Regulierungs-ECHO KW31 – Wechselhafte Stimmung im Sommerloch

Regulierungs-ECHO KW31 – Wechselhafte Stimmung im Sommerloch

In der zurückliegenden Woche ist rund um den Globus mal wieder viel in Sachen Regulierung geschehen. In unserem Regulierungs-ECHO blicken wir zum Wochenausklang zurück und fassen zusammen, was wann wo und von wem gesagt, gedacht oder beschlossen wurde.

Südkorea: Regierung will steuerliche Vorteile von Exchanges streichen

Südkoreanische Kryptobörsen könnten bald den Anspruch auf erhebliche Steuervergünstigungen verlieren, die derzeit kleineren Unternehmen gewährt werden. Die südkoreanische Regierung kündigte eine Revision des bestehenden Steuergesetzes an. Dieses würde die Börsen nicht mehr in der Kategorie der Start-ups oder kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) einordnen. Nach dem bestehenden Steuergesetz des Landes können Start-ups und KMU in den ersten fünf Jahren nach ihrer Gründung einen Abzug von 50 bis 100 Prozent ihrer Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer beantragen.

China: Zensurbehörde stellt Krypto-Experten ein

Die staatliche chinesische Regierungsbehörde für die Zensur der Medienproduktion sucht nach einem Kryptologen, der sich in Sachen Blockchain auskennt. Das Forschungszentrum der Staatlichen Presseverwaltung, hat dazu eine Stellenbeschreibung veröffentlicht. Der ideale Kandidat ist demnach technologieaffin und besitzt starke Fähigkeiten in kryptographischen Algorithmen und Leistungsoptimierung.

Philippinen: Neues ICO-Gesetz stuft alle Token als Securities ein

Die Philippinen stehen kurz vor der Einführung eines neuen Gesetzes, das die rechtliche Situation von ICOs regeln soll. Dazu hat die Securities and Exchange Commission (SEC) des Landes einen Regelungsentwurf veröffentlicht. Darin werden alle in ICOs ausgegebene Token standardmäßig als Wertpapiere eingeordnet, es sei denn, die Emittenten können das Gegenteil beweisen. Nur wenn die Token als Wertpapiere eingestuft sind, fallen sie auch in den Zuständigkeitsbereich der SEC.

Holland: Kryptowährungen „kein echtes Geld“

Für Petra Hielkema, Abteilungsdirektorin der Niederländischen Zentralbank, sind Kryptowährungen kein echtes Geld. Schuld daran sei die Volatilität sowie die hohen Verbraucherrisiken. Dies berichtete die lokale Nachrichtenagentur Dutch News. Hielkema wies auch darauf hin, dass die Bank seit drei Jahren mit der Blockchain experimentiert und bereits vier Prototypen entwickelt hat. Obwohl Hielkema hinzufügt, dass Blockchain noch nicht bereit ist, in niederländischen Zahlungssystemen implementiert zu werden, gibt es „Möglichkeiten für die Zukunft“.

Chamber of Digital Commerce: Richtlinien für nachhaltiges Wachstum

Die Token Alliance der Chamber of Digital Commerce hat laut ihrer Pressemitteilung einen gemeinsamen Bericht über die vorgeschlagenen Richtlinien für „verantwortungsbewusstes Wachstum“ des Kryptowährungsmarktes veröffentlicht. Das Dokument mit dem Titel „Understanding Digital Tokens: Market Overviews & Guidelines for Policymakers & Practitioners“ gliedert sich in drei Abschnitte: einen regulatorischen Überblick über digitale Token-Märkte in fünf Ländern, Prinzipien für die Verteilung digitaler Token, die nicht als Wertpapiere dienen sollen, und wirtschaftliche Berichterstattung über die „globale Token-Landschaft“.

SEC: Neue Kryptobeauftragte will Dialog fördern

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat eine neue Kryptobeauftragte. Valerie Szczepanik will für mehr Dialog zwischen der aufstrebenden Kryptoindustrie und der Securities and Exchange Commission sorgen. Zuvor hatte sie bei der Behörde die Aufsicht über Initial Public Offerings und Aktienverkäufe inne.

BTC-ECHO

Über Tobias Schmidt

Tobias SchmidtTobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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