Vertrauensfrage: Ripple verspricht rund 53 Mrd. XRP-Token einzufrieren

Das Finanz- und Technologie Unternehmen Ripple steht kurz davor, Milliarden von US-Dollar der nativen XRP Kryptowährungen mittels Smart-Contracts zu sperren. Das Unternehmen selbst besitzt den Löwenanteil der digitalen Währung. Die Sperre soll bis zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. einem Erfüllungsgrad bestimmter Konditionen aufrecht erhalten werden.

Eine Vertrauensfrage

Die Entscheidung die XRP Bestände einzufrieren kommt zu Zeiten in denen erste Zweifel aufkommen, ob das Unternehmen mit den rasant steigenden XRP Preisen den Markt nicht von heute auf morgen mit ihren Token überschwemmt und den großen Cashout macht. Ripple besitzt XRP Token im Wert von derzeit rund 21 Mrd. US-Dollar, die für die Öffentlichkeit bisher nicht freigegeben wurden.

Das in San Francisco ansässige Unternehmen soll jetzt versprochen haben, 88% der eigenen Bestände einzufrieren. Mittels Smart Contracts sollen dann über einen Zeitraum von mindestens 4,5 Jahren pro Monat 1 Mrd. XRP Token freigegeben werden.

Ripple selbst teilte gegenüber CoinDesk mit, so das Vertrauen der Investoren weiter stärken und ihnen die Angst nehmen zu wollen, dass das Unternehmen den Markt fluten und damit den Ripple-Kurs drücken könnte.
Ripple-Chef Brad Garlinghouse sagte im Interview mit CoinDesk, dass die Überschwemmung des Marktes irrational wäre und gegen die Eigeninteressen des Unternehmens verstoße. Es sei an der Zeit, dass die Token in Smart Contracts zu transferieren und die Vertrauensfrage damit ein für alle male aus dem Weg zu räumen.

Ripple beansprucht den Großteil der Token für sich

Ripples Marktkapitalisierung beträgt derzeit mit 38,3 Milliarden XRP Token in Zirkulation 16 Milliarden US-Dollar. Anders als bei anderen digitalen Währungen wie beispielsweise Bitcoin oder Ethereum befinden sich im Fall von Ripple nicht alle geschürften Token in Zirkulation. Das Unternehmen Ripple selbst hält eigenen Angaben zufolge 61 Milliarden Token. Damit ist die Währung anders als andere digitale Währungen sehr zentralisiert und widerspricht weitestgehend dem dezentralen Grundgedanken einer digitalen Währung.

BTC-ECHO

Über Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO.
Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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