Russische Partei akzeptiert Bitcoin-Spenden

Russische Partei akzeptiert Bitcoin-Spenden

Aus russischen Berichten geht hervor, dass eine kleinere Partei demnächst Bitcoin-Spenden akzeptieren wird.



Es handelt sich dabei um die Partei des Wachstums, eine mitte-rechts Partei, die 2009 unter dem Namen Just Cause gegründet wurde. Gerade in Russland ist dieser Schritt von besonderer Bedeutung, da die russische Regierung eine sehr kontroverse und tendenziell ablehnende Haltung gegenüber digitalen Währungen einnimmt.

Die Nachrichten stammen von Interfax und TASS, die Äußerungen von Boris Titov, dem Vorsitzenden der Partei des Wachstums und Berater des russischen Präsidenten in Businessangelegenheiten, aufgreifen.

Laut Interfax betonte Titov die Notwendigkeit, dass sich die Partei neue Wege in der Parteienfinanzierung, einschließlich Crowdfunding, erschließen müsse. Allerdings sollen Bitcoin-Spenden nur von Personen mit offengelegten Identität angenommen werden.

Das staatliche Nachrichtenmagazin TASS geht einen Schritt weiter, indem es berichtet, dass die Partei damit die Akzeptanz von digitalen Währungen in Russland gezielt fördern möchte. Schließlich sollen diese Bemühungen dazu beitragen rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Entwicklung und Adaption der neuen Technologie voranzutreiben.

So äußerte Titov in einer Pressekonferenz (Google Übersetzung):

„Russland kann einen Vorteil aus der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Situation ziehen, wenn es schafft sich der Blockchain-Technologie zu öffnen.“

Die Bemerkungen kommen zwei Monate vor den russischen Parlamentswahlen, wo die Partei des Wachstums versuchen will einen Platz in der nationalen Gesetzgebung zu bekommen.

Die Partei verfügt zurzeit über keine Sitze in der ersten Volkskammer des Parlaments und ist lediglich mit zwei regionalen Vertretern an der Gesetzgebung beteiligt. Wie weit die Partei des Wachstums mit ihren legislativen Bestrebungen bezüglich digitaler Währungen kommen wird hängt also stark von den Wahlergebnissen in zwei Monaten ab.

Wie schon kurz angesprochen ist die Beziehung der russischen Regierung zu Bitcoin extrem angespannt. Bislang hat die Regierung versucht den Handel und die Annahme von Bitcoin, unter Androhung von hohen Strafen, bis hin zu Gefängnisstrafen, zu unterbinden.

Auf der anderen Seite sind russische Finanzunternehmen, sowie die russische Zentralbank, damit beschäftigt Blockchain-Anwendungen zu erforschen.

BTC-Echo

Englische Originalversion von Stan Higgins via CoinDesk

Über Sven Wagenknecht

Sven WagenknechtSven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO und verantwortet neben der redaktionellen Planung auch den Bereich Business Development. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

Bildquellen

  • Russia Bitcoin Concept: © xtock, Fotolia

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