Pekinger Gericht weist Klage gegen Bitcoin-Börsen ab

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Quelle: Baidu Inc. headquarter is seen in Haidian District via Shutterstock

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Ein Pekinger Gericht hat die Klage eines chinesischen Staatsbürgers abgewiesen, der Krypto-Börsen verklagt hatte, um dort verlorenes Geld zurückzuerhalten. Diese Nachricht erreicht uns in einer Zeit, in der es für Kryptowährungen in China nach wie vor nicht gut aussieht.

Wie cnLedger auf Twitter verlauten ließ, hat ein Gericht aus dem Distrikt der Hauptstadt Peking die Klage eines Chinesen gegen Krypto-Börsen zurückgewiesen. Dabei beruft sich cnLedger auf einen Bericht der Beijing Morning Post. Der als Mr. Wang angegebene Mann soll mehrere in China erreichbare Krypto-Börsen, darunter Huobi, verklagt haben, nachdem er insgesamt 400.000 chinesische Yuan mit Krypto-Handel verloren hatte. Nach aktuellem Kurs entspricht dieser Verlust etwas mehr als 50.000 Euro. In seiner Klage hatte Wang argumentiert, dass der Bitcoin gemäß des Marxismus keinen Wert besäße und alle getätigten Transfers für ungültig erklärt werden müssten.


Der Beijing Haidian District Court wies diese Klage mit der Begründung zurück, dass nicht nachgewiesen kann, dass sich die Krypto-Börsen illegal verhalten hätten. Während Bitcoin und andere Kryptowährungen in China zwar nicht als offizielle Währungen anerkannt sind, gibt es auch kein Gesetz, das den Handel und das Investieren in diese Assets generell verbiete. Der einzelne Investor ist also für sein Handeln selbst verantwortlich. Zudem hielt das Gericht fest, dass die Menschen das Recht hätten, frei und auf eigene Gefahr am Bitcoin-Handel teilzunehmen.

Damit scheint es, als gäbe es noch immer eine gewisse Resthoffnung für Krypto-Händler und -Nutzer in der Volksrepublik China. Im September vergangenen Jahres hatte sich die das ganze Jahr über schwelende Spannung schließlich entladen, als die chinesische Zentralbank PBoC in Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung in einem radikalen regulatorischen Schritt zunächst Initial Coin Offerigs (ICOs) in dem Land verbieten ließ und eine Woche später ankündigte, auch die in China ansässigen Krypto-Börsen schließen lassen zu wollen. Diese hatten daraufhin zum Ende des Monats freiwillig ihre Tätigkeiten eingestellt.


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Diese Maßnahmen seitens der Regierung brachten den Krypto-Handel in der Volksrepublik jedoch nicht vollkommen zum Erliegen. Vielmehr bahnten sich Krypto-Interessierte ihre eigenen Wege, die Verbote zu umgehen. So siedelten sich die großen, auf Bestreben der Zentralbank hin geschlossenen Krypto-Börsen etwa im benachbarten Hongkong an. Auch Mining florierte in China – jedenfalls bis sich die Zentralbank in der letzten Woche vornahm, auch dem ein Ende zu setzen.  Die nun vom Pekinger Gericht getätigte Feststellung, Menschen hätten das Recht, frei am Bitcoin-Handel teilzunehmen, unterstreicht den Willen der Menschen, trotz Restriktionen ein Teil der Krypto-Community sein zu wollen.

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