Richterin bestellt Mark Karpeles (Mt.Gox) in die USA

Mark Preuss

von Mark Preuss

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Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Mark Karpeles, Geschäftsführer der in Japan ansässigen und in Schwierigkeiten geratenen Bitcoin Börse Mt.Gox, muss noch diesen Monat für eine Befragung nach Dallas reisen. Ein Richter ordnete die Befragung Karpeles zur eidesstattlichen Erklärung an, welche der Grundstein für seine zukünftige Verteidigung sein kann.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Karpeles hatte zuvor vorgeschlagen,  die Aussage unter Eid in Taipei, Taiwan stattfinden zu lassen. Der Richter zwingt Karpeles jedoch gewissermaßen dazu, in die USA zu kommen um weiterhin den Gläubigerschutz für das Unternehmen in den USA in Anspruch nehmen zu können.


Ein Reuters Bericht zitiert die Richterin Stacey Jernigan wie folgt:

„Wenn er sich selbst schützen will,mein Gott, dann kommt er besser von alleine hierher.“

Mehr Details

Aus Kapitel 15 des US-Konkursrechts geht hervor, dass der Schutz von Gläubigern nicht automatisch gewährt oder verlängert wird. Allerdings wurde der japanischen Entität, Mt.Gox KK, bereits im März diesen Jahres die erste Aussetzung gewährt. Die Aussetzung hat diesen Teil des Unternehmens und die damit verbundenen Vermögenswerte bisher vor drohenden Klagen schützen können. Die Aussetzung gilt jedoch nicht für den amerikanischen Teil des Unternehmens sowie für Mark Karpeles persönlich.

Die Anhörung ist für den 20. May angesetzt und da wird entschieden, ob Mt.Gox weiterhin einen solchen Schutz verdient hat.

Sollte sich das Management nicht kooperativ zeigen, so scheint es sehr unwahrscheinlich, dass das Gericht zugunsten von Mt.Gox entscheidet.

Mark Karpeles muss also am 17. April in den Geschäftsräumen der Kanzlei von Baker & MC Kenzie, welche Mt.Gox in Japan und den USA vertritt, in Dallas erscheinen.

Ein widerwilliger Zeuge

Seitdem Mark Karpeles Bitcoin Börse Mt.Gox im Februar „implodiert“ ist, sträubt sich Mark Karpeles stark davor persönlich in den USA zu erscheinen. Dennoch soll er sich angeblich mit seinen Anwälten im Zuge des anfänglichen Insolvenzverfahrens in den Staaten getroffen haben.Karpeles hatte angeboten, die Aussage in Taiwan stattfinden zu lassen und ihn per Videoaufzeichnung zu befragen.

Die Insolvenzanhörung findet unabhängig von anderen Angelegenheiten in den USA, wie z.B. einer Sammelklage aus Illinois, statt.Mt.Gox möchte außerdem, dass keine weiteren Aktionen in den USA stattfinden, bis nicht das Insolvenzverfahren in Japan abgeschlossen ist.

Verlust der Geduld

Es war ein Hauch von Frustration in den Worten von Richterin Jernigans zu hören, als der Anwalt John Mitchell von Baker & McKenzie mitteilte, dass Mt.Gox evtl. ihn als ausländischen Vertreter vor dem US-Konkursgericht aufstellt.

Mt.Gox hat die lokal gesetzlichen Verpflichtungen zwar eingehalten, aber kommunizierte fast ausschließlich in Japanisch, obwohl jedoch die meisten Kunden aus den USA stammen.

Karpeles ist in Frankreich geboren und lebt in Japan. Englisch spricht er nur als Zweitsprache und kann von einem englischsprachigen Gericht und den Fragen von wütenden US Bürgern verunsichert werden. Er ist dennoch wahrscheinlich die einzige Person die wirklich weiß, was Mt.Gox widerfahren ist.

Laut der Aussagen von ehemaligen Mitarbeitern welche, abgesehen von der Management Ebene, nur befristete Arbeitsverträge hatten, habe niemand Einsicht in die Aufzeichnungen von Mt.Gox gehabt.

Englische Originalfassung von: Jon Southurst  via Coindesk.com

Image Source: Fotolia.de

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