Bitcoin & Co. sind keine Finanzprodukte – Das Regulierungs-ECHO
Bitcoin, Bitcoin & Co. sind keine Finanzprodukte – Das Regulierungs-ECHO

Bitcoin & Co. sind keine Finanzprodukte – Das Regulierungs-ECHO

Der staatliche Ölkonzern Venezuelas flirtet mit Bitcoin, der in den Augen eines internationalen Expertengremiums weder Geld noch Finanzprodukt ist. Unterdessen erringt die Krypto-Börse Bitfinex einen Etappensieg gegen die New Yorker Staatsanwaltschaft, während die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC abermals eine Entscheidung über einen Bitcoin ETF vertagt. Das Regulierungs-ECHO.

Bitcoin: Ein immaterielles Asset?

Schon gewusst? Bitcoin ist weder eine Währung noch ein Finanzprodukt. Sagt wer? Das International Financial Reporting Standards Committee (IFRIC). Danach seien Kryptowährungen „immaterielle Vermögenswerte“, weil sie „vom Inhaber getrennt und einzeln verkauft oder übertragen werden und ihrem Inhaber keinen Anspruch darauf gewährleisten, eine feste oder bestimmbare Anzahl von Währungseinheiten zu erhalten“, zitiert das südkoreanische Nachrichtenportal The Korea Times das IFRIC. Ferner fielen Kryptowährungen nicht unter die Definition eines Finanzproduktes, weil sie „kein Eigenkapitalinstrument eines anderen Unternehmens“ seien.

Höchste Zeit, dass diese Empfehlungen noch einmal überdacht werden. Schließlich ist die Krypto-Branche gerade dabei, die Brücke zur Regulierungskonfirmität zu schlagen – das kann man zumindest aus der wachsenden Anzahl von Security Token Offerings ableiten, die den Segen der Regulierungsbehörden erhalten haben.

Bitcoin ETF erneut verschoben

Unterdessen wurde eine weitere potenzielle Hochzeit von Bitcoin und Tradition, nämlich in Form eines börsengehandelten Bitcoin-Fonds, verschoben. Die US-amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde hat die Prüfung eines entsprechendes ETF-Antrags der Firma Wilshure Phoenix vertagt. Der Vorstoß sieht einen Trust vor, der – anders als bisherige Bitcoin-ETF-Vorstöße – auch in US-Dollar und kurzfristige US-Schatzanweisungen investieren soll. Die SEC ist gesetzlich dazu verpflichtet, innerhalb von 35 Tagen eine Entscheidung zu treffen.

Bitfinex-Prozess geht in die nächste Runde

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Der Rechtsstreit zwischen dem US-Bundesstaat New York und der Bitcoin-Börse Bitfinex hat in der vergangenen Woche eine weitere Wendung genommen. So konnte die Krypto-Exchange zwar zunächst einen Etappensieg erringen: Der zuständige Richter urteilte, dass sie nicht dazu verpflichtet sei, der Staatsanwaltschaft ihre Bilanzen zu offenbaren – zumindest bis das Gericht eine Entscheidung zur Einstellung des Verfahrens getroffen hat. Damit folgte das Gericht der Argumentation der Verteidigung, dass eine Offenlegung der Bücher einen „jurisdiktionellen Übergriff“ darstellen würde.

Venezuela: Auf Bitcoin-Kurs, um Sanktionen zu umschiffen?

Dass sich Venezuela mit Kryptowährungen gegen US-Wirtschaftssanktionen immunisieren möchte, ist spätestens seit der Vorstellung des ominösen Öl-Coins „Petro“ bekannt. Neu ist hingegen, dass der staatliche Ölkonzern PDVSA offenbar auch mit Bitcoin flirten soll. Das berichtet das US-Nachrichtenportal Bloomberg unter Berufung auf Insiderangaben. Danach erwägt PDVSA, den Boykott durch internationale Großbanken zu umgehen, indem sie Zulieferer und Gläubiger mittels über die venezolanische Zentralbank geschleuste Bitcoin und Ether begleichen möchte. Konkrete Informationen über Höhe und Herkunft der angeblichen Krypto-Einlagen von PDSVA liegen bislang jedoch nicht vor. In jedem Fall liefert die Initiative die Zensurresistenz von Kryptowähr– Entschuldigung, immateriellen Assets, die weder Geld noch Finanzprodukte sind.

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