Niederländischer Forschungschef “nicht abgeneigt” von Bitcoin

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Niederländische Zentralbank

Quelle: Photo RNW.org (De Nederlandsche Bank) via flickr.com (CC)

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Der Forschungschef der “De Nederlandsche Bank (DNB)”, Jakob de Haan, äußerte sich erneut zu Fragen über die Rolle des Bitcoin im globalen Finanzsystem.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

De Haan hielt eine Rede auf der reinvent.money Konferenz am 26. September und wurde ebenfalls zum Thema Bitcoin befragt. Unter anderem wurde der Euro abwertend als “schwachsinnige Fiat Währung” bezeichnet, was durchaus eine unübliche Offenheit zeigt, wenn man seinen Stellenwert bei der Niederländischen Zentralbank berücksichtigt.

Ein neues Video zeigt de Haan wie er auf Fragen antwortet, ob seine Organisation befürchtet durch dezentralisierte Finanztechnologien, wie den Bitcoin, ersetzt zu werden, mit dem unterschwelligen Hinweis der Technologie offen gegenüber zu stehen.


De Haan sagte:

“Offensichtlich gibt es einige Menschen die davon überzeugt sind, dass digitale Währungen die Zukunft sind. Lassen Sie es uns abwarten und sehen. Ich bin all diesen Initiativen nicht abgeneigt und sollten sie Recht haben, wird die Welt eine ganz andere sein und ich werde meinen Job verlieren. Aber bis dahin werde ich schon im Ruhestand sein, denke ich.”

De Haan betonte dabei, dass er persönlich kein “Experte” bezüglich Bitcoin sei, jedoch soll die Zentralbank die aufkommende Technologie beobachten und Wissenschaftler sollen dieses Thema bereits erforscht haben.

“Sie denken wahrscheinlich, dass wir grundsätzlich negativ gegenüber diesen Alternativen stehen, aber das tun wir nicht” sagte er.

Weiterhin betonte er, dass die Organisation bereits Schritte unternommen hat, um der Öffentlichkeit bewusst zu machen, dass das Zahlungsmittel zwar an ausgewählten Plätzen akzeptiert wird, es jedoch nicht denselben Verbraucherschutz wie traditionelle Alternativen bietet, wie im Mai 2014 bereits erwähnt.

De Haan erachtete eine solche Beratung als “wichtig”. Eine spätere Frage drehte sich um den möglichen Nutzen für die Öffentlichkeit, sollten private Währungen mit öffentlichen Alternativen konkurrieren. Die Unbeständigkeit des Bitcoins gegenüber Fiat Währungen ist aber, laut De Haan, ein Grund gegen seine weitere Nutzung.

Abschließend sagte er:

“Gewöhnliche Menschen profitieren von Preisstabilität und das ist der wichtigste der Zentralbanken.”

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Pete Rizzo via coindesk

Image Source: Photo RNW.org (De Nederlandsche Bank) via flickr.com (CC)


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