Online-Bezahldienst Stripe wirft Bitcoin raus

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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Der international tägige Finanzdienstleister Stripe kündigte gestern an, dass man sich am 23. April endgültig vom Bitcoin als Zahlungsmittel verabschieden wird. Die Entscheidung ist für die Community betrüblich, war Stripe im Jahr 2014 weltweit der erste große Zahlungsdienstleister, der diese Kryptowährung akzeptiert hat.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

In drei Monaten endet für alle Kunden der Bitcoin-Support beim US-amerikanischen Online-Bezahldienst Stripe. Die ursprüngliche Hoffnung des Unternehmens mit Sitz in San Francisco, dass sich der Bitcoin dauerhaft für finanzielle Transfers eignet, habe sich leider nicht bewahrheitet. Stripe wollte lieber eine dezentrale Kryptowährung statt der jetzt üblichen Kreditkartentransfers oder Überweisungen zwischen verschiedenen Girokonten sehen. Doch die Bedingungen des Bitcoin für einen Bezahldienst sind alles andere als günstig. Bis ein Transfer abgeschlossen ist, kann es einige Tage dauern. Stellt sich jeweils die Frage, wie man in der Zwischenzeit mit den Kursschwankungen umgeht. Auch möchte niemand lange auf sein Geld warten. Dazu kommen die hohen Transferkosten, die den Bitcoin für diesen Anwendungsbereich einfach nicht attraktiv erscheinen lassen. Damit ist man auf dem Niveau der Kosten einer Überweisung zwischen zwei internationalen Banken angelangt. Dementsprechend war bei Stripe die Anzahl der Bitcoin-Nutzer in den letzten Monaten stark rückläufig. Bis zur Einstellung des BTC-Supports am 23. April 2018 will der Anbieter alles tun, um den Übergang für seine Nutzer so angenehm wie möglich zu gestalten.

Dennoch ist das Unternehmen mit über 700 Mitarbeitern gegenüber Kryptowährungen aufgeschlossen. Möglicherweise wird man das Bezahlsystem Stellar in das eigene Repertoire aufnehmen. Dabei sollen die Transfers sehr preiswert und innerhalb weniger Sekunden abgeschlossen sein. Der Schritt wäre logisch, da mehrere leitende Mitarbeiter von Stripe am Open-Source-Bezahlsystem Stellar beteiligt sind. Gegründet wurde Stellar vom Schöpfer des Filesharing-Netzwerkes eDonkey, Jed McCaleb. Wer sich für weitere Details interessiert: Wir haben Stellar Lumens (XLM) erst kürzlich im Rahmen unserer Artikel-Serie „New Coins on the Block“ vorgestellt.

Bislang hat sich Stripe für kein anderes Ökosystem entschieden, welches den Bitcoin ab Ende April ersetzen soll. Derzeit hält man in alle Richtungen Ausschau und beobachtet das Lightning Netzwerk, die Bezahlplattform OmiseGO oder beispielsweise die Kryptowährung Ethereum, weil man in allen Projekten nach Aussage des Blogpostings sehr viel Potential erkennen könne. Die mehr als 100.000 Firmenkunden des Zahlungsabwicklers werden sich bis zur endgültigen Entscheidung also noch ein wenig gedulden müssen.


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