Reality Shares, Rohrkrepierer: Reality Shares zieht Bitcoin-ETF-Antrag zurück

Quelle: Shutterstock.com

Rohrkrepierer: Reality Shares zieht Bitcoin-ETF-Antrag zurück

Der Investment-Anbieter Reality Shares rudert mit seinem Antrag für einen börsengehandelten Fonds (ETF), der auch Bitcoin Futures tracken soll, zurück. Damit will das Unternehmen einer Ablehnung der SEC zuvorkommen – diese zeigte sich von dem ETF-Gesuch wenig begeistert.

In vorauseilendem Gehorsam hat die Investmentfirma Reality Shares ihren Antrag auf einen ETF bei der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC zurückgezogen. Der „Reality Shares Blockforce Global Currency Strategy ETF“ sollte unter anderem Bitcoin Futures von CBOE und CME abbilden. Allerdings war der Anteil dieser am Portfolio des ETF auf 15 Prozent gedeckelt. Reality erhoffte sich dadurch, dass die US-Regulatoren ein Argus-Auge zudrücken.

Diese Hoffnung hat sich nun – zumindest vorerst – in Luft aufgelöst. Am 12. Februar hat die Investment-Firma den Antrag für ihren Bitcoin-ETF „light“ formal zurückgezogen. Offenbar ging dem eine Empfehlung der SEC-Mitarbeiter voraus.

Der Antragsteller beantragt die Rücknahme der PEA [Post-Effective Amendment] Nr. 25 auf Antrag des Personals der U.S. Securities and Exchange Commission. Im Zusammenhang mit dem Angebot des Fonds wurden keine Wertpapiere verkauft.

Gegenüber Coindesk gab ein Anwalt von Reality Shares indes folgendes Statement zu dem Kalkül der Regulatoren ab:

Ich kann bestätigen, dass wir [den Antrag] zurückgezogen haben […], weil das [SEC-]Personal nach wie vor die Position einnimmt, dass es nicht angebracht ist, einen registrierten 40 Act Fonds mit Kryptowährungen zu diesem Zeitpunkt einzureichen.

Aus dieser Stellungnahme dringt deutlich die Krypto-Skepsis, die unter den US-Regulatoren – Ausnahmen bestätigen die Regel – noch weit verbreitet ist. Durch das Einreichen des Vorschlags unter dem Investment Company Act von 1940 hatte dieser Aussicht auf eine automatische Zulassung nach Ablauf einer Frist von 75 Tagen. Demzufolge war es vor allem dieser Umstand, an dem die SEC-Mitarbeiter Anstoß nahmen.

Trostpreis: BCLN


Reality Shares, Rohrkrepierer: Reality Shares zieht Bitcoin-ETF-Antrag zurück
[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Die SEC-Mitarbeiter machen indes Dienst nach Vorschrift. Bereits in einem Schreiben vom 18. Januar 2018 warnte Dalia Blass, zuständig für Investment Management bei der SEC, Sponsoren von Fonds vor der Einreichung Krypto-gekoppelter ETF-Vorschläge:

Sollte ein Sponsor eine nachträgliche Änderung gemäß Regel 485(a) einreichen, um einen Fonds zu registrieren, der in erheblichem Umfang in Kryptowährungen oder verwandte Produkte investiert, würden wir diese Maßnahme für ungünstig halten und Maßnahmen zum Schutz von Main-Street-Investoren für notwendig […] halten, einschließlich der Empfehlung einer Stoppanordnung […]

Reality Shares hat offenbar darauf spekuliert, dass der Krypto-Anteil in ihrem ETF-Vorstoß gering genug ist, um nicht von dieser Weisung betroffen zu sein. Folglich müssen sich ihre Kunden mit dem Blockchain-Fonds BLCN begnügen, um zumindest im weiteren Sinne investorisch am Krypto-Geschehen teilnehmen zu können.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Reality Shares, Rohrkrepierer: Reality Shares zieht Bitcoin-ETF-Antrag zurück
Bitcoin-Kurs auf des Messers Schneide – Marktbetrachtung
Kursanalyse

Der Bitcoin-Kurs steht aktuell an der Klippe. Ebenso kann der Ethereum-Kurs nicht überzeugen. Dennoch sollten Anleger in beiden Fällen die langfristige Perspektive nicht vergessen.

