Regulierung: Südafrika will Bitcoin Trading lückenlos überwachen

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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südafrika

Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/south-african-flag-coins-isolated-on-614609492?src=rzWORhFymQ16ddn0bte-KA-1-33

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Die südafrikanische Steuerbehörde SARS befindet sich derzeit in Gesprächen mit Top-Technologiefirmen aus aller Welt. Dabei soll eruiert werden, wie man das Trading mit Kryptowährungen effektiv überwachen kann, um somit lückenlos Steuern zu erheben. Die Beamten glauben, die fehlende Überprüfung der Angaben Steuerpflichtiger durch Dritte mache Gewinne in diesem Sektor zu einem Risikobereich.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Nach Auskunft des südafrikanischen Online-Magazins Moneyweb werden momentan Gespräche geführt. Diese sollen klären, wie man besser mit Gewinnen aus dem Verkauf von Bitcoin & Co. umgehen kann. Den Mitarbeitern der Behörde liegen im Gegensatz zu Aktien-, Devisen- oder Warentermingeschäften keine Unterlagen der Banken vor, um die Angaben der Steuererklärungen zu überprüfen. Folglich müssten die Mitarbeiter von SARS blind darauf vertrauen, dass die Einwohner ihre Erklärungen wahrheitsgemäß und vollumfänglich abgegeben haben.

Der Leiter der Wissenschaftsabteilung von SARS, Dr. Randall Carolissen, sagte, dass man sich ja sicher vorstellen könne, wie kompliziert eine Überwachung der Einkünfte aufgrund der Blockchain-Technologie sei. Ohne zu viel verraten zu wollen, würden derzeit auf internationaler Ebene Gespräche mit führenden Technologiekonzernen laufen, die mit der gleichen Aufgabenstellung für Kanada und Großbritannien beschäftigt seien. Man hoffe, diese Technologie zu erhalten. Auch die Zusammenarbeit der Finanzbehörde mit der südafrikanischen Zentralbank SARB wird derzeit intensiviert. Die Steuerbehörde will dabei den Geldfluss von und nach Südafrika überprüfen, um alle noch vorhandenen Schlupflöcher zu stopfen, wie es Dr. Carolissen so schön ausgedrückt hat. Momentan werden dort Gewinne durch Spekulationen mit Kryptowährungen wie der Handel mit Gold bewertet. Wer Krügerrand-Münzen mit Gewinn verkauft, müsse ebenfalls Kapitalertragssteuer bezahlen. Derzeit hole man sich Auskunft bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein, wie man den Handel steuerlich am besten behandeln soll.

Zitiert wird in den südafrikanischen Medien auch ein leitender Direktor der Geneva Management Group. Bei diesem Schweizer Finanzinstitut gehen derzeit vermehrt Anfragen der Kunden nach der Besteuerung ihrer Gewinne mittels Bitcoin Trading ein. Dies müsse man im Einzelfall betrachten, so Ruaan van Eeden. Die Steuerbehörde SARS will nun im Detail klären, welche Steuern in welcher Höhe erhoben werden sollen. Im Raum stehen sowohl Mehrwertsteuer, Einkommenssteuer und als Teilbereich die Kapitalertragssteuer. Die größte Sorge der Behörde ist aber, dass viele südafrikanischen Anleger aufgrund der fehlenden Kontrolle gar nichts in ihrer nächsten Steuererklärung angeben werden. Und das trotz oder gerade wegen der enormen Gewinne, die sie innerhalb der letzten Monate generiert haben. Dieser Problematik will man künftig mit einer möglichst effektiven Überwachung der Blockchain-Technologie entgegenwirken. Wie das technisch gesehen vonstattengehen soll, wird im Beitrag der Kollegen von Moneyweb leider nicht ausgeführt. Das wäre indes sehr spannend gewesen.

BTC-ECHO

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