Sambische Notenbank warnt vor Risiken mit Bitcoin & Co.

Sambische Notenbank warnt vor Risiken mit Bitcoin & Co.

Die Bank of Zambia (BoZ) gab am 12. Oktober ein Kommuniqué zum Status von Kryptowährungen wie Bitcoin in Sambia heraus. Demnach weisen Kryptowährungen zwar einige Charakteristika von Geld auf, gelten aber nicht als gesetzliche Zahlungsmittel. 

Eine kürzlich veröffentlichte Pressemitteilung der Notenbank erlaubt es, einen Blick auf den sambischen Umgang mit Bitcoin & Co. zu werfen. Die BoZ betont darin unter anderem ihr Monopol auf die Herausgabe von Banknoten:

„[D]er Bank of Zambia Act beschränkt das Recht zur Herausgabe von Banknoten […] ausschließlich auf die BoZ. Kryptowährungen sind kein gesetzliches Zahlungsmittel in der Republik Sambia.“

Zwar ist der Handel mit Kryptowährungen nicht verboten, die BoZ weist aber explizit auf die damit verbundenen Risiken hin. Dazu heißt es in der Mitteilung:

„Zu diesen Risiken gehören Geldwäsche, Finanzierungstätigkeiten des Terrorismus und allgemeine Verbraucherschutzrisiken wie Betrug und Hacking, für die den Kunden in den meisten Fällen aufgrund der unregulierten Natur bei kryptowährungsbezogenen Transaktionen kein Rechtsbehelf zur Verfügung steht.“

Blockchain statt Grundbuch

Das Statement steht im Zusammenhang mit einer kürzlich unterzeichneten Absichtserklärung zwischen dem sambischen Ministerium für Land und natürliche Ressourcen, und Medici Land Governance. Der Blockchain-Ableger des Onlinehandels Overstock.com plant demnach die Einführung einer blockchainbasierten Verwaltungssoftware, die die Registrierung von Landbesitz in Sambia erleichtern soll.

Wie viele andere Entwicklungsländer hat auch Sambia Schwierigkeiten, eine funktionierende Verwaltung aufzubauen. Blockchain-Lösungen sind hierfür klare Use Cases. Vorhaben wie die von Medici Land Governance könnten also ein Wegbereiter für die finanzielle Inklusion von Entwicklungsländern sein. Wie genau ein Blockchain-Grundbuch funktionieren kann, erfahrt ihr hier.

Ein Auge auf die afrikanische Bitcoin-Regulierung

Bitcoin & Co. erfreuen sich derweil in vielen Staaten Afrikas wachsender Beliebtheit. Das Interesse an Bitcoin ist in Ländern mit dysfunktionalen Währungsregimen besonders hoch, da die Geldmenge nicht verwässert werden kann. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die sambische Notenbank gerade jetzt zu Kryptos äußert. Denn das Land steuert geradewegs auf eine Krise zu. Die Inflation ist auf acht Prozent geklettert und das Schuldenniveau steigt kontinuierlich an.

Ob die Regierung zu ähnlich drastischen Schritten greift wie das Nachbarland Simbabwe, ist der Zentralbank-Mitteilung zunächst nicht zu entnehmen. In Simbabwe schob die Regierung im Mai jeglichen Bitcoin-Aktivitäten den Riegel vor.

Die Partnerschaft mit Medici Land Governance deutet jedoch auf eine liberalere Haltung Sambias in Bezug auf Blockchain-Technologien hin. Ferner stimmt vor allem der letzte Satz des Kommuniqués zuversichtlich:

„Im Einklang mit der BoZ-Position, dass Regulierung nicht einschränken, sondern Innovationen ermöglichen sollte, wird die BoZ weiterhin alle Entwicklungen aktiv verfolgen.“

BTC-ECHO

Jetzt in Kryptowährungen investieren: Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder traden – wir haben die besten Broker, Börsen und Zertifikate zusammengestellt: Bitcoin kaufen | Ether kaufen | Ripple kaufen | IOTA kaufen | Broker-Vergleich

