NEO investiert in Security-Token-Plattform Liquefy

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Das quelloffene Blockchain-Projekt NEO plant den Aufbau eines Ökosystems für Security Token Offerings. Dies soll in Zusammenarbeit mit dem Hongkonger Unternehmen Liquefy passieren.

NEO Global Invest (NGI), der Investmentarm der NEO Foundation, steigt in das Geschäft mit tokensierten Vermögenswerten ein. Dazu hat NGI in die Hongkonger Security-Token-Plattform Liquefy investiert. Die Partnerschaft hat die Erschaffung eines entsprechenden Ökosystems auf NEO-Basis zum Ziel. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die Liquefy im Mai auf seiner Homepage veröffentlicht hat. Danach soll die Kooperation Herausgebern von Security Token vor allem die Einhaltung von Antigeldwäscherichtlinen (anti-money-laundering, AML) sowie die Identitätsüberprüfung von Investoren (Know Your Customer, KYC) deutlich erleichtern.

Es ist wichtig, einen Security-Token-Standard zu entwickeln, während die Branche noch in den Kinderschuhen steckt. Was NEO von anderen öffentlichen Blockchain-Protokollen unterscheidet, ist die Integration von NeoID, die es ermöglicht, KYC, AML und Akkreditierungsstatus on-chain [und] unter Wahrung der Privatsphäre zu speichern. Dies ermöglicht es Emittenten, alle Transaktionen auf dem Sekundärmarkt zu überwachen und aufzuzeichnen, um in mehreren Ländern konform zu bleiben,


lässt sich Liquefy-CEO Adrian Lai in der Pressemitteilung zitieren.

Nach Auffassung von Liquefy besteht im Wachstumsmarkt mit digital verbrieften Wertpapieren ein erheblicher Bedarf an solchen Compliance-as-a-Service-Angeboten.

Die Liquefy-Plattform wird NEO unterstützen, was den Interessengruppen von NEO den Zugang zum Security-Token-Universum ermöglicht. Der derzeitige Prozess der Übertragung privater Wertpapiere ist fragmentiert, umständlich und teuer, da die KYC-Informationen der Anleger über mehrere Zwischenhändler verteilt sind und die Compliance ein manueller Prozess ist,

heißt es in der Mitteilung weiter.

Security Token im Westen

Auch aus hiesigen Breitengraden gab es kürzlich Neuigkeiten von der Security-Token-Front. So plant etwa auch das Schweizer Krypto-Start-up BlockState aus dem Zuger „Crypto Valley“ einen Handelsplatz für digital verbriefte Wertpapiere. Dabei leistet BlockState selbst Pionierarbeit, indem das Unternehmen zunächst eigene Anteile in Token-Form gießt und auf seiner Plattform veräußert. Während Liquefy auf NEO setzt, basiert BlockStates eigener Security Token, der BKN, auf Ethereum. Der ERC20-Token geht am 18. Juni in den Pre-Sale. Als Investitionsziel sind zwei Millionen Euro anvisiert.

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