New chains on the block – NEM

New chains on the block – NEM

In dieser Reihe sollen einige Kryptowährungen vorgestellt werden, die jüngst in den Reihen der großen getreten sind. Den Beginn macht NEM.



Ohne Zweifel, die letzten Monate haben der Altcoin-Szene gut getan. Auch nach der aktuellen Konsolidierung beträgt das gesamte Marktkapital immer noch fast hundert Milliarden US-Dollar. Bitcoin und Ethereum befinden sich weiterhin in Höhen, die vor wenigen Wochen noch unvorstellbar waren.

Neben dem generellen Anziehen der gesamten Altcoin-Szene ist aufgefallen, dass sich das Besetzungskarussell in den großen Kryptowährungen etwas geändert hat. Um diese “Neuen Großen” zu betrachten wollen wir in der Reihe “New chains on the Block” einen vertieften Blick auf diese “Neuen” werfen.

NEM – Blockchain Entwicklungs-Plattform mit einem neuen Konsens

Wir werden diese Reihe mit NEM anfangen. NEM war zwar auch im Jahr 2016 kein unbekannter, sondern wurde beispielsweise in meinen Altcoin-Analysen des letzten Jahres erwähnt. Seit Januar 2017 hat sich jedoch das Marktkapital versiebzigfacht. Zeit also, sich mit NEM zu beschäftigen, bzw. den Anfang, der in einem anderen Artikel geschaffen wurde, etwas zu vertiefen.

NEM ist letztlich mehr als eine Kryptowährung. Oder anders gesagt: NEM beinhaltet die Kryptowährung XEM, möchte aber mehr sein und kürzt sich so mit NEM, der neuen ökonomischen Bewegung (bzw. dem New economic movement) ab.

So ist NEM neben einer Kryptowährung ein verschlüsselter Messaging Service sowie eine Plattform zum Erstellen digitaler Assets. Als Plattform wird auf PCs Java und Javascript genutzt.

Weiterhin ist das Konsens-System interessant: Anders als viele andere Währungen wird nicht auf den Proof of Work, sondern auf einen so genannten Proof of Importance gesetzt. Auf den ersten Blick ähnelt dieser einem Proof of Stake: Leute mit viel Geld im Wallet können über einen Prozess namens Harvesting einen Block erstellen und alle Gebühren, die in diesem Block enthalten sind, ernten (harvesten).

Nun ist Wichtigkeit was anderes als einen Anteil besitzen: im Proof of Importance wird auch das Verhalten des Harvesters im Netz betrachtet: Wie viele Transaktionen übt man aus? Wann waren die letzten? Wer waren die Empfänger? Diese Fragen haben allesamt einen Anteil an der Wahrscheinlichkeit, für die Block-Erstellung ausgewählt zu werden. In der Hinsicht bemüht sich NEM, nicht einfach die Bagholder zu unterstützen, sondern die aktiven Mitglieder im Ökosystem der Kryptowährung.

Neben den Harvestern, die den Minern entsprechen, existieren ähnlich zu anderen Kryptowährungen auch hier Nodes. Diese Supernodes erhalten ähnlich wie die MasterNodes im DASH-Netzwerk ebenfalls Rewards.

Leider sind diese Arten der profitablen Beteiligung absolut nicht kostenlos: Im Fall des Hostens einer Supernode benötigt man 3 Millionen XEM. Nach aktuellem Kurs also ungefähr 600.000 Euro und damit deutlich mehr als eine MasterNode! Doch auch Harvesting ist nicht umsonst. Da es sich hier um ein dem Proof of Stake ähnliches System verhält müssen zum Harvesten 10.000 XEM beiseite legen. Auch hier handelt es sich immerhin um 2000 Euro!

NEM wird auch weiterentwickelt und Kooperationen bilden sich um diese Kryptowährung, so wurde beispielsweise gemeinsam mit Chronobank ein Chronobank NEM-Wallet entwickelt.

Soweit hier eine Einführung. Wer sich für diese aktuell sehr große Kryptowährung interessiert und gerne mehr lernen will sei auf die Webseite und das Whitepaper verwiesen.

BTC-ECHO

Über Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp GieseDr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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