Regulierungs-ECHO KW32 – Internationale Zusammenarbeit und Innovation

Regulierungs-ECHO KW32 – Internationale Zusammenarbeit und Innovation

In der zurückliegenden Woche ist rund um den Globus mal wieder viel in Sachen Regulierung geschehen. In unserem Regulierungs-ECHO blicken wir zum Wochenausklang zurück und fassen zusammen, was wann wo und von wem gesagt, gedacht oder beschlossen wurde.

Japan: Krypto-Exchanges formen selbstregulatorische Gruppe

Einige japanische Krypto-Börsen haben offiziell beantragt, eine Organisation zur Selbstregulierung zu gründen. Den Vorschlag reichten sie nun bei der Financial Services Agency (FSA) des Landes ein. Die Japan Virtual Exchange Association (JVCEA), die bereits im März von 16 Krypto-Börsen gegründet wurde, bewirbt sich, um ein “zertifizierter Fondsabwicklungs-Geschäftsverband” zu werden. Dies würde es der JVCEA ermöglichen, selbstregulierende Regeln für den Krypto-Markt einzuführen.

Thailand: Banken dürfen Tochtergesellschaften für den Krypto-Handel gründen

Thailändische Banken können jetzt über Tochtergesellschaften digitale Token ausgeben, Krypto-Brokerage-Dienste anbieten, Krypto-Geschäfte betreiben und in Kryptowährungen investieren. Dies hatte die Bank of Thailand, die Zentralbank des Landes, laut einem Bericht der Zeitung Blognone zum 1. August erlaubt. Auf direkte Art und Weise ist der Handel mit und das Investieren in Kryptowährungen den Banken jedoch nach wie vor untersagt.

Südkorea: Nur 2 Prozent der Bevölkerung wollen in Kryptowährugnen investieren

Die südkoreanische Finanzholding KB Financial Group Inc. hat einen Bericht zu Kryptoinvestments im Jahr 2018 veröffentlicht. Laut der repräsentativen Umfrage gaben 74,8 Prozent der Befragten an, nicht in Kryptowährungen zu investieren. 23 Prozent sagten, dass Investitionen von der Situation abhängig seien und nur etwa zwei Prozent würden in Zukunft in Kryptowährungen investieren.

USA: Kongressmitglied offenbart Krypto-Besitz

Das Mitglied des Kongresses und der Vorsitzende des Rechtsausschusses, Bob Goodlatte, hat seine Krypto-Bestände offengelegt. Anschließend veröffentlichte er ein Memo, das alle Mitglieder, Offiziere und Angestellten des Repräsentantenhauses aufrief, ihren Besitz von Kryptowährungen zu veröffentlichen. Laut seinem Bericht besitzt Goodlatte etwa 80.000 US-Dollar in Bitcoin, Bitcoin Cash und Ethereum.

Ukraine: Test-Wahlen auf der NEM-Blockchain

Wie NEM Ukraine auf seiner Facebook-Seite bekannt gab, will Oleksandr Stelmakh, Leiter des Staatsregisters der Zentralen Wahlkommission der Ukraine, die Daten der Präsidentschaftswahlen auf der Blockchain speichern. Dazu soll zunächst ein Testversuch stattfinden. Bei erfolgreicher Durchführung des Tests könnte die Blockchain-Technologie auch in anderen Bereichen von lokalen und nationalen Wahlen Anwendung finden.

International: Regulierer formen globale Sandbox

Die Financial Conduct Authority (FCA), der Fiannzmarktregulierer des Vereinigten Königreichs, hat in dieser Woche die Gründung des Global Financial Innovation Network (GFIN) angekündigt. In Zusammenarbeit mit elf Finanzaufsichtsbehörden und verwandten Organisationen soll nun eine „globale Sandbox“ geschaffen werden. Mitglieder sind unter anderem die Finanzmarktregulierer aus dem kanadischen Quebeq, sowie Australien, Hong Kong, Singapur, Abu Dhabi, Dubai und die USA.

BTC-ECHO

Über Tobias Schmidt

Tobias SchmidtTobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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