Russischer Verband RACIB plant Krypto-Park

Quelle: Sprouts watered from a watering can via Shutterstock

Russischer Verband RACIB plant Krypto-Park

Der russische Krypto- und Blockchain-Verband RACIB plant einen Krypto-Park in der russischen Sonderwirtschaftszone Stupino. Das großangelegte Projekt soll Unternehmen und Start-ups künftig unter anderem die Herausgabe neuer Kryptowährungen (ICOs) erleichtern und Entwicklern ein attraktives Programmierumfeld bieten. Weltweit locken bereits mehrere Vorbildprojekte in ähnlicher Form Branchenunternehmen in ihre Breitengrade.

Stupino, eine Kleinstadt nahe Moskau, ist bereits einer der wichtigsten Wirtschaftshubs Russlands. In der Sonderwirtschaftszone haben sich allerlei private Investoren niedergelassen. Start-ups und Neuling profitieren von Infrastruktur und begünstigten Bedingungen für Lizenzen und Erlaubnisse. Geht es nach der RACIB, sollen nun auch Krypto- und Blockchain-Unternehmen folgen und ihre Zelte hier aufschlagen. Entsprechende Pläne des Verbands berichtet das russische Nachrichtenportal Cryptorussia in dieser Woche.

Zwar mangelt es auf der RACIB-Website derzeit noch an konkreten Angaben, laut Cryptorussia soll Ziel des Projektes sein, mithilfe der ebenfalls russischen Blockchain-Plattform Universa das Umfeld für ICO-Fundraising, Blockchain-Software und App-Entwickler zu bestellen. Damit will der Verband gegenüber Unternehmen Anreize schaffen und Gründer in den Moskauer Vorort locken.

Neben Synergie und Inspiration steht jedoch auch ein weiterer Anreiz im Vordergrund des Krypto-Parks. So sollen besonders die Ausgaben der Branche niedrig gehalten. Dies soll bereits etablierte, spezialisierte Unternehmen aus Moskau nach Stupino führen.

„Wir planen unseren Krypto-Park in einer Sonderwirtschaftszone. Dies wird uns erlauben, die Expertise von Spezialisten aus Moskau zu nutzen. Die umfassende Plattform für ICO-Fundraising wird dabei die effektivste Form sein, ein Modell einer künftigen Digitalwirtschaft aus Krypto-Rubel und Blockchain-Besteuerung abzubilden“,

beschreibt Zamir Akimov, RACIB Vize-Präsident, laut Cryptovest das Vorhaben.


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Stupino soll Unternehmensneulinge jedoch besonders auch aufgrund der Tatsache anlocken, dass das Gesamtprojekt den neuen Leitlinien des russischen Kommunikationsministeriums folgt. Diese waren im Zuge der vergangenen Woche öffentlich geworden. Sie schreiben unter anderem die Nutzung des Rubels zur erfolgreichen Akkreditierung von ICOs vor. Als Teil eines größeren Gesetzespaketes zur Regulierung von Kryptowährungen sollen sie bis Juli von der russischen Staatsduma verabschiedet werden.

Weltweite Paten machen es vor

Vorbild des Projektes dürften die weltweit aufsprießenden Lockversuche für Krypto- und Blockchain Unternehmen stehen.

Das als „Krypto-Valley“ bekannte Schweizer Kanton Zug etwa ist mittlerweile europaweit bekannt und hat sich zu einem gefragten Standort für Fintech-Unternehmen gemausert. Hier beheimatet ist unter anderem die Krypto Valley Association, die mit Unterstützung des Bundesrats das Ziel verfolgt, in der Schweiz ein weltweit führendes Blockchain-Ökosystem aufzubauen.

Ähnliches schwebt Nachbar Liechtenstein vor. Wie seit vergangener Woche bekannt ist, plant auch der Zwergenstaat gegenüber Blockchain-Unternehmen neue Anreize. So will Liechtenstein Firmen möglichst geringfügig regulieren und so mehr Wirtschaftskraft in die Alpen lotsen.

Schließlich macht das Modell auch abseits Europas Mode. Der indische Bundesstaat Andhra Pradesh etwa fördert im Rahmen der Initiative Fintech Valley Vizag die Ansiedelung von Blockchain-Entwicklern und die Nutzung bereits veröffentlichter Software im öffentlichen Raum, etwa bei der Landvermessung.

Insgesamt dürfte es Stupino an Best Practices und Benchmark-Orientierung wohl nicht mangeln.

BTC-ECHO

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