Russische Bauernmärkte sollen über Blockchain verteilt werden

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Bauern, die ihre Waren auf russischen Wochenendmärkten verkaufen wollen, könnten ihre Anmeldung bald über die Ethereum-Blockchain einreichen und einsehen. So plant Moskau derzeit, das bisherige System zur Verteilung der Marktstände im großen Stil zu erneuern.

Etwa 20.000 Bauern aus Russland, Armenien, Weißrussland, Kasachstan und Kirgisistan streiten sich in der Marktsaison, die sich vom 20. April bis zum 25. November erstreckt, um freie Verkaufsstände auf russischen Märkten. Wie die russische Kryptonachrichtenseite BitNovosti am 29. August mitteilte, gibt es aber nur rund 15.000 Plätze, die entsprechend verteilt werden können.

Die Transparenz macht’s

Mit der Übertragung des Anmelde- und Verteilungsprozesses auf die Ethereum-Blockchain erhofft sich die Moskauer Regierung eine Möglichkeit gefunden zu haben, um eine unveränderliche Liste zu erstellen. Updates sollen darüber informieren, ob man die Anmeldung genehmigt oder verweigert hat. Andrey Borodyonkov, der als Blockchain-Produktmanager für das Moskauer Rathaus arbeitet, ist von der Idee überzeugt. Er sieht in der Blockchain vor allem eine zusätzliche Garantie dafür, dass die eingehenden Anwendungen unveränderbar bleiben. Auch ermöglicht sie, dass jeder die Anwendungshistorie jederzeit überprüft kann, sollte es zu Unstimmigkeiten kommen. Viele Landwirte sind mit dem derzeitigen System zur Überprüfung von Anträgen nicht zufrieden. Aktuell fehlt dabei die notwendige Transparenz.

Das hat auch Andrey Belozerov, der Strategie- und Innovationsberater des CIO des Moskauer Rathauses, erkannt. Er hofft, dass das neue System dazu beitragen wird, einige Bedenken zu mindern, indem es diese Informationen öffentlich zugänglicher macht.

„Wir glauben, dass Landwirte ein transparentes System haben sollten, um zu sehen, warum ihre Bewerbung abgelehnt oder genehmigt wird. Die Blockchain soll sicherstellen, dass der Prozess vollständig transparent ist und niemand eine Anwendung ändern kann. Wir hoffen, dass die Blockchain allen die volle Transparenz bietet“,

erklärte Belozerov in der Pressemitteilung.

Moskaus Regierung betont zudem in einer Erklärung:

„Der gesamte Datensatz ist öffentlich einsehbar, transparent und zum Download verfügbar. In diesem Fall kann die Abgabefrist bestätigt werden, während die Anwendung nicht gelöscht oder von jemandem geändert werden kann, nachdem sie abgeschickt wurde.“

Ein Anwendungsfall mehr

Die Verteilung von Marktständen über die Blockchain mag zunächst banal klingen, wenn wir an Anwendungsfälle wie die Vermeidung von Wahlmanipulation oder dem Schutz von Impfstoffen denken. Doch die ca. 5.000 Bauern, die nicht die Möglichkeit erhalten, ihre Waren auf einem russischen Markt zu verkaufen, wollen zumindest wissen, warum sie eine Ablehnung erhalten haben.

BTC-ECHO

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