Neues EU-Mehrwertsteuergesetz 2015: Schlecht für Bitcoin?

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © artjazz, Fotolia

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Auch wenn es vielleicht weitgehend unbemerkt vonstatten ging, zum 01.01.2015 hat die EU ein neues Mehrwertsteuergesetz in Kraft gesetzt.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

Die neue Mehrwertsteuer hat besonderen Einfluss auf den Verkauf von digitalen Medien und digitalen Gütern. Ab sofort muss die Mehrwertsteuer an das Land der kaufenden Kraft abgeführt werden. Somit muss der Verkäufer genau herausfinden, aus welchem Land der letztendliche Käufer stammt. In der Praxis heißt das, dass wenn ein Kunde aus Frankreich in einem deutschen Shop beispielsweise ein e-Book herunterlädt / kauft, muss der deutsche Anbieter die Mehrwertsteuer in Frankreich abführen. Wie aber sieht das im Zusammenhang mit Bitcoin aus?

Zunächst einmal wurde die neue Mehrwertsteuer eingeführt um die Gefahr der potentiellen Steuerhinterziehung etwas einzudämmen. In der Vergangenheit war es oftmals der Fall, dass sich Unternehmen in einem steuerfreundlichen Land ein Büro angemietet haben um von dort aus zu besonders niedrigen Steuerkonditionen  operieren zu können.
Richard Croker, Anwalt für Steuerrecht und Leiter der Steuerabteilung des Londoner Unternehmens CMS sagt, dass sich die neue Mehrwertsteuer insbesondere auf anonyme Formen der Zahlung, wie in etwa Bitcoin, negativ auswirken kann.

Richard Croker:
“Da es nahezu unmöglich ist, mit einer in Bitcoin getätigten Zahlung den Käufer genau zu identifizieren und zu lokalisieren, könnte Bitcoin eventuell Probleme mit dem neuen Gesetz bekommen. Ob es den gesamten Markt bremsen wird weiß ich nicht, aber es wird ganz bestimmt einige Unternehmen davon abschrecken, zukünftig Bitcoin zu akzeptieren.“

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BTC-Echo

Englische Originalfassung von Aaron van Wirdum via CoinDesk

Image Source: Fotolia

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