Pekinger Gericht, Pekinger Gericht weist Klage gegen Bitcoin-Börsen ab

Quelle: Baidu Inc. headquarter is seen in Haidian District via Shutterstock

Pekinger Gericht weist Klage gegen Bitcoin-Börsen ab

Ein Pekinger Gericht hat die Klage eines chinesischen Staatsbürgers abgewiesen, der Krypto-Börsen verklagt hatte, um dort verlorenes Geld zurückzuerhalten. Diese Nachricht erreicht uns in einer Zeit, in der es für Kryptowährungen in China nach wie vor nicht gut aussieht.

Wie cnLedger auf Twitter verlauten ließ, hat ein Gericht aus dem Distrikt der Hauptstadt Peking die Klage eines Chinesen gegen Krypto-Börsen zurückgewiesen. Dabei beruft sich cnLedger auf einen Bericht der Beijing Morning Post. Der als Mr. Wang angegebene Mann soll mehrere in China erreichbare Krypto-Börsen, darunter Huobi, verklagt haben, nachdem er insgesamt 400.000 chinesische Yuan mit Krypto-Handel verloren hatte. Nach aktuellem Kurs entspricht dieser Verlust etwas mehr als 50.000 Euro. In seiner Klage hatte Wang argumentiert, dass der Bitcoin gemäß des Marxismus keinen Wert besäße und alle getätigten Transfers für ungültig erklärt werden müssten.

Der Beijing Haidian District Court wies diese Klage mit der Begründung zurück, dass nicht nachgewiesen kann, dass sich die Krypto-Börsen illegal verhalten hätten. Während Bitcoin und andere Kryptowährungen in China zwar nicht als offizielle Währungen anerkannt sind, gibt es auch kein Gesetz, das den Handel und das Investieren in diese Assets generell verbiete. Der einzelne Investor ist also für sein Handeln selbst verantwortlich. Zudem hielt das Gericht fest, dass die Menschen das Recht hätten, frei und auf eigene Gefahr am Bitcoin-Handel teilzunehmen.

Damit scheint es, als gäbe es noch immer eine gewisse Resthoffnung für Krypto-Händler und -Nutzer in der Volksrepublik China. Im September vergangenen Jahres hatte sich die das ganze Jahr über schwelende Spannung schließlich entladen, als die chinesische Zentralbank PBoC in Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung in einem radikalen regulatorischen Schritt zunächst Initial Coin Offerigs (ICOs) in dem Land verbieten ließ und eine Woche später ankündigte, auch die in China ansässigen Krypto-Börsen schließen lassen zu wollen. Diese hatten daraufhin zum Ende des Monats freiwillig ihre Tätigkeiten eingestellt.


Pekinger Gericht, Pekinger Gericht weist Klage gegen Bitcoin-Börsen ab
[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Diese Maßnahmen seitens der Regierung brachten den Krypto-Handel in der Volksrepublik jedoch nicht vollkommen zum Erliegen. Vielmehr bahnten sich Krypto-Interessierte ihre eigenen Wege, die Verbote zu umgehen. So siedelten sich die großen, auf Bestreben der Zentralbank hin geschlossenen Krypto-Börsen etwa im benachbarten Hongkong an. Auch Mining florierte in China – jedenfalls bis sich die Zentralbank in der letzten Woche vornahm, auch dem ein Ende zu setzen.  Die nun vom Pekinger Gericht getätigte Feststellung, Menschen hätten das Recht, frei am Bitcoin-Handel teilzunehmen, unterstreicht den Willen der Menschen, trotz Restriktionen ein Teil der Krypto-Community sein zu wollen.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Pekinger Gericht, Pekinger Gericht weist Klage gegen Bitcoin-Börsen ab
Australische Drogenfahnder sichern Krypto-Assets in Millionenhöhe
Bitcoin

In einem Paket sichergestellte Drogen brachten australische Ermittler auf die Spur eines Rekordfundes. Wie es zur größten Beschlagnahmung von Krypto-Assets in der Geschichte des Landes kam.

