Rechtsstreit mit R3-Konsortium: Ripple verliert Heimvorteil

Roman Maas

von Roman Maas

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Roman Maas

Roman Maas hat in Düsseldorf seinen Magister in Anglistik und Geschichte gemacht und danach in verschiedenen Redaktionen, Verlagen und Agenturen gearbeitet. Seit 2015 ist er als freier Autor beruflich und lokal unabhängig. Kryptowährungen und Blockchain bedeuten für ihn in erster Linie eine aufregende Entwicklung mit gewaltigen Möglichkeiten für eine dezentralisierte Zukunft.

Quelle: The exterior of the New York Supreme Court via Shutterstock

Teilen
BTC16,439.63 $ -13.27%

Bei dem Streit zwischen dem Bankenkonsortium R3 und Ripple Labs Inc., dem Unternehmen hinter der Kryptowährung XRP, hat man eine wichtige Entscheidung getroffen. Die Gerichtsverhandlung findet nicht, wie von Ripple erhofft, in Kalifornien, sondern in New York statt.

Ripple Labs Inc. hat keine Möglichkeit mehr, seinen wichtigsten Rechtsstreit vor der eigenen Haustür abzuhalten. Ein kalifornisches Berufungsgericht hat einen Antrag der XRP-Entwickler abgelehnt, die Klage von R3 gegen das Unternehmen aufzuheben. Dies bedeutet, dass ein Gericht in New York die letzte Entscheidung fällen wird.

Misslungene Kooperation von Konsortium und Kryptowährung


Auslöser des Konflikts ist ein Vertrag über eine Zusammenarbeit zwischen dem Kryptowährungsunternehmen und dem Bankenkonsortium. Hinter R3 stehen über 70 der weltweit größten Finanzinstitute. Ripple sollte R3 fünf Milliarden XRP zu einem sehr günstigen Preis verkaufen. Dafür sollte das Unternehmen Unterstützung bei der Verhandlung mit Banken sowie wertvolle Informationen erhalten.

Laut Ripple gab es diese Unterstützung allerdings nie. Beispielsweise hat R3 das Unternehmen nicht über den Ausstieg von großen Teilnehmern wie JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Morgan Stanley aus dem Konsortium informiert. Ripple verweigerte den Deal, woraufhin das in New York ansässige R3 klagte. Die Antwort Ripples war eine Gegenklage wegen Vertragsbruch in Kalifornien.

Als der Rechtsstreit begann, betrug der Vertragswert etwas mehr als eine Million US-Dollar. Allerdings ist der Wert von XRP inzwischen so gestiegen, dass es derzeit um 3,7 Milliarden US-Dollar geht. Die Tatsache, dass nun ein New Yorker Gericht den Streit entscheiden wird, sieht Ripple als großen Nachteil und spricht von einem „irreparablen Schaden für das Unternehmen“.

Wasser auf die Mühlen der Ripple-Kritiker?

Das Ripple-Protokoll und XRP wurden entwickelt, um den Zahlungsverkehr zwischen Banken zu vereinfachen und zu beschleunigen. Wegen diesen Partnerschaften wird die Währung von der Krypto-Community oft kritisiert, das zentralisierte Bankensystem zu stützen. Auch die Tatsache, dass das Gründerunternehmen selbst einen großen Prozentsatz der Währungseinheiten für sich behält und somit großen Einfluss auf deren Wert hat, läuft der Idee eines dezentralen Geldsystems entgegen. Technisch gesehen ist Ripple allerdings dezentralisiert, das zugrundeliegende Open-Source-Protokoll funktioniert theoretisch auch ohne das Unternehmen.

Die derzeitigen Konflikte, die aus der fehlgeschlagenen Zusammenarbeit zwischen Kryptowährung und Großbanken hervorgegangen sind, zeigen aber, wie sehr eine Idee wie Ripple von einem zentralen Akteur und dessen Verhältnis zum bestehenden Finanzsystem abhängig ist.

BTC-ECHO

kryptokompass

Das passende Krypto-Portfolio für jeden Anleger

1.000€, 10.000€ oder 100.000€

Mehr erfahren im führenden Magazin für Blockchain und digitale Währungen Print und digital
☑ Im Abo inkl. Ledger Nano S oder 30€ Amazon Gutschein
☑ Jeden Monat über 50 Seiten Krypto-Insights
☑ Keine Investmentchancen mehr verpassen
☑ Portofrei direkt nach Hause

Zum Kryptokompass

Gratis-Prämien nur solange der Vorrat reicht.


Teilen

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise

Kryptokompass #41 – inkl. gratis Prämie (u.a. Ledger Nano S)

Der passende Krypto-Portfolio für jeden Anleger

Kryptokompass #41 – inkl. gratis Prämie (u.a. Ledger Nano S)

Der passende Krypto-Portfolio für jeden Anleger

Das Bitcoin & Blockchain Szene Magazin

In Print und Digital verfügaber

Neue Investmentchancen verstehen und ergreifen

Jeden Monat über 50 Seiten Insights, Analysen, KnowHow

Streng limitiert: Inkl. gratis Prämie im Abo

Gratis Ledger Nano S, 30€ Amazon Gutschein oder 24 Karat vergoldete Bitcoin Münze

BTC-ACADEMY

Kryptowährungen einfach handeln

Plus500 der führende CFD Anbieter

  • Direkt mobil handeln
  • Einzahlung per Kreditkarte oder PayPal
  • Bitcoin,Ether,IOTA,Ripple, uvm.
  • inkl. Demokonto

76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD Handel mit diesem Anbieter