Problemkinder: Großteil aller Bitcoin-Börsen unreguliert

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Das Regulierungs-Start-up Coinfirm führte eine Studie an 216 Bitcoin-Börsen durch. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der Handelsplattformen über keine oder keine umfassenden Regulierungsrichtlinien verfügt. So vollziehen 69 Prozent der untersuchten Firmen keine vollständigen KYC-Prozeduren. Ganze 74 Prozent weisen Mängel im Kampf gegen Geldwäsche auf. Branchen-Größe Binance fällt besonders negativ auf. Wie viel Risiko nehmen wir im Namen der Anonymität in Kauf?

Coinfirm, ein Londoner Krypto-Start-up, veröffentlichte im März 2019 einen umfassenden Report zur internen Sicherheits- und Transparenzpolitik von Krypto-Börsen.


Aus diesem geht hervor, dass die meisten der 216 untersuchten Bitcoin-Börsen im Hinblick auf Geldwäsche-Prävention („Anti-Money-Laundering (AML)“) und Nutzerinformationen („Know-Your-Customer (KYC)“) keine oder nicht ausreichende Richtlinien und Prozessstrukturen besitzen.

KYC als Geldwäsche-Prävention

69 Prozent der Börsen verfügen demnach nicht über „komplette und transparente“ KYC-Prozeduren. KYC ist vor allem dann relevant, wenn Unternehmen sich durch Legitimationsprüfungen ihrer Kunden juristisch absichern wollen. Internationales Recht, wie die Anti-Geldwäsche-Richtlinie der EU, gibt außerdem die Rahmenbedingungen für KYC-Maßnahmen vor.

Coinfirm bescheinigt nur 26 Prozent der unter die Lupe genommenen Börsen ein „hohes“ Level an Strukturen zur Geldwäsche-Bekämpfung. Unter ihnen befinden sich indes Coinbase, Coinsquare und Gemini. Sie verfügen über Lizenzen und strenge Vorschriften im Bereich KYC/AML.

Die restlichen Handelsplattformen für Bitcoin & Co. operieren schließlich in rechtlichen Grauzonen. Grundsätzlich ist die Bandbreite zwischen völliger Deregulierung und gewissenhaften Überprüfungsmaßnahmen sehr hoch.

Binance in der Kritik

Besonders negativ fällt Binance auf. Die größte Krypto-Börse weltweit gewährt ihren Nutzern ein hohes Maß an Anonymität. Sie nimmt dabei aber das Risiko von kriminellen Aktivitäten auf ihrer Plattform in Kauf. Als Beispiel nennt Coinbase die Einstellung, Überweisungen unter zwei BTC ohne Nutzerüberprüfung durchführen zu können.

Unterdessen bemüht sich Binance, ihren Pflichten nachzukommen und Verbesserungen im Sicherheitsbereich anzustoßen. Am Dienstag, dem 26. März, gab das Unternehmen bekannt, in Zukunft mit der Compliance-Management- und Regulierungsplattform IdentityMind zusammenzuarbeiten.

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