Neuseeland erlaubt Gehaltszahlungen mit Bitcoin

Quelle: Shuterstock

Neuseeland erlaubt Gehaltszahlungen mit Bitcoin

In Neuseeland kann man sein Gehalt demnächst offiziell in Kryptowährungen erhalten. Das Land erlaubt Unternehmen in Zukunft die Überweisung der Lohnzahlungen in Bitcoin & Co. Die Regelung tritt am 1. September dieses Jahres in Kraft. Damit entscheidet sich Neuseeland für einen progressiven Kurs in Sachen Krypto, während andere Länder noch zögern.

Die neuseeländische Steuerbehörde veröffentlichte am 7. August ein Geldwäsche zu befördern mit neuen Regelungen zu Gehaltszahlungen in digitalen Währungen. In diesem heißt es, dass Kryptowährungen offiziell erlaubt sind und Unternehmen ihre Angestellten somit in Bitcoin & Co. bezahlen dürfen. Die Regelung tritt am 1. September 2019 in Kraft.

In Abschnitt 91D des Tax Administration Act wird außerdem erläutert, wie die Bezahlungen in Krypto-Assets in Australien steuerrechtlich zu handhaben sind. Unter Verwendung der PAYE-Rahmenbedingungen („Pay as you earn“) können Unternehmen demnach die Krypto-Zahlungen offiziell versteuern.

Neuseeland schaut in Sachen Krypto nach vorn

Die neuseeländischen Behörden geben vor, dass die verwendeten Kryptowährungen direkt in konventionelle Zahlungsformen konvertierbar sind.

In dem Dokument heißt es:

Im gegenwärtigen Umfeld sind Krypto-Assets noch nicht großflächig als Bezahlung für Waren und Dienstleistungen akzeptiert. Deshalb ist der Gesetzgeber der Meinung, dass Krypto-Assets, welche nicht über eine Börse direkt in Fiatgeld umtauschbar sind, nicht „geld-ähnlich“ genug sind, um als Lohn oder Gehalt zu gelten.


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Außerdem fallen Boni-Zahlungen, Trinkgelder und Provisionen nicht unter die Regelung. Die Zahlungen müssen nämlich Teil eines festen Lohnsatzes sein. Demnach klammert das Dokument Zahlungen an Anteilseigner von Aktiengesellschaften aus. Ebenso sind Selbstständige von den neuen Vorschriften ausgeschlossen.

Neuseeland wagt mit damit einen großen Schritt in Richtung Krypto-Adaption. Bislang trauten sich die meisten Staaten nicht an eine derart progressive Regelung für digitale Währungskonzepte. Im Gegenteil: Der Trend geht in einigen Ländern eher in eine repressive Richtung. Der Grund dafür ist vor allem, dass Bitcoin & Co. als volatile, also stark im Kurs schwankende, Währungen gelten. Außerdem greifen Kryptowährungen unter Umständen etablierte Finanzstrukturen an und stellen möglicherweise das Machtmonopol des staatlichen Bankensystems infrage.

Des Weiteren speisen sie mit ihrer pseudonymen beziehungsweise anonymen Beschaffenheit die Befürchtungen der Regulatoren, Geldwäsche zu befördern.  Bis Länder wie Deutschland ebenso fortschrittliche Krypto-Gesetze erlassen wie Neuseeland, kann es also noch eine Weile dauern.

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