Nicht manipulierbar: Vonage-Tochter will Gesprächsdaten auf der Blockchain speichern

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Eine Tochterfirma des US-amerikanischen Cloud-Kommunikationsanbieters Vonage erhält ein Patent für die Sicherung von Interaktionsaufzeichnungen und Zeiterfassungen. Die Entwicklung von manipulationsresistenten Aufnahmen von Sprechverbindungen und Meta-Daten erfolgt unter Einbezug der Distributed-Ledger-Technologie. Derartiges blockchainbasiertes Datenbankmanagement kann die Sicherheitsarchitektur von Unternehmen und Institutionen nach außen festigen; sie bietet jedoch gleichsam eine Grundlage für Überwachung von Angestellten und Bürgern.

Kommunikationssicherheit und Blockchain: Während Twitter, Facebook & Co. über dezentral organisierte Nutzerauthentifizierung und krypto-basierte Zahlungsprozesse diskutieren, erhält eine Tochterfirma des US-amerikanischen Unternehmens Vonage das Patent für blockchainbasierte Speicherung von Sprachkommunikation, Interaktionsdaten und Zeitstempeln.

Manipulationssichere Erfassung und Aufbewahrung von Sprach- und Metadaten

Das US-amerikanische Patent- und Markenamt veröffentlichte am 12. März ein Patent mit dem Namen „System and methods for tamper proof interaction recording and timestamping“ (zu Deutsch: „Systeme und Methoden für manipulationssichere Interaktionsaufzeichnung und Zeiterfassung“). Der Rezipient des Patents ist ein Unternehmen mit dem Namen NewVoiceMedia, Ltd. mit Sitz in Basingstoke, Großbritannien. NewVoiceMedia ist eine Tochterfirma des börsendatierten US-Cloud-Kommunikationsunternehmens Vonage mit Sitz in New Jersey.

Die Aufzeichnung und Speicherung von Sprachkommunikation, Interaktionsdaten und Zeitstempeln geht laut Patent über ein Blockchain-Netzwerk vonstatten und bietet so ein sicheres Datenmanagement für Unternehmen. Die Authentifizierung und Autorisierung von Zugangsrechten ist ebenfalls störungsfrei über die Distributed-Ledger-Technologie organisierbar. Eine öffentliche oder eigens programmierte Blockchain dient der Aufbewahrung von Signaturen und Zeitstempeln, Authentizitätsprüfungen können mithilfe eines zusätzlichen Servers erfolgen. Dabei kann die Datenbasis sowohl physisch als auch logisch sein. Weiterhin können sowohl Soft- als auch Hardwarekomponenten für den Datenzugriff einbezogen werden.

Chancen und Risiken beim blockchainbasierten Datenbankmanagement

Die Frage von Netzwerksicherheit über Distributed-Ledger-Technologien gewinnt an Relevanz, nachdem Unternehmen wie IBM und AT&T sich dem Thema zuwenden. Während die blockchainbasierte Datenbankspeicherung zweifellos zu erhöhter Sicherheit, Funktionalität und Effizienz von IT-Systemen führt (etwa im Gesundheitswesen), kann eine störungs- und fehlerfreie Erfassung und Speicherung von Sprachaufzeichnungen, Interaktions- und Zeitdaten aber auch Überwachung und Kontrolle in Unternehmen und staatlichen Organisationen stabilisieren und verstärken. Dies sollte im Zusammenhang mit dem Wachstum einer Blockchain-Sicherheitsbranche nicht aus den Augen gelassen werden.


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