Nun auch Microsoft: Verbot von Krypto-Werbung auf Bing

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

Quelle: An empty workpiece. Gesture "stop". The businessman says "no." via Shutterstock

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Facebook und Twitter haben es vorgemacht: Seit Anfang des Jahres verbieten sie die Werbung für Kryptowährungen auf ihren Seiten. Kurz darauf zogen Snapchat, Google und Taobao nach. Nun folgt auch Microsoft. Ab Juni dürfen Kryptowährungen und damit verbundene Produkte nicht mehr auf der Suchmaschine Bing beworben werden.

Wie Melissa Alsoszatai-Petheo, Managerin der Werberichtlinien bei Bing, am 14. Mai bekannt gab, soll „Werbung für Kryptowährungen, kryptowährungsbezogene Produkte und nicht regulierte binäre Optionen“ ab Juni auf Bing verboten werden. Damit zieht Microsoft mit den Messenger-Diensten Facebook, Twitter und Snapchat sowie mit Google und Alibabas Tochter Taobao gleich.

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Die Argumentation aller Dienste, die Werbung für Kryptowährungen auf ihren Plattformen verbieten, ist stets dieselbe: Die Nutzer sind vor den Gefahren des digitalen Geldes zu schützen. Zu hoch sei das Risiko, das von betrügerischen ICOs, unehrlichen Coin-Anbietern und anderer Krypto-Scams ausgeht. Angesichts der tatsächlichen Betrugsfälle, die bereits im Bereich der ICOs und Kryptowährungen stattgefunden haben, ist diese Annahme nicht verwunderlich. BTC-ECHO hat erst kürzlich über den Betrugsfall Ethergift berichtet.

Anstatt jedoch über diese Gefahren zu informieren und somit ein aufgeklärtes Bewusstsein von der Natur digitaler Währungen und ICOs zu schaffen, wollen viele Unternehmen deren Existenz offenbar am liebsten leugnen. Dies suggeriert zumindest das komplette Unterbinden von Werbung zu Krypto-Themen. Der Hintergrund zu diesem Verbot liegt in der Annahme, dass es keine Seriosität bei etwas geben könne, das nicht reguliert ist. Das macht Alsoszatai-Petheo auch in der Ankündigung deutlich:

„Da Kryptowährungen und verwandte Produkte nicht reguliert sind, stellen wir fest, dass sie ein mögliches erhöhtes Risiko für unsere Benutzer darstellen, das dazu führt, dass kriminelle Personen an räuberischen Handlungen teilnehmen oder auf andere Weise die Verbraucher betrügen.“

Das angestrebte Komplettverbot wird allerdings kaum Regulierungsbemühungen vorantreiben. Stattdessen verstärkt Bing mit dem Verbot die Assoziation von Kryptowährungen mit der Illegalität.

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