Satoshi: “Ich bin nicht Craig Wright.”

Danny de Boer

von Danny de Boer

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Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Quelle: David Michalczuck (tech) via flickr.com (CC)

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Der angeblich echte Satoshi Nakamoto verneinte in einem Post der Bitcoin-Entwickler Mailing Liste der Australier Craig Wright zu sein.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

Die Nachricht ist jedoch nicht authentifiziert und es ist bislang unklar, ob die Adresse manipuliert oder gehackt wurde. Satoshis E-Mail wurde angeblich letzten September gehackt. Eine Analyse des PGP Schlüssels durch Bitcoin-Kern-Entwickler Greg Maxwell und Motherboard Mitarbeitern legten weitere Zweifel nahe, ob Craig Wright der Erfinder des Bitcoin ist.

Wired und Gizmondo veröffentlichten am 8. Dezember Untersuchungen die belegen sollten, dass Satoshis Identität enthüllt worden sei: der Bitcoin Erfinder soll der Australier Craig Wright sein. Die Stories erwähnten mehrere öffentliche PGP Schlüssel, die angeblich von Satoshi erstellt und verwaltet werden. Jedoch zeigte eine von Maxwell eingeleitete Analyse der Metadaten der Schlüssel, dass es Ungereimtheiten mit den Daten des einzigen Schlüssels unter Satoshis Kontrolle gibt.


Der Schlüssel der von Wired und Gizmondo angesprochen wurde benutzt eine andere Chiffrensammlung als Satoshis Schlüssel. Diese Chiffrensammlung wurde 2009, ein Jahr nachdem die Schlüssel angeblich erstellt worden sind, veröffentlicht.

Maxwell veröffentlichte seine Analyse auf r/bitcoin und betonte:

“Das sie überhaupt verschieden waren war überraschend, wenn man bedenkt, dass sie angeblich innerhalb eines Tages erstellt worden sind.”

Des Weiteren erzählte Maxwell, dass er Chat-Logs besitzt, in denen er über “gefälschte” Satoshi Schlüssel mit anderen diskutiert. Die Schlüssel die von Wired und Gizmondo erwähnt worden sind, wurden zu diesem Zeitpunkt nie angesprochen, wahrscheinlich, so glaubte er, weil sie noch nicht existierten.

Motherboard untersuchte auch die Schlüssel und zeigte, dass man sie einfach auf das Erstellungsjahr 2008 zurück datieren kann. Das Erstellungsdatum eines Schlüssels lässt sich dadurch manipulieren, dass man das Datum und die Zeit der Maschine auf der er erstellt wird, ändert.

Zusätzlich lassen sich Schlüssel erstellen die mit E-Mail Adressen verbunden sind, die der Nutzer nicht verwaltet. Motherboard Journalisten zeigten wie man einen Schlüssel mit gefälschtem Datum erstellt und diesen mit einer E-Mail verbindet, die nicht unter ihrer Kontrolle stand.

Wo sich Wright zurzeit aufhält ist unbekannt. Die Australische Polizei stürmte seine Wohnung und sein Büro einige Stunden nachdem Wired und Gizmondo ihre Geschichten veröffentlichten.

BTC-Echo
Englische Originalfassung von Joon Ian Wong via coindesk


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