Pekinger Gericht, Pekinger Gericht weist Klage gegen Bitcoin-Börsen ab
Schweizer Börse SIX listet physisch besicherten Bitcoin ETP
Bitcoin

Ein weiteres börsengehandeltes Bitcoin-Produkt hat den schweizerischen Markt erreicht. Auf der Börse SIX kann ab sofort der physisch besicherte Bitcoin ETP von Wisdom gehandelt werden.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Pekinger Gericht, Pekinger Gericht weist Klage gegen Bitcoin-Börsen ab
Brave-Nutzerzahlen mit 10,4 Millionen auf Allzeithoch
Altcoins

Die Brave-Nutzerzahlen sind von 8,7 Millionen monatlichen aktiven Nutzern im Oktober auf ganze 10,4 Millionen aktive Nutzer im November gestiegen. Der Anstieg von 19 Prozent pusht die Brave-Nutzerzahlen auf ein neues Allzeithoch.

Pekinger Gericht, Pekinger Gericht weist Klage gegen Bitcoin-Börsen ab
Schicksalsjahr 2020: Deutschland muss die Weichen im digitalen Zahlungsverkehr stellen
Märkte

BigTechs wie Amazon, Google, Facebook und Apple übernehmen immer mehr Marktanteile im digitalen Zahlungsverkehr. Daher müssen Lösungen auf gesamteuropäischer Ebene umgesetzt werden, die die Finanzsouveränität des Euroraums schützen. Um den Herausforderungen der Digitalisierung zu begegnen, bleibt jedoch nicht mehr viel Zeit.

Pekinger Gericht, Pekinger Gericht weist Klage gegen Bitcoin-Börsen ab
Weltraumökonomie: Blockchain von SpaceChain im All
Blockchain

Weltraum-als-Service: SpaceChain kommt seinem Ziel näher, ein blockchainbasiertes Satellitennetzwerk aufzubauen.

Pekinger Gericht, Pekinger Gericht weist Klage gegen Bitcoin-Börsen ab
Digitales Wettrüsten: Kann die EU noch aufholen?
Kommentar

Der Rat der Europäischen Union (EU) hat eine Stellungnahme zu Stable Coins herausgegeben. Darin kommt er auch auf eine mögliche Regulierung von Bitcoin & Co. zu sprechen. Dabei wird deutlich: Die EU muss sich sputen.

Angesagt

Bitcoin-Kurs: Diese Modelle deuten auf einen Anstieg hin – Marktbetrachtung
Kursanalyse

Die Bitcoin-Kurs-Analyse vom Bitwala Trading Team. Es gibt zwei Modelle, die auf steigende Kurse hindeuten.

Deutsche Bank überrascht mit gewagter Krypto-Prognose
Insights

Die Deutsche Bank sieht die Zahl der Nutzer von Kryptowährungen in der kommenden Dekade auf 200 Millionen Hodlerinnen und Hodler anwachsen. Unterdessen entwickelt sich der Trend zu einer bargeldlosen Gesellschaft weiter.

Krypto-Verwahrung wider Willen: Banken üben sich als Innovationsverweigerer
Kommentar

Ab nächstem Jahr wird das Geschäft mit der Krypto-Verwahrung lizenzpflichtig. Daraus ergibt sich eine große Chance für die deutschen Banken, neue Token-Geschäftsmodelle anzubieten. Doch sind diese überhaupt darauf vorbereitet? Warum von den Banken keine Impulse hinsichtlich der Token-Ökonomie zu erwarten sind, was unsere Banken mit dem deutschen Staat gemeinsam haben und welche neuen Wettbewerber das Bankgeschäft an sich reißen. Ein Kommentar.

Europäische Kryptowährung: Banque de France testet 2020 digitalen Euro
Regierungen

Frankreich will als einer der ersten Staaten eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) einführen und damit auch Chinas geplanter Einführung einer digitalen Staatswährung Paroli bieten.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: