Regulierungs-ECHO KW 38: Der Hammer fällt in Übersee

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Regulierungs-ECHO KW 38: Der Hammer fällt in Übersee

In den USA gibt es bereits jetzt dreimal so viele Kryptoklagen wie im vergangenen Jahr. Japan vergrößert sein Regulierungsteam, während Frankreich all seine Hoffnungen auf eine gelungene Regulierung von ICOs stützt. Das Wichtigste, was in Sachen Regulierung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen in der letzten Woche passiert ist, in Kürze. Das Regulierungs-ECHO.

Die Regulierungsmeldungen sind wieder deutlich USA-lastig. Dort sprach sich Hester Peirce von der SEC für einen deutlich positiveren Ton gegenüber Bitcoin aus. Außerdem wies ein Gericht in der Causa Mt.Gox die Verantwortung von sich. Kein Wunder, schließlich haben sie genug zu tun: Es gibt 2018 bereits mehr Kryptoklagen als im gesamten vergangenen Jahr. Japan feilt derweil an einem neuen Regulierungsteam, während sich Frankreich erhofft, Blockchain-Start-ups ins Land zu locken. Wo der Regulierungshammer geschwungen wird, erfahrt ihr im Regulierungs-ECHO.

SEC: Hester Peirce spricht sich für Kryptowährungen aus

Hester Peirce, Kommissionarin bei der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission, SEC, hat sich dafür ausgesprochen, dass sich die Behörde allgemein aufgeschlossener in Bezug auf Kryptowährungen positionieren sollte. Ferner gab sie zu bedenken, dass auf Kryptowährungen ein Stigma liege. Es sei in diesem Zusammenhang vor allem die hohe Komplexität, die das Thema mit sich bringe und die viele Investoren abschrecke. Da müsse sich die SEC gut positionieren, um hier etwas Klarheit zu schaffen.

US-Gericht lässt Verfahren gegen Mt.Gox fallen

Ein US-Gericht musste die Klage gegen Mt.Gox und die mit ihr verbundene Mizuho Bank fallen lassen. Der Grund dafür war, dass die in Japan ansässige Bank keinen gültigen Rechtsraum in den USA habe. Dadurch haben es verprellte Nutzer aus den USA künftig noch schwerer als bisher, rechtlich gegen die fragwürdige Börse aus Japan vorzugehen.

USA: 2018 dreimal so viele Kryptoklagen wie vergangenes Jahr

In den ersten beiden Quartalen des aktuellen Jahres gab es bereits dreimal so viele Kryptoklagen wie im gesamten Jahr 2017. Laut einem Bericht habe sich die Anzahl an Klagen, die die Worte Bitcoin, Blockchain oder Kryptowährung enthalten, im Vergleich zum letzten Jahr bereits verdreifacht. Die SEC zeichnet laut Bericht für rund ein Drittel dieser Klagen verantwortlich.

Japan: Größeres Team & Selbstregulierung


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Die japanische Finanzaufsichtsbehörde hat ihr Team aufgestockt. Gleichzeitig hat Japan ein Update zum derzeitigen Stand zur Regulierung von Bitcoin-Börsen gegeben. Demnach waren es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung über 160 Unternehmen, die auf den japanischen Markt drängen wollen. Um diesem Ansturm gerecht zu werden, will die FSA ihr 30-köpfiges Team aufstocken. Außerdem überlegt die Behörde, künftig Richtlinien zur Selbstregulierung herauszugeben. Im Lichte des aktuellen Hacks der Bitcoin-Börse Zaif sicher keine schlechte Idee.

Frankreich: Neue Richtlinien für ICOs

Neues in Sachen ICO-Regulierung gibt es aus geographisch nächster Nähe. Frankreich hat nämlich ein neues Rahmenwerk veröffentlicht, das sich mit der Regulierung von ICOs auseinandersetzt. Durch die neuen Richtlinien, die eine klare steuerliche Regulierung und einen gesetzlich gesicherten Rahmen vorsehen, erhofft sich Finanzminister Bruno Le Maire einen deutlichen Zuwachs an Start-ups aus dem Umland:

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