Regulierungs-ECHO KW42 – Eine Kryptowährung für Hamburg?

Regulierungs-ECHO KW42 – Eine Kryptowährung für Hamburg?

In der zurückliegenden Woche ist rund um den Globus mal wieder viel in Sachen Regulierung geschehen. In unserem Regulierungs-ECHO blicken wir zum Wochenausklang zurück und fassen zusammen, was wann wo und von wem gesagt, gedacht oder beschlossen wurde.

Deutschland: CDU Hamburg fordert eigene Kryptowährung

ie Hamburger Christdemokraten spielen mit dem Gedanken einer eigenen Kryptowährung für die Hansestadt. Dies berichtete in der vergangenen Woche das Hamburger Abendblatt unter Berufung auf den CDU-Bürgerschaftsabgeordneten und Sprecher für Digitalwirtschaft, Carsten Ovens. Demnach habe der „Hamburg Coin“ vor allem einen Marketingcharakter. Von der regierenden SPD ist von diesem Vorschlag bisher allerdings nichts zu vernehmen.

Iran: US-Behörde will Krypto-Nutzung im Iran bremsen

Der Gebrauch von Kryptowährungen war für Unternehmen im Iran in der letzten Zeit immer beliebter geworden. Der Grund dafür liegt in den Handelssanktionen der USA gegen das Land. Diese sollten mit der Nutzung von Kryptowährungen umgangen werden. Doch damit soll nun Schluss sein. Wie die US-amerikanische Behörde gegen Finanzkriminalität, das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), bekannt gab, stuft man den Gebrauch von Kryptowährungen im Iran als „illegitim und bösartig“ ein und will diesen demnach unterbinden.

Hongkong: Neuer Regulierungs-Ansatz geplant

Die Hongkonger Finanzmarktaufsicht Securities and Futures Commission (SFC) möchte Kryptowährungen in der Jurisdiktion stärker regulieren. Wie der Vorsitzende Carlson Tong Ka-shing gegenüber lokalen Medien preisgab, soll die neue Regulierung dazu dienen, potentielle Investoren zu schützen. Dabei gehe es jedoch nicht um eine Politik der Verbote, wie es in Festlandchina der Fall sei. Vielmehr möchte man ein gut reguliertes Gegenmodell zur restlichen Volksrepublik entwerfen.

USA: Ehemaliger CFTC-Vorsitzender für ICO-Regulierung als Wertpapiere

Der ehemalige Vorsitzende der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC) Gary Gensler hat Stellung zu Initial Coin Offerings bezogen. Kryptowährungen, die aus ICOs hervorgehen, seien in den USA demnach generell als Wertpapiere gewertet worden. Grundsätzlich zeigt er sich positiv gegenüber Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie. Er betont jedoch die Notwendigkeit eines regulatorischen Rahmens für nachhaltiges Wachstum. In der Vergangenheit hatte Gensler bereits Ether und XRP als Wertpapiere eingeordnet.

Russland: Hacker wegen Minings über Regierungsserver vor Gericht

Ein junger russischer Hacker wurde in dieser Woche vor Gericht gestellt. Vorgeworfen wird ihm das illegale Minen von Kryptowährungen. Dazu soll er unerlaubter Weise die Rechenleistung von Servern genutzt haben, die von der russischen Regierung betrieben werden. Wie lokale Medien berichten, sei der russische Inlandsgeheimdienst FSB auf die Ungereimtheiten auf den russischen Regierungsservern aufmerksam geworden. Dem 21-jährigen Hacker drohen deswegen nun bis zu fünf Jahre Haft.

USA: SEC ruft neue Abteilung für den Dialog mit ICOs ins Leben

Die US-amerikanische Regulierungsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) hat die Bildung einer neuen Abteilung angeordnet. Ziel dieser Gruppe soll es sein, die Abstimmung mit Krypto-Start-ups zu verbessern. Dabei soll es besonders jenen, die ein Initial Coin Offering starten wollen, einfacher gemacht werden, dabei den rechtlichen Rahmen einzuhalten. Der Strategic Hub for Innovation and Financial Technology (FinHub) soll von nun an als Anlaufstelle für FinTech-Unternehmen fungieren.

Japan: Steuerausschuss will Krypto-Besteuerung erleichtern

Der Ausschuss für Besteuerung in Japan hat darüber beraten, wie man die Besteuerung von Kryptowährungen in dem Inselstaat vereinfachen kann. Wie lokale Medien berichten, ist das aktuelle Steuersystem unnötig komplex und schrecke viele japanische Staatsbürger ab. Der Ausschuss, der die Regierung in Steuerfragen berät, möchte deswegen vor allem die Berücksichtigung von Kryptowährungen in der Steuererklärung erleichtern. Das schaffe zudem eine noch krypto-freundlichere Umgebung in Japan.

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