Russische Zentralbank tätigt erste Distributed Ledger Transaktion

Russische Zentralbank tätigt erste Distributed Ledger Transaktion

Die russische Zentralbank hat erfolgreich einen ersten Testlauf einer Distributed Ledger Transaktion zu Ende gebracht.

Das System bezeichnet die Bank selbst als „Masterchain“ und als einen auf der Distributed Ledger Technologie basierenden technischen Prototypen für einen finanziellen Nachrichtendienst. Mit Hilfe des Prototypen können, so steht es in der Ankündigung geschrieben, Finanzdaten von Marktteilnehmern „prompt“ und in Echtzeit übersandt und bestätigt werden.

Einem Sprecher der Bank zufolge könnte der Prototype für weitere zukünftige Projekte genutzt werden und somit neue und auf der Distributed Ledger Technologie basierende Produkte und Dienstleistungen schaffen.

Der erfolgreiche Test ist ein Beweis für das ernstzunehmende Interesse der russischen Zentralbank an der Distributed Ledger Technologie.

Beamte der Regierung haben bereits in der Vergangenheit über das große Potential der Technologie im russischen Finanzsektor gesprochen. Bereits jetzt feiert sie den Einzug von der Theorie in die Praxis. Auch von weiteren Anwendungen im Bereich der digitalen Währungen war die Rede.

Der Vizegouverneur der Bank of Russia, Olga Skorobogatova, sagte in einer Stellungnahme:

„Die Schaffung eines Prototypen und die gemeinsame Forschung für Anwendungsmöglichkeiten helfen beiden Parteien. Sowohl den Regulatoren als auch den Marktteilnehmern. Nur so erhalten wir Resultate, können Kapazitäten einschätzen und die Risiken möglichst gering halten. Darauf basierend können wir die nächsten Schritte festlegen.“

Skorobogatova sprach sogar davon, die Masterchain eventuell als Teil einer „neuen finanziellen Infrastruktur“ nutzen zu wollen.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Stan Higgins via CoinDesk

Über Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO.
Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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