Russland: Kryptowährungen sollen bis Ende 2017 reguliert sein

Russland: Kryptowährungen sollen bis Ende 2017 reguliert sein

Der russische Finanzminister Anton Siluanov gab bekannt, dass bis Ende 2017 Kryptowährungen in Russland reguliert sein sollen.



Laut einem Bericht von Reuters hat sich Siluanov am vergangenen Freitag auf dem Moskauer Finanzforum zu Kryptowährungen geäußert und dabei relativ deutlich Stellung bezogen.

„Der Staat hat verstanden, dass Kryptowährungen inzwischen Realität geworden sind, und dass es keinen Grund gibt, diese zu verbieten. Allerdings ist es möglich, sie zu regulieren, sodass das Finanzministerium vorsieht, bis Ende 2017 gesetzliche Rahmenbedingungen zu erlassen.“

Auch nach der Regulierung soll es Bürgern und Unternehmen möglich sein, digitale Währungen zu kaufen und verkaufen. Die gesetzliche Einordnung wird sich dabei stark an die gegebenen Wertpapierverordnungen richten.

Die russische Zentralbank hatte bereits ihre Offenheit gegenüber digitalen Währungen betont und wird gemeinsam mit dem Finanzministerium und anderen öffentlichen Stellen an einer Regulierung arbeiten.

Insbesondere nach dem ICO-Verbot Chinas und dem vorerst restriktivem Vorgehen gegenüber Kryptowährungen sind solche Pro-Kryptowährungs-Aussagen seitens staatlicher Stellen sehr positiv zu bewerten. Es ist noch nicht lange her, dass Russland selbst gegen Kryptowährungen vorgegangen ist.

Wie positiv sich die Regulierung Russlands auf Kryptowährungen auswirkt, kann allerdings noch nicht gesagt werden. Schließlich ist es ein sehr schmaler Grat zwischen zu viel und zu wenig Regulierung. Entsprechend müssen konkrete Gesetzesentwürfe abgewartet werden, um klare Aussagen zu treffen.

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Über Sven Wagenknecht

Sven WagenknechtSven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO und verantwortet neben der redaktionellen Planung auch den Bereich Business Development. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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