Premiere Bank of Thailand emittiert 1,6 Mrd. USD über IBM Blockchain

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Jacob Gleiss

von Jacob Gleiss

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Jacob Gleiß studiert seit 2018 Journalismus und Unternehmenskommunikation an der HMKW in Berlin. Er interessiert sich besonders für die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Die Bank of Thailand führt die weltweit erste Staatsanleihe über die IBM Blockchain-Technologie ein.

Die International Business Machines Corporation (IBM) gab heute bekannt, dass die thailändische Zentralbank (BOT) die weltweit erste Blockchain-basierte Plattform für staatliche Sparbriefe ins Leben gerufen hat. Das Gesamtvolumen beträgt 1,6 Milliarden US-Dollar. 

Durch die Nutzung der Blockchain-Technologie haben Anleger die Möglichkeit, von einer schnellen Emission von Anleihen zu profitieren. Der zuvor 15 Tage dauernde Prozess reduziert sich nun auf nur noch zwei Tage. Die betriebliche Komplexität und die Gesamtkosten für die Ausgabe von Anleihen reduzieren sich ebenfalls.

In der Vergangenheit stellte der Verkauf von staatlichen Sparbriefen einen komplexen, zeitaufwändigen Prozess mit mehreren Parteien dar. Durch das Nicht-Echtzeitsystem, doppelte Validierungsschritte und manuelle Abstimmung kam es immer wieder zu Fehlern und Redundanzen. Durch die Blockchain-Technologie soll die Plattform für Netzwerkteilnehmer nun zu einer „unveränderlichen Echtzeit-Wahrheitsquelle“ werden. Außerdem können thailändische Anleger nun Anleihen bis zum Maximalwert ihrer individuell zugewiesenen Quote bei einer einzigen Bank kaufen.

Der Erfolg der Bank of Thailand mit dem Projekt für staatliche Sparbriefe ist das jüngste Beispiel dafür, wie die Blockchain-Technologie die Arbeitsweise von Unternehmen neu definieren kann, indem komplexe Prozesse vereinfacht werden, was zu einer schnellen, transparenten, sicheren und effizienten Zusammenarbeit zwischen mehreren Parteien führt. 

lässt sich Patama Chantaruck, VP für Indochina Expansion und MD von IBM Thailand, zitieren. Insgesamt sind neben der Zentralbank und IBM sieben weitere Unternehmen an den Bemühungen zur Entwicklung einer sicheren und effizienten Infrastruktur für Staatsanleihen beteiligt. Darunter der Thailand Securities Depository Co., Public Debt Management Office, der Thai Bond Market Association sowie vier weitere Banken.


Die Bank of Thailand startete bereits im Juni einen Pilotversuch, um ihre digitale Währung zu testen und plant nun die Blockchain auf alle anderen Staatsanleihen auszudehnen. Indes verfolgt die Bank auch Smart Contracts für die dezentrale Finanzierung der digitalen Währung.


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Wir wollen das Krypto-Ökosystem in Brasilien entwickeln und einen Markt schaffen, der so weit entwickelt ist, wie der der Vereinigten Staaten. Um das zu erreichen, wollen wir mit Mercado Bitcoin eine der fünf größten digitalen Börsen der Welt werden. Dabei sind wir heute bereits die größte Börse in Lateinamerika und operieren fast ausschließlich in Brasilien. Zudem schauen wir uns die anderen Märkte an […]. Unser langfristiges Ziel ist es, am Aufbau einer neuen Infrastruktur für den Finanzmarkt (IWF), die auf Blockchain, Smart Contracts und Krypto-Assets basiert, teilzunehmen.

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KehrtwendeStrebt Janet Yellen nun doch eine Krypto-freundliche Regulierung an?

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Die designierte US-Finanzministerin Janet Yellen hat sich während einer Befragung vor dem Senat kritisch gegenüber Kryptowährungen geäußert. Kryptowährungen seien ein gefährliches Vehikel zur Terrorismusfinanzierung.

In einer Videokonferenz stand die künftige US-Finanzministerin Janet Yellen dem Finanzausschuss des Senats am 19. Januar Rede und Antwort. Vorrangig ging es während der Anhörung um Pläne, die helfen sollen, die US-Wirtschaft aus ihrer Corona-Wirtschafts-Krise zu befreien. Doch auch Kryptowährungen fanden ihre Erwähnung.

Auf die Frage der Senatorin Maggie Hassan, welche Bedeutung die ehemalige Präsidentin der Federal Reserve Kryptowährungen im Kampf gegen Terrorismusfinanzierung beimesse, antwortete Yellen:

Ich denke, dass viele Kryptowährungen, zumindest im Sinne von Transaktionen, hauptsächlich zur illegalen Finanzierung verwendet werden und ich denke, dass wir wirklich Wege untersuchen müssen, wie wir ihre Verwendung einschränken und sicherstellen können, dass die Geldwäsche nicht über diese Kanäle erfolgt.

Besonderes Gewicht erhalten die Aussagen vor dem Hintergrund des Angriffs auf das Kapitol. Wie das Blockchain-Unternehmen Chainalysis nachwies, flossen im Vorfeld erhebliche Bitcoin-Spenden von Frankreich aus an diverse rechtsextreme Organisationen, die an der Erstürmung des Parlamentsgebäudes beteiligt gewesen sein sollen – BTC-ECHO berichtete.

In einer schriftlichen Stellungnahme vom 21. Januar erklärte Yellen jedoch, dass es auch “wichtig sei, die Vorteile von Kryptowährungen und anderen digitalen Vermögenswerten zu berücksichtigen, und das Potenzial, das sie haben, um die Effizienz des Finanzsystems zu verbessern”. Zwar müsse man die “Nutzung für bösartige und illegale Aktivitäten” einschränken. Aber “legitime Aktivitäten” mit Kryptowährungen gelte es regulatorisch zu fördern.

Bitcoin und andere digitale und Kryptowährungen ermöglichen Finanztransaktionen rund um den Globus. Wie viele technologische Entwicklungen bietet auch dies potenzielle Vorteile für die USA und unsere Verbündeten.

Yelln ergänzt, dass sie bei ihrer Ernennung eng mit dem Federal Reserve Board und anderen Banken- und Wertpapieraufsichtsbehörden zusammenarbeiten werde, “um einen effektiven regulatorischen Rahmen für diese und andere Fintech-Innovationen zu schaffen”.

Fahrzeugpapiere, bitteBlockchain-Initiative zur Betrugsbekämpfung bei Gebrauchtwagen

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Vor Kurzem gab die Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI) bekannt, ein neue Initiative gegründet zu haben. Diese soll mit der Unterstützung einer Blockchain-Technologie gegen Betrug im Gebrauchtwagen-Bereich vorgehen. Mit von der Partie sind unter anderem Ford und BMW.

Am 19. Januar 2021 veröffentlichte MOBI eine Pressemitteilung, in der die Initiative angekündigt wurde. In erster Linie gehe es dabei um das immer wieder auftretende Problem zurückgestellter Kilometerzähler von Gebrauchtwagen seitens der Verkäufer. Diese verfälschen die bereits zurückgelegte Strecke, um den Preis des jeweiligen Fahrzeugs in die Höhe zu treiben. Um Verfälschungen dieser Art zu stoppen, setzt MOBI nun auf eine Blockchain-Technologie und hat einen neuen Fahrzeuginformationsstandard namens “VID II” ins Leben gerufen. Ford und BMW leiten die VID-II-Arbeitsgruppe. “Geburtsurkunden” sollen einen unverfälschten Einblick in die gebrauchten Fahrzeuge gewährleisten.

Mit der Fahrzeugregistrierung in Blockchain können früher getrennte Fahrzeugregistrierungssysteme zwischen Staaten und Ländern über ein sicheres, gemeinsam genutztes und vertrauenswürdiges Hauptbuch verbunden werden.

So heißt es in der Ankündigung. Des Weiteren würde die Rückverfolgbarkeit der Wartungen Käufern und Aufsichtsbehörden einen höheren Schutz hinsichtlich der Fahrzeuginformationen gewährleisten. Honda, IBM, Hitachi America und Quantstam unterstützen VID II neben Ford und BMW ebenfalls.

Die Automobilindustrie setzt auf Blockchain

Bereits im Jahr 2018 sprach MOBI erstmals von der Einführung einer Blockchain-Technologie in die Automobilindustrie. Damals ging es um ähnliche Themen. Auch BMW, eines der führenden Unternehmen der Initiative, beschäftigt sich mit dem Thema Blockchain nicht erst seit gestern. Schon 2019 erklärte der Automobilhersteller seinen Kunden die Vorteile und möglichen Anwendungsbereiche von Blockchain-Technologien auf seiner Webseite:

Spätestens beim Wiederverkauf eines Fahrzeugs treten Fragen auf: Wie viele Kilometer ist das Auto gefahren? Hatte es einen Unfall? Und hat der Vorbesitzer die Service-Intervalle eingehalten? Verlässliche Antworten auf diese Fragen versprechen blockchain-basierte Lösungen wie VerifyCar.

VerifyCar ist ein Unternehmen, mit dessen Hilfe Käufer einen besseren Einblick in die Historie von Gebrauchtwagen erhalten sollen. Ähnliche Ansätze bieten auch Initiativen wie beispielsweise CarWallet. Wie der Name bereits vermuten lässt, können sich Kunden eine Wallet zulegen, mit deren Hilfe es möglich ist, Daten mit sogenannten Smart City-Systemen abzurechnen und somit Einblicke in “systemkritische Verkehrslösungen” zu erlangen.

Bitpanda CardBitpanda-Debitkarte ermöglicht Zahlungen in Bitcoin und Edelmetallen

3 Tagen

Das österreichische Krypto-Unternehmen Bitpanda launcht eine Debitkarte, mit Hilfe derer man Transaktionen nicht nur in Euro, sondern auch in Edelmetallen oder Kryptowährungen tätigen kann.

Das Wiener FinTech-Unternehmen Bitpanda bringt eine eigene Debitkarte auf den Markt. Das gab das Unternehmen auf der eigenen Homepage bekannt. So sollen Kunden mit der Karte in der Lage sein, Zahlungen auch in Kryptowährungen wie Bitcoin oder Edelmetallen wie Gold abzuwickeln. Die Karte ist aktuell nur für Bürger innerhalb der Eurozone verfügbar. Dabei fallen laut Bitpanda keine Kontoführungs- oder Kartenaustellungsgebühren an. Auch Zahlungen in Euro würden gebührenfrei durchgeführt. Lediglich bei Transaktionen mit Fremdwährung erhebe das Krypto-Unternehmen eine Gebühr.

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Die Zahlungsabwicklung mit digitalen oder physischen Assets laufe hierbei über eine Umrechnung des aktuellen Kurses der jeweiligen Wertanlage in Euro. Bezahlt man beispielsweise einen Kaffee mit Bitcoin, rechnet die Bitpanda-Debitkarte die Kryptowährung in Euro um und bucht den Betrag vom Konto ab. Hierbei werden die üblichen Tradingaufschläge an das Wiener FinTech abgeführt. Premiumkunden erhalten dabei ein Cashback zwischen 0,5 bis 2 Prozent. Zudem soll die Debitkarte kontaktlose Zahlungen sowie GPay und Samsung Pay unterstützen.

Bitpanda lanciert eigenen Index für Bitcoin und Co.

Zuvor war Bitpanda im Oktober in den Fokus der Berichterstattung gerückt, als das Unternehmen ankündigte, die Top-25 Kryptowährungen in einem eigenen Index abbilden zu wollen. Über den Bitpanda Crypto Index (BCI) können Krypto-Nutzer seitdem ein „diversifiziertes Kryptowährungs-Portfolio“ aufbauen. Das Portfolio passt sich dabei Marktveränderungen regelmäßig neu an. Somit können sich auch die gelisteten Coins und Token im BCI monatlich ändern.  

Ermöglicht wurde dies durch eine Partnerschaft mit MV Index Solutions, der Indexabteilung des führenden Vermögensverwalters VanEck. Die Daten dazu bezieht MVIS dabei von CryptoCompare, einer Marktbeobachtungsplattform für den Krypto-Space.