt um 20 Prozent eingesackt war, erholen sich die meisten Coins langsam vom Crash. Einer der Top-Performer ist NEO. Die Kryptowährung nutze die Schwächephase aus und konnte zwischenzeitlich um fast 74 Prozent auf 133,08 US-Dollar steigen. Im Wochenvergleich waren es sogar knapp 118 Prozent. Zu Redaktionsschluss handelt NEO bei 117 US-Dollar. Damit schaffte es der Coin, an vergangene Zeiten aus 2018 anzuknüpfen, als der Kurs des chinesischen Krypto-Projekts noch dreistellige Zahlen vorweisen konnte.

Ein Grund für den Kursanstieg könnten erste positive Resonanzen auf das Ende März vollzogene N3-Update sein. Die neue Version verbesserte unter anderem die Transaktionsgeschwindigkeit von 1.000 auf 5.000 TPS (Transactions per Second) und senkte damit auch die Transaktionskosten (Gas Fees) um das 100-fache. NEO gilt als das “Ethereum Chinas”. Das Protokoll der Plattform erlaubt es, Smart Contracts und Distributed Apps zu entwickeln und auszuführen. Dennoch zeigen sich gravierende Unterschiede, wie NEO-Gründer und CEO Da Hongfei gegenüber BTC-ECHO im Interview erklärte:

Das Design ist sehr unterschiedlich. Zum Beispiel gewichten wir die Transaktionsfinalität sehr stark. Der Konsens-Mechanismus, den wir gewählt haben, nennt sich default Byzantine Fault Tolerance, kurz dBFT. Wir sind die weltweit erste Firma, die diesen Konsens-Algorithmus in eine öffentliche Blockchain eingebaut hat. Zudem unterscheidet sich unser Smart-Contract-System stark von dem von Ethereum. Unser System ist viel benutzerfreundlicher, da Entwickler keine eigene Programmiersprache lernen müssen.

Da Hongfei, NEO-Gründer und CEO gegenüber BTC-ECHO.

Dabei legt das Projekt seinen Fokus unter anderem auch auf Videospielen. Laut Da seien die Hürden für Blockchain-Games aber aktuell noch zu hoch, da sie noch nicht über die erforderliche Benutzerfreundlichkeit verfügten. Inwiefern diese Probleme mit dem neuen Update behoben werden können, wird sich zeigen.

FilecoinKonsortium baut Chinas größte Filecoin-Mining-Farm

6 Stunden

Filecoin boomt in China. Nun ist der Bau einer großen Mining-Anlage geplant.

Das chinesische Blockchain-Konsortium IPFSUnion plant den Bau einer riesigen Anlage zum Minen von Filecoin. Es unterstützt den Bau des Jiangxi Big Data Industrial Park mit einem “großen Investment”.

Die Höhe der Investition wurde im Internet zeitweise mit 1,3 Milliarden US-Dollar angegeben. Mittlerweile ist die Zahl indessen aus dem Ankündigungs-Blogpost auf der Filecoin-Webseite verschwunden. Fest steht hingegen, dass die geplante Anlage den Segen der chinesischen Regierung hat. Ein örtlicher Industriefonds steuerte ferner 15 Millionen US-Dollar für den Bau des Mining-Zentrums in der Stadt Fuzhou im östlichen China bei.

Das größte Filecoin-Projekt Chinas

Die IPFSUnion ist ein Konsortium, das auf Cloud-Dienste und verteilte Dateisysteme spezialisiert ist. Zu den Mitgliedern zählen der chinesische Handelsriese Alibaba sowie große Tech-Unternehmen wie Microsoft, SAP, Huawei und AMD. Seit 2016 beteiligt sich der Zusammenschluss am Krypto-Space. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem IPFS-Protokoll für Datenaustausch, das auch die Grundlage des Filecoin-Ökosystems bildet. Mit der Kryptowährung können Nutzer freien Speicherplatz automatisiert vermieten. Der Filecoin-Kurs ging in den letzten Monaten durch die Decke.

Das Mining-Zentrum soll deshalb auch eine große Anlage zur Datenspeicherung werden. IPFSUnion möchte 100.000 bis 150.000 Server aufstellen und plant den Bau einer Produktionsanlage zur Herstellung von weiteren Netzwerkrechnern. Das Konsortium gibt ferner an, an der Entwicklung eines Cloud-Dienstes für die Industrie zu arbeiten. Dabei wolle man die Preise auf ein Zehntel dessen drücken, was die Konkurrenz verlangt.

Freedom of speechSnowden lanciert NFT im Namen der Pressefreiheit

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Der Whistleblower Edward Snowden lanciert seinen ersten NFT und möchte, dass der Verkaufserlös der Pressefreiheit zugutekommt.

Der Whistleblower und ehemalige CIA-Agent Edward Snowden hat enthüllt, dass er in die Welt der Non-Fungible-Token (NFT) Assets einsteigt. Er kündigte zudem an, dass der Verkaufserlös zu 100 Prozent an die Freedom of the Press Foundation gehen wird. Snowden gilt als strenger Verfechter der Privatsphäre und Pressefreiheit. In der Vergangenheit erklärte er mehrmals seine positive Haltung zu digitalen Währungen. Zuletzt bemängelte Snowden jedoch den Mangel an Transaktionsdaten.

Das sind die teuersten NFT aller Zeiten

Portrait von Snowden stammt von Platon

Die Auktion läuft auf dem NFT-Handelsplatz Foundation. Das aktuelle Höchstgebot liegt bei 200 ETH. Zuvor hatte Kraken-CEO Jesse Powell ein Gebot in Höhe von 150 ETH abgegeben. Das NFT zeigt ein Abbild einer Gerichtsentscheidung, die besagt, dass die Massenüberwachung der National Security Agency gegen das Gesetz verstößt. Daneben ist ein Portrait von Snowden höchstselbst zu sehen, das vom Fotografen mit dem Künstlernamen Platon stammt. 

Wie es im Auktionsangebot heißt, wurde der NFT mit dem Konterfei von Snowden mit Open-Source-Software hergestellt. Das digitale Sammlerstück wurde laut der NFT-Beschreibung am 14. April 2021 um 22:13 Uhr in einfacher Ausführung geprägt. Die Auktion läuft noch bis zum 16. April, 20:53 (CET).

Corona-AusfälleMick Jagger lanciert NFT zugunsten angeschlagener Kneipen

3 Tagen

Fehlende Auftritte setzen der Veranstaltungsbranche massiv zu. Mick Jagger lanciert daher einen NFT, um angeschlagenen Lokalen zu helfen. Mit von der Partie ist auch Foo-Fighters Frontmann Dave Grohl.

Die Veranstaltungsbranche gehört mit zu den großen Verlierern der anhaltenden Corona-Pandemie. Auch solche Showgrößen, die aufgrund fehlender Auftritte nicht am Hungertuch nagen müssen, fühlen sich offenbar in die Pflicht genommen. So bringt Rolling Stones-Frontmann Mick Jagger jetzt einen NFT heraus, mit dem er unabhängige Musiklokalen finanziell unter die Arme greifen möchte. Schon seit geraumer Zeit finden Musiker an NFT Gefallen, außergewöhnlich ist jedoch der karitative Zweck von Jaggers Aktion.

Jagger holt Dave Grohl als musikalische Unterstützung

Jagger sagte in einem Tweet, dass er eine 24-Stunden-Auktion auf Nifty Gateway gestartet hat. Feilgeboten wird dort ein NFT, basierend auf einem neuen Song mit Foo Fighters-Frontmann Dave Grohl. Das digitale Stück, das vom Künstler Oliver Latta, auch bekannt als Extraweg, entworfen wurde, zeigt eine Videoschleife einer Figur, die durch zwei menschliche Köpfe läuft. Im Hintergrund erklingt dabei Grohls und Jaggers Song “Eazy Sleazy”.

Die Auktion soll laut Mick Jagger helfen, Geld für unabhängige Musiklokale in den USA und Großbritannien zu sammeln. Der Erlös kommt in großen Teilen den lokalen Wohltätigkeitsorganisationen Music Venue Trust und National Independent Venue Association zugute. Ein Teil des Erlöses wird auch für Umweltschutzzwecke verwendet. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt das höchste Gebot bei 10.200 US-Dollar. 

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