Regulierung: Neues aus Indonesien und Mexiko

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

Quelle: New Mexico State Capitol via shutterstock

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Neuigkeiten in Sachen Regulierung. Die indonesische Zentralbank will den Handel mit Bitcoin verbieten, während sich der mexikanische Senat eher positiv gegenüber Kryptowährungen äußert.
Indonesische Zentralbank warnt vor den Gefahren von Bitcoin & Co.

Indonesische Zentralbank warnt vor den Gefahren von Bitcoin & Co.

Wie die Jakarta Post berichtet, hat sich der Vorsitzende der indonesischen Zentralbank negativ gegenüber Kryptowährungen geäußert. Dahingehend zieht die Zentralbank neue Regulierungsansätze in Betracht, wonach sie Bitcoin-Transaktionen ab dem nächsten Jahr kategorisch ausschließen will.


Die Zentralbank Indonesiens nimmt in solchen Entscheidungen eine interessante Rolle ein. In Geldfragen kann sie nämlich politische Fragen klären – mehr oder weniger unabhängig vom Staat. Sie ist dahingehend für die Stabilisierung der Währung und für die Verwaltung von Staatsanleihen zuständig.

Die Argumente sind bekannt, fleißige Leser kennen sie bereits zur Genüge. Kryptowährungen finanzieren den internationalen Terrorismus. Geldwäscher benutzen es, um ihr Schwarzgeld zu säubern und last but not least: Der Drogenhandel floriert durch Bitcoin.

Mit ihrem geplanten Verbot schließen sie sich China und Russland an, die ICOs und Kryptobörsen verboten bzw. vor diesen eindrücklich gewarnt haben. Der Fakt, dass das Verbot zu einer Umschiffung der Gesetze durch beispielsweise Umsiedlung der Börsen geführt hat, wird bei solchen Überlegungen offenbar ignoriert. Auch dass sich die Argumente wie Geldwäsche auf bereits bestehende Probleme beziehen, scheint bei solchen Begründungen nicht ins Gewicht zu fallen.

Mexiko erkennt die Chancen einer Regulierung

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, gibt man sich in Regulierungsfragen in Mexiko eher positiv. So hat am Dienstag der Senat in Mexiko City am Dienstag einen Entwurf eingereicht, der sich mit Crowdfunding, dem wachsenden Fintech-Sektor und Kryptowährungen befasst.

Inhaltlich geht es vor allem um Lösungsvorschläge, die den bekannten Problemen wie Geldwäsche und der Finanzierung von Terror-Organisationen entgegentreten wollen. Endgültige Abstimmungen darüber sollen Mitte Dezember stattfinden.

Viele Unternehmen sehen in Kryptowährungen die Chance, ungefähr die Hälfte der 120 Millionen Mexikaner ans Finanzsystem anzubinden, die momentan keine Bankkonten haben.

Der Gesetzesentwurf sieht klare Regelungen vor, die die Kosten bei Transaktionen auf einem Minimum halten sollen. Somit wolle man Crowdfunding und kleinere Unternehmen unterstützen.

Weiterhin sieht der Gesetzesentwurf vor, Unternehmen, die mit Kryptowährungen wie Bitcoin handeln, durch die Zentralbank überwachen zu lassen.

Es zeigt sich einmal mehr, dass es zwei Strategien gibt, mit Problemen umzugehen. Durch ein striktes Verbot wie in Indonesien, China und Russland werden Probleme, die ohnehin bestehen, strikt zur Seite geschoben – hier hat man es mit typischer Symptombekämpfung zu tun. Dann bietet sich wie in Mexiko die Möglichkeit, die Probleme ins System zu integrieren und zu versuchen, Lösungsansätze zu finden.

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