Polnische Kryptobörse Coinroom gehackt – Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet

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Polnische Kryptobörse Coinroom gehackt – Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet

Die polnische Kryptobörse Coinroom ist offenbar gehackt worden. Glücklicherweise soll dabei jedoch kein finanzieller Schaden entstanden sein. Aufgrund der schnellen Reaktion der Börse konnte man Sicherheitsmaßnahmen einleiten und Schlimmeres verhindern.

Wie das Nachrichtenportal Cryptovest am Dienstag, dem 14. August, berichtete ist es Hackern offenbar gelungen, in das System der Kryptobörse Coinroom einzudringen. Dabei bestand die Gefahr, dass sie die Coins der Nutzer während des Login-Verfahrens abphishen. Dazu sei es allerdings nicht gekommen.

Sicherer als andere?

Die polnische Kryptobörse weist ein tägliches Volumen von 2,4 Millionen US-Dollar auf. Zudem gilt sie in Osteuropa als eines der wichtigsten Fiat-Krypto-Portale. Um diesen guten Ruf zu unterstützen, wirbt Coinroom auf ihrer Website damit „billiger, sicherer und schneller als andere“ zu sein. Da die Kryptobörse die Möglichkeit der Banküberweisung anbietet, kann man hier tatsächlich jene Gebühren sparen, die häufig mit der Zahlung über Kreditkarten einhergehen. Sicherlich gibt es auch Mitbewerber auf dem Markt, deren Service mehr Zeit in Anspruch nimmt – es ist ja immer eine Frage, mit wem man sich vergleicht. Billiger und schneller als mancher Konkurrent auf dem Kryptomarkt mag die Börse also sein. Der kürzlich bekannt gewordene Hack lässt allerdings daran zweifeln, dass Coinroom auch wirklich sicherer als andere ist.

Laut Cryptovest macht die Kryptobörse den Domainverwalter für den Vorfall verantwortlich:

„Aufgrund der Verletzung von Sicherheitsverfahren durch das Unternehmen, das die Domain Coinroom.com verwaltet, möchten wir Sie darüber informieren, dass alle Benutzerkennwörter aus Sicherheitsgründen zurückgesetzt wurden. Beim Versuch, sich auf der Website anzumelden, wird jeder Benutzer gebeten, ein neues Passwort zu setzen.“

Zudem betont Coinroom, dass einzig der Domainzugriff beeinträchtigt wurde. Die Server, auf denen Transaktionen und Kundendaten gespeichert sind, blieben demnach unangetastet. Das System konnte die Sicherheitslücke sehr schnell erkennen, sodass man sofort alle Server deaktivieren und die Wallets der Nutzer entsprechend sichern konnte.

Die Coinroom-Nutzer sind in diesem Fall noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen. Bedauerlicherweise kommt es immer wieder zu Hacking-Angriffen auf Kryptobörsen. Jüngstes Beispiel hierfür ist Bancor. Wir haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass man aus Sicherheitsgründen seine Coins nicht auf einer Kryptobörse belassen sollte, wenn man sie gerade nicht zum Handeln nutzt. Wie man sein Kryptogeld stattdessen sicher aufbewahren kann, verrät die aktuelle Ausgabe unseres Kryptokompasses.

BTC-ECHO

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