Reality Shares, Rohrkrepierer: Reality Shares zieht Bitcoin-ETF-Antrag zurück
Canaan: Erstes chinesisches Mining-Unternehmen drängt auf US-Börse
Mining

Das Mining von Bitcoin & Co. ist mittlerweile ein hart umkämpftes Feld. Jetzt drängt das chinesische Bitcoin-Mining-Unternehmen Canaan Inc. auf den US-Markt. Der Hersteller für Mining-Technologie hat jüngst 90 Millionen US-Dollar im Börsengang eingesammelt.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Reality Shares, Rohrkrepierer: Reality Shares zieht Bitcoin-ETF-Antrag zurück
OneCoin-Anwalt wegen Geldwäsche in Millionenhöhe verurteilt
Sicherheit

Viele halten OneCoin für den größten Krypto-Scam der Geschichte. Über 4 Milliarden US-Dollar sollen die Betreiber der Kryptowährung mit ihm eingenommen haben. In den USA laufen nun Prozesse gegen einige der Verantwortlichen. Eine Jury fällte nun ein Urteil gegen den OneCoin-Anwalt Mark Scott.

Reality Shares, Rohrkrepierer: Reality Shares zieht Bitcoin-ETF-Antrag zurück
Bitcoin-Kurs auf des Messers Schneide – Marktbetrachtung
Kursanalyse

Der Bitcoin-Kurs steht aktuell an der Klippe. Ebenso kann der Ethereum-Kurs nicht überzeugen. Dennoch sollten Anleger in beiden Fällen die langfristige Perspektive nicht vergessen.

Reality Shares, Rohrkrepierer: Reality Shares zieht Bitcoin-ETF-Antrag zurück
Ripple: Charity-Stiftung für Steuer-Tricks? Co-Founder Chris Larsen reagiert
Ripple

Ein Krypto-Blog unterstellt Ripple, seine Wohltätigkeitsstiftung Rippleworks eher für Steuertricks zu gebrauchen, anstatt soziale Projekte zu fördern. Ripple-Mitgründer Chris Larsen hat sich nun zu den Vorwürfen geäußert.

Reality Shares, Rohrkrepierer: Reality Shares zieht Bitcoin-ETF-Antrag zurück
E-Yuan statt US-Dollardominanz: USA simuliert Währungskrieg mit China
Insights

Chinas digitale Zentralbankenwährung hat die Dominanz des US-Dollars im globalen Finanzsystem verdrängt, Nordkorea verwendet den E-Yuan zum Bau von Atomraketen und hat das SWIFT-System bei einem Cyberangriff gehackt, bei dem mehrere Milliarden US-Dollar entwendet wurden – dieses Setting inszenierten hochrangige Beamte aus Politik und Wirtschaft in einem Wargame-Szenario. Dabei ging es um mögliche Bedrohungen, die von einem CBDC Chinas ausgehen und die globalen Machtverhältnisse neu verteilen könnten. Das Szenario zeigt: Die USA sitzen im Ernstfall auf einem wackligen Stuhl.

Angesagt

Die Daten-Diktatur oder: Warum Dezentralität die Zukunft ist
Blockchain

Der Begriff Transparenz ist ein Schlagwort, das gerne inflationär in Business Meetings gebraucht wird. Transparenz stilisiert sich immer häufiger zu einem Fortschrittsversprechen, ohne dass dabei zwischen zerstörerischer und schützender Transparenz unterschieden wird. Inmitten dieses Diskurses befindet sich die Blockchain-Technologie, die vor allem für eines steht: unwiderrufliche Transparenz. Wie total sie wirklich ist und sein darf und warum uns ausgerechnet die Blockchain-Technologie vor einer totalitären Transparenz schützen kann.

Bitcoin-Kurs: Chinas Rolle im Krypto-Crash
Bitcoin

Der Bitcoin-Kurs sinkt weiter. Die Kryptowährung hat in den letzten 24 Stunden über 6 Prozent an Stärke verloren, der gesamte Krypto-Markt ist im Sinkflug. Gründe dafür findet man in China und in der technischen Analyse.

Niederländischer Fußballbund testet erfolgreich Blockchain-Tickets
Blockchain

Im Rahmen seines Innovationsprojekts „Change the Game Challenge“ hat der niederländische Fußballbund KNVB auch den Fan-Ticketverkauf per Blockchain getestet. Das Ziel: den Schwarzhandel eindämmen. Damit soll der mehrfache Weiterverkauf von begehrten Fußballtickets zu völlig überhöhten Preisen langfristig unmöglich gemacht werden.

My Two Sats: Was sind UTXOs in Bitcoin?
Bitcoin

Das Bitcoin-Protokoll ist im Kern die Abbildung des UTXO Sets. UTXO steht für Unspent Transaction Output. Wieso Bitcoiner ein rudimentäres Verständnis von der Funktionsweise des Netzwerks haben sollten.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: