Ripple veröffentlicht Interledger um Banken und Blockchain zu verbinden

Anfang der Woche hat Ripple Labs seinen Namen in „Ripple“ geändert. Der Führungsriege des Unternehmens zufolge sei dies ein Signal dafür, dass es das Produkt aus den „Forschungslaboren“ heraus geschafft hat und bereit für den Markteintritt sei.



Als langfristig gut aufgestelltes und finanziertes Startup der Branche war Ripple das erste Unternehmen seiner Art, was sich auf eine alternative Blockchain, abweichend von der Funktionsweise der Bitcoin-Blockchain, fokussiert hat und seine eigene einzigartige digitale Währung XRP Anfang 2012 entwickelte.

Seither setze Ripple alles daran, sich als ein Unternehmen zu positionieren, was eine neues „Internet of Value“ schaffen will, was Geld genauso schnell bewegen kann wie es heutzutage bereits mit Informationen möglich ist. Als Baustein für diese Zukunft hat Ripple ein Interledger Protokoll (ILP) geschaffen, was als eine Art Schiedsrichter für alle Kontenbücher agieren soll. Sowohl für digitale Währungen als auch für die traditionellen und zentralisierte Alternativen (PayPal, Banken etc.).

Riplle CTO Stefan Thomas erklärt, dass das ILP selbst kein eigenes Kontenbuch ist, sondern vielmehr ein übergeordnetes und kryptographisches Verschlüsselungstreuhandsystem, das den Transfer von Geldern mit Hilfe von sogenannten „Connectoren“ zwischen verschiedenen Kontenbüchern ermöglicht.

Zudem hat das ILP keine nativen Token was bedeutete, dass individuelle Kontenbücher mit ihrem eigenen Protokoll arbeiten und die Bestände zu jeder Zeit im eigenen Bestand verwahrt werden. Diese Kompatibilität löst das Problem des spezifischen Zahlungsnetzwerk, sei es Ripple oder Visa.

Thomas:

„So lange ein Kontenbuch Interledger unterstützt, können Zahlungen abgewickelt werden. Egal ob PayPal, Alipay, Bitcoin, Bankkonten oder Skype. Alle Konten auf denen Nutzer über ein Guthaben verfügen, können integriert werden.“

Monica Long, Marketing Managerin bei Ripple fügte hinzu: „Ripple bietet dem Markt einen Weg auf denen alle Konten untereinander interagieren können. Bitcoin und Ripple sind Zahlungssystem die jeder annehmen muss um an dem Prozess teilnehmen zu können.“

ripple 2

Ripple ist zudem für alle Partner einfach zu integrieren: „PayPal z.B. müsste lediglich eine neue Zahlungsmethode zur API hinzufügen,“ so Thomas.

Derzeit unterstützt Ripple alle gängigen Zahlungsmethoden und die Open-Source Refernzimplemntierungen zur Integration sollen noch diesen Monat veröffentlicht werden.

BTC-Echo
Englische Originalfassung von Pete Rizzo via CoinDesk
Image Source: Ripple

Über Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO.
Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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