Neuer Ärger bei Coinbase: Broker hat Kundengelder veruntreut

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

Coinbase

Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/circa-march-2014-berlin-logo-brand-188738210?src=o5EF-E6cSM6TWQtuAZTgCQ-1-50

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Wie nun bekannt wurde, hat sich im März 2018 ein strategischer Partner von Coinbase mit der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC verglichen. Gegen Zahlung von 80.000 US-Dollar wurde die Anklage gegen die Firma Electronic Transaktion Clearing (ETC) fallengelassen. Die SEC warf der Firma vor, mehrfach Gelder der eigenen Kunden in Gefahr gebracht zu haben.

Anfang Juli kündigte die weltweit größte Kryptobörse Coinbase gänzlich neue Dienstleistungen an. Coinbase Custody ist eine Kombination aus einem umfassenden Kundenbetreuungsprogramm, einem Broker zuzüglich zur sicheren Aufbewahrung digitaler Guthaben mittels Cold Storage. Mit diesem strategischen Schritt wird der Krypto-Handelsplatz mit den Dienstleistungen von Hedgefonds und anderen Finanzinstituten kombiniert. Einer der strategischen Partner ist die Firma Electronic Transaction Clearing (ETC). Laut Pressemitteilung soll bei Coinbase künftig das Expertise-System von ETC angewendet werden. Ferner tritt das Unternehmen mit seiner Brokerlizenz auf. Dem Nachrichtendienst Bloomberg sagte ein Coinbase-Sprecher, man benötige selbst keine offizielle Genehmigung für den Handel, weil man mit dem SEC-regulierten Broker ETC kooperiert.

Coinbase-Partner ETC: Zahlung der Geldstrafe


Die Wertpapier-Watchdogs von der SEC unterstellten dem strategischen Partner von Coinbase allerdings, dass das Unternehmen mehrfach gegen die Kundenschutzregeln verstoßen habe. ETC hat fast acht Millionen US-Dollar auf das Konto einer anderen Clearing-Firma überwiesen, um deren Forderungen zu begleichen. Außerdem wurden ohne Absprache Gelder zweier ETC-Kunden in Höhe von insgesamt 17 Millionen US-Dollar an Dritte „geliehen“, um sich selbst aus der Bredouille zu retten. Eine derartige Vermischung ist nicht statthaft, denn die Kundenschutzregel besagt, dass die Broker die Wertpapiere der Anleger vor einem möglichen Verlust schützen müssen. Man dürfe die Wertpapiere nicht einfach zur Finanzierung seiner eigenen Geschäfte verwenden. Gegen Zahlung einer Geldstrafe von 80.000 US-Dollar wurde die Klage schließlich fallengelassen. ETC muss nun dafür sorgen, dass der Behörde alle Mittel für eine vollumfängliche Aufklärung zur Verfügung stehen. Außerdem muss ETC sicherstellen, dass sich ein derartiges Verhalten nicht mehr wiederholen kann.

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