Pale Blue Foundation will Venezuela mit Bitcoin fluten – Airdrop geplant

Peter Hermann

von Peter Hermann

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Peter Hermann

Peter Hermann ist langjähriger Wirtschaftsjournalist für internationale Finanzen und Geldanlage. Zudem besitzt er die Zertifizierung zum Anlageberater nach § 34f.

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Quelle: Venezuelans protest in the street against the government for human rights violations and killings of civilians in peaceful demonstrations via Shutterstock

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Die Non-Profit-Organisation Pale Blue Foundation plant aus humanitären Gründen eine große Menge Bitcoin über Venezuela „abzuwerfen“. Die Menschen des mittelamerikanischen Landes leiden seit geraumer Zeit unter der währungspolitischen Willkür ihrer Regierung.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Phillip Horch

Für die Bewohner des Landes ist der ungeheure Anstieg bei den Verbraucherpreisen mit katastrophalen Folgen verbunden. Die Bürger Venezuelas könnten sich für ihr Geld immer weniger kaufen – selbst Güter des täglichen Bedarfs wie Medikamente und Grundnahrungsmittel werden beinahe unerschwinglich. Für das laufende Jahr rechnet der Internationale Währungsfonds mit einer Inflationsrate von mehr als 13.000 Prozent.

Pale Blue Foundation verspricht Linderung des Leids

Nun will einer der Gründer der Non-Profit-Organisation Pale Blue Foundation, Jonathan Wheeler, den Menschen des Ölförderstaates unter die Arme greifen. Er will nämlich das Land mit Bitcoin überschwemmen: in Form eines mobilen Airdrop. Natürlich kann er dies nicht alleine tun, er braucht Helfer bei seiner Mission. Das Problem: Die Regierung von Venezuela ist bekannt dafür, dass sie bereits eine Routine darin besitzt, Oppositionelle und Querdenker in Haft zu setzen. Der venezolanische Staatspräsident Nicolás Maduro hat vor Kurzem selbst eine eigene Kryptowährung eingeführt, den Petro.

Nichtsdestotrotz will Jonathan Wheeler, ehemaliger Angestellter von Goldman Sachs, mit seinem Bitcoin-Airdrop die wirtschaftliche Krise Venezuelas lindern und der Bevölkerung des Landes dabei helfen, sich wieder mit Waren des täglichen Bedarfs zu versorgen. Derzeit treten bereits Mangelerscheinungen auf. Wie es scheint, ist das Projekt nicht mehr nur eine unbestimmte Vision. Das Vorhaben steht schon auf etwas festeren Beinen. Wheeler hofft, dass er mit der von seinem Team der Pale Blue Foundation entwickelten App namens Azul bereits Ende des Jahres Spenden in Millionenhöhe weiterleiten kann.

Was kann Azul leisten?


Wheelers Arbeitsgruppe besteht derzeit aus etwa 15 Entwicklern, darunter auch einige Bürger Venezuelas. Azul legt besonderen Wert auf Benutzerfreundlichkeit. Auch andere Krypto-Communities wie Dash und Zcash haben in der Vergangenheit schon versucht, den Menschen des mittelamerikanischen Landes zu helfen. Dabei hatten sie allerdings nur geringen Erfolg. Wheeler und seine Kollegen setzen auf Bitcoin und haben bereits einige Unternehmen der Branche, wie bei OpenBazaar und LocalBitcoins, nach Unterstützung gefragt. Ihre Wahl war auf Bitcoin gefallen, weil die Kryptowährung am weitesten verbreitet ist und hierbei auch die meisten Transaktionen abgewickelt werden.

Die Ambitionen von Wheeler und seinen Partnern gehen jedoch über die bloße Hilfe hinaus. Die humanitäre Stiftung hat jüngst versucht, Partnerschaften mit Organisationen wie der Human Rights Foundation und den Vereinten Nationen herzustellen. Darüber hinaus hat sie sich mit Volkswirtschaftlern darüber beraten, welche ungewollten Folgen zu erwarten seien, wenn eine neue Kryptowährung in ein Land gebracht wird, das sich in massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet. Bei allen Bedenken sieht sich Wheeler in seinem sozialen Engagement aber wohl eher als Macher. Sein Motto: „Irgendwo müssen wir anfangen.“

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