Reichster Mann Asiens will „eines der größten Blockchain-Netzwerke weltweit“ entwickeln

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Reichster Mann Asiens will „eines der größten Blockchain-Netzwerke weltweit“ entwickeln

Mukesh Ambani, der laut Forbes reichste Mann Asiens, will innerhalb des nächsten Jahres „eines der größten Blockchain-Netzwerke weltweit“ ins Leben rufen. Dies verkündete der indische Milliardär auf der Jahreshauptversammlung seines Konzerns Reliance Industries. Künftig soll das Netzwerk unter anderem der heimischen Agrarindustrie helfen und die Lieferketten im Land absichern.

Hierzulande ist Mukesh Ambani ein wenig bekannter Name. In seinem Heimatland Indien hingegen ist der reichste Mann Asiens nicht nur bekannter Sportklub-Besitzer, sondern gilt auch als bedeutender Fürsprecher der heimischen Industrie.

Beim Aufschwung zur weltweit konkurrenzfähigen Wirtschaftsmacht will Ambani Indien nun mit der Blockchain-Technologie unter die Arme greifen. Unter der Schirmherrschaft seines Mobilfunkunternehmens Jio soll „eines der größten Blockchain-Netzwerke weltweit […] mit zehntausenden Nodes“ entstehen, das die heimische Industrie miteinander verbindet.

Entsprechende Pläne verkündete der Milliardär an diesem Montag, dem 12. August, auf der Jahreshauptversammlung seines Petrochemiekonzerns Reliance Industries, der Muttergesellschaft von Jio, den Aktionären. Bereits innerhalb der nächsten zwölf Monate soll der offizielle Startschuss für das Mammutprojekt fallen.

Künftig soll das Netzwerk dann vor allem der Agrarindustrie helfen, ihre Lieferketten abzusichern, erklärte Ambani in Mumbai.

Mithilfe der Blockchain können wir nahezu jeder Art von Transaktion beispiellose Sicherheit, Vertrauen, Automatisierung und Effizienz einhauchen. Für Indien ist dies von entscheidender Bedeutung, insbesondere mit Blick auf die Modernisierung unserer Lieferketten für landwirtschaftliche Erzeugnisse und andere Güter, die das Lebenselixier unserer Wirtschaft bilden,

so der 62-Jährige über die Vorzüge der Technologie. Doch auch im privaten Bereich soll das Blockchain-Netz eine Bereicherung für Indien sein. So will Ambani indischen Bürgern mithilfe der Technologie zudem die Macht über ihre persönlichen Daten zurückgeben.

Mit der Blockchain haben wir auch die Möglichkeit, ein brandneues Datenschutzmodell zu erfinden, bei dem indische Daten, insbesondere Kundendaten, dem indischen Volk gehören und von ihm kontrolliert werden und nicht [privaten] Unternehmen, insbesondere globalen Konzernen,

gibt sich Ambani gegenüber US-Datenriesen wie Facebook selbstbewusst. Wie diese Herkulesaufgabe gelingen soll, ließ er bisweilen offen. Jedoch kann sich der Konzern auf erste Erfahrungen stützen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Reliance Industries gemeinsam mit den Banken ING und HSBC erste Schritte gewagt und Blockchain-Technologie in der Handelsfinanzierung zum Einsatz gebracht.

Indien: Aufstrebende Wirtschaftsmacht mit Wachstumsschmerzen

Als eines der wichtigsten Schwellenländer verzeichnet Indien seit Jahren beachtliche Wachstumsquoten. Gleichzeitig ist die größte Demokratie mit ihren derzeit rund 1,4 Milliarden Einwohnern hinter China der zweitbevölkerungsreichste Staat der Welt. Dies birgt für das Land gewisse Wachstumsschmerzen.

Zwar setzt Premierminister Modi im Zuge seiner Made-in-India-Initiative alles auf die Industrialisierung des Landes. Der Großteil der indischen Bevölkerung lebt jedoch nach wie vor direkt von der wenig lukrativen Landwirtschaft. Trotz stetiger Reformen und dem indischen Wirtschaftswunder vergangener Jahre hinkt die Entwicklung im Land hinterher.

Während die Regierung in Neu-Delhi und den 29 Bundesstaaten derweil entschieden gegen Armut, Arbeitslosigkeit und Bildungsprobleme kämpfen will, ächzt die Wirtschaft unter Korruption und Geldwäsche.

Im Kampf gegen Steuerhinterziehung und Schmiergeldzahlungen verschärft der Staat dieser Tage jedoch sein Vorgehen – zum Leidwesen der Krypto-Gemeinde. Bis zum Ende des Jahres will das Parlament über einen Gesetzesentwurf entscheiden, der Bitcoin & Co. verbieten soll. Beobachter fürchten darin Verluste in Milliardenhöhe für die indische Wirtschaft.

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