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin-Regulierung: FINRA appelliert an Unternehmen
Bitcoin-Regulierung: FINRA appelliert an Unternehmen
Regierungen

Letztes Jahr hat die US-Genehmigungsbehörde FINRA eine Bekanntmachung herausgegeben, derzufolge sich Finanzdienstleister, die mit digitalen Assets zu tun haben, melden sollen. Ein Jahr später folgt die Konsolidierung der aufgeführten Kriterien. Insgesamt zeigt sich die FINRA zufrieden. Überzeugung geht jedoch anders.

CFTC leitet Ermittlungen gegen BitMEX ein
CFTC leitet Ermittlungen gegen BitMEX ein
Invest

Die US-amerikanische Aufsichtsbehörde für Finanzderivate, die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), leitet Ermittlungen gegen die Bitcoin-Börse BitMEX ein. Im Raum steht der Verdacht, dass die Börse Registrierungen von US-Amerikanern zugelassen hatte. Dies wäre ein Verstoß gegen CFTC-Regulierungen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
Altcoins

Am 29. Mai dieses Jahres hat IOTA den Coordicide angekündet, dahinter verbirgt sich die Abschaltung des Koordinators, der IOTA-Transaktionen überwacht. Nun hat die IOTA Foundation eine Roadmap vorgestellt.

Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Tech

Der Apple-Mitgründer Steve Wozniak gab bei einer Podiumsdiskussion seine Zukunftspläne bekannt. Was ihn bewegt, nach Malta zu gehen und welche Unternehmensidee er unterstützen will.

Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Sicherheit

Die Bitcoin-Börse QuickBit hat versehentlich große Datenmengen geleakt. Über Tage kursierten sensible Kundendaten ohne Firewall für jedermann einsehbar im Internet. QuickBit-Kunden wird geraten, ihr Passwort zu ändern.

Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Unternehmen

Für die Deutsche Bundesbank hat das Kursgebaren von Bitcoin & Co. in den letzten Jahren vor allem eines gezeigt: Dass Kryptowährungen weder als Zahlungsmittel noch als Wertspeicher taugen. Anders blickt die Zentralbank auf das Potenzial von Stable Coins. Gegenüber dem Facebook-Coin Libra nimmt die Bundesbank eine argwöhnisch-abwartende Haltung ein.

Angesagt

Trading-App Robinhood sammelt 323 Millionen US-Dollar ein
Invest

Die Trading-Plattform Robinhood sammelt in einer Series-E-Funding-Runde 323 Millionen US-Dollar ein. Damit ist das Unternehmen mit 7,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Geld soll auch in den Ausbau der Krypto-Sparte fließen, diese ist jetzt bereits in 30 US-Bundesstaaten verfügbar.

Bitcoin-Gerüchteküche: Justin Sun in China angeklagt
Szene

Neues aus der Bitcoin-Gerüchteküche. Gegen Justin Sun soll aktuell ermittelt werden. Die Gerüchte kamen auf, als der Gründer und Vorsitzende der Kryptowährung TRON sein Krypto-Dinner mit Warren Buffet und „Größen“ aus dem Bitcoin-Ökosystem abgesagt hat.

Bitcoin-Börse BitFinex und Tether ziehen sich aus der Verantwortung
Krypto

Der Gerichtsprozess rund um die in Verruf geratene Bitcoin-Börse BitFinex und den Stable-Coin-Anbieter Tether geht in eine neue Runde. Nun sagt einer der Anwälte der Firmen, dass weder BitFinex noch Tether Kunden in den USA betreuen würden.

BaFin genehmigt ersten Immobilien-Token
STO

Die BaFin genehmigt das erste deutsche Security Token Offering (STO) für blockchainbasiertes Immobilieninvestment und das zweite deutsche STO überhaupt. Damit gibt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht den Startschuss für digitale Wertpapiere im Real-Estate-Bereich. Ein neues Anlagevehikel?

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: