Nasdaq und Bank of America fordern striktere Regulierung von Krypowährungen

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

Regulierung

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Die Geschäftsführer des Börsenplatzes Nasdaq und der Bank of America läuteten vergangenen Freitag auf einer Konferenz des MIT die Alarmglocken. Sie forderten eine strengere Regulierung von Kryptowährungen. Man müsse die Anleger außerdem über die kriminellen Aktivitäten mancher Unternehmen in diesem Sektor aufklären.

Wie das Newsportal Bloomberg berichtet, sprach Adena Friedman von der Nasdaq Inc. und der CEO der Bank of America Corp., Brian Moynihan, über die Risiken des aufblühenden Kryptomarktes. Zur Konferenz geladen hatte die Sloan School of Management des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Das Institut gilt als eine der weltweit führenden Hochschulen im Business-Bereich.

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Initial Coin Offerings (ICOs) sollen durch neue Gesetze sicherer gestaltet werden. Die Käufer hätten mehr Schutz verdient, selbst wenn sie ihr Geld in derartige Produkte investieren.

Brian Moynihan erinnerte daran, dass man Kryptowährungen für gesetzeswidrige Zwecke missbrauchen könne. „Die Idee mit den anonymen Währungen hat sich nie als eine gute Sache erwiesen“, sagte Moynihan auf der Konferenz. Es bestehe nach seiner Meinung ein sehr hohes Risikopotential. Anonyme Kryptowährungen könnten auch für größere Transfers benutzt werden – auch für kriminelle Zwecke.

Einstellung der US-Banken uneinheitlich

Der Umgang mit den Thema Kryptowährungen ist bei den US-amerikanischen Finanzhäusern unterschiedlich. Während die Bank of America den Handel mit dem Bitcoin scheut, haben andere Unternehmen wie Goldman Sachs bereits beschlossen, diesbezüglich für ihre Klienten tätig zu werden. Auch der neue Chef der HSBC, John Flint, gab sich in einem kürzlich veröffentlichten Bericht skeptisch zum Thema Digitalwährungen. Flint wendet sich vor allem gegen anonyme Kryptowährungen. Das Bankenwesen fuße stets auf dem Prinzip absoluter Transparenz. Folglich sollten die Namen der an einem Transfer beteiligten Personen in jedem Fall bekannt sein. Monero & shielded Transaktionen in Zcash erlauben das nicht. Das große Potential sehen alle in der Blockchain, wie beispielsweise mittlerweile Jamie Dimon von JPMorgan Chase.

Der Ruf nach mehr Regulierung kommt aber auch von anderen Stellen. Der Vorsitzende der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC sagte kürzlich gegenüber der Presse, er sei darüber schockiert, wie oft ICOs mit betrügerischen Absichten organisiert werden